Broligarchen: Die neuen Herrscher der digitalen Welt – Macht, Gier und die Zerstörung der Demokratie

Die Broligarchen, diese selbstverliebten Tech-Milliardäre, haben endgültig die Maske fallen lassen. Brooke Harrington zeigt in The Atlantic, wie diese Männer, die einst als Visionäre gefeiert wurden, nun ihre wahre Fratze offenbaren. Musk, Thiel und Andreessen – sie alle unterstützen Trump, den Zerstörer der Normen, den Feind der Demokratie. Ihre Loyalität zu Trump ist keine Laune, sondern kalkulierte Strategie: Steuererleichterungen, Deregulierung, Macht ohne Verantwortung. Es ist die alte Geschichte der Reichen und Mächtigen, die sich der Kontrolle entziehen wollen, die Freiheit für sich beanspruchen, während sie anderen Freiheit verweigern.

Diese selbsternannten Halbgötter, die sich als „Sovereign Individuals“ sehen, sind die neuen Pharaonen, die sich über die Gesetze und die Demokratie erheben. Musk, der einst Obama bewunderte, spendet nun Millionen für Trumps Kampagne. Andreessen, einst ein Kritiker, preist jetzt Trumps Politik als förderlich für Start-ups. Sacks, der nach dem 6. Januar meinte, Trump sei disqualifiziert, veranstaltet nun Fundraiser für ihn. Diese Männer streben nach einer Macht, die keine Rechenschaft kennt. Sie sind bereit, die Demokratie zu opfern, um ihre eigenen Interessen zu schützen.

Die New-Age-Wir-verbessern-die-Welt-Fassade im Silicon Valley ist nur ein Deckmantel für eine Kultur der Gier und des Machismus. Hinter der glitzernden Oberfläche lauern Figuren wie die brogrammers – junge, moralfreie Männer, die ihre Wasserpfeifen mit Bier füllen und Frauen begrapschen. Diese Macho-Programmierer repräsentieren eine Kultur der Belästigung und des Missbrauchs. Ihre Führungsetagen sind von Unmoral und Exzessen geprägt.

Dan Lyons beschreibt in seinem Buch „Von Nerds, Einhörnern und Disruption“ die unangenehme Wahrheit über die Silicon-Valley-Gründergeneration. Diese jungen Männer haben vor Ewigkeiten den Film „The Social Network“ gesehen und beschlossen, genauso wie der hinterhältige Mark Zuckerberg zu werden. Viele von ihnen führen ihre Unternehmen wie Studentenverbindungen. Skandale und Prozesse sind die Folge, und die Zeche zahlen letztlich nicht nur die Investoren, sondern die ganze Gesellschaft.

Die Kombination aus Wunschdenken, billigem Geld, gierigen Investoren und unmoralischen Gründern ist ein Rezept für eine Katastrophe. Das Silicon Valley ist ethisch betrachtet kaum besser als die Wall Street, vielleicht sogar noch schlimmer wegen seiner grell geschminkten Bubblegum-Hippie-Fassade. Wir brauchen einen kritischen Rationalismus im Umgang mit diesen „Helden“ der Digitalisierung.

Trump ist erneut Präsidentschaftskandidat, und die Tech-Milliardäre scharen sich wieder um ihn, angezogen von seinen Versprechen der Deregulierung und Steuererleichterungen. Diese Männer streben nach einer Macht, die keine Rechenschaft kennt. Sie sind bereit, die Demokratie zu opfern, um ihre eigenen Interessen zu schützen. Sie sehen sich als „Sovereign Individuals“, wie Thiel es ausdrückt, als moderne Götter, die über den Gesetzen stehen. Sie profitieren von den Vorzügen der Demokratie, verachten aber die damit verbundenen Pflichten und Kontrollen. Sie nutzen öffentliche Infrastruktur und wollen gleichzeitig keine Steuern zahlen.

Wir dürfen nicht zulassen, dass diese neue Elite unsere Gesellschaft weiter destabilisiert. Der Einfluss der Broligarchen auf die Politik ist gefährlich und destruktiv. Wir müssen ihre Macht hinterfragen und die Demokratie verteidigen, bevor es zu spät ist.

Mehr dazu in Brooke Harringtons Artikel: The Broligarchs Are Trying to Have Their Way.

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