
Manchmal gibt es diese unerwarteten Momente, in denen man merkt, dass sich das lange Denken und Schreiben doch lohnt. Da sitzt man, schwelgt in Gedanken über die Welt der digitalen Transformation und fragt sich, ob das alles überhaupt jemanden interessiert – und plötzlich flattert die Nachricht herein: ein Preis! Nicht irgendein Preis, sondern eine Anerkennung für meine Gedanken zu „Weltveränderungskompetenz und dem Multi-Perspektiven-Ansatz zur Digitalen Adoption (MPADA)“.

Man könnte meinen, die digitale Revolution sei eine Welle, die unaufhaltsam über uns schwappt, während wir versuchen, nicht unterzugehen. Aber was wäre, wenn diese Welle auch eine Möglichkeit bietet, neue Ufer zu entdecken? Genau das habe ich versucht in meinem Beitrag zu ergründen. Es geht nicht nur um Technologie, sondern um die Art und Weise, wie wir sie annehmen – oder auch nicht. Denn Hand aufs Herz: Wer von uns hat noch nie einen Bildschirm mit fragenden Augen angestarrt, während das neueste Software-Update den Verstand überstieg?
Es ist kein Geheimnis, dass technologische Innovationen oft schneller voranschreiten als unsere Fähigkeit, sie emotional zu verarbeiten. Genau hier setzt der Multi-Perspektiven-Ansatz zur Digitalen Adoption an. Man muss die technologische, organisatorische und individuelle Ebene gemeinsam betrachten. Die Technik ist nur so gut wie das Vertrauen, das sie bei den Menschen weckt.
Und wie ist es mit der Organisation? Man könnte denken, dass ein strukturierter Rahmen genügt. Aber was nützt das beste System, wenn die Kultur des Unternehmens nicht auf Experimentieren und Lernen ausgelegt ist? In einer Welt, die sich so schnell dreht, braucht es nicht nur Strukturen, sondern Mut zur Veränderung. Und zu guter Letzt – der Mensch. Denn was wäre die beste Technologie ohne die Menschen, die sie nutzen? Akzeptanz ist ein Prozess, ein langsamer, emotionaler Weg, den man nicht mit reinen Zahlen erklären kann.
Das Spannende an solchen Projekten ist, dass man nie genau weiß, was dabei herauskommt. Es ist ein Experiment – wie eine Reise, die immer wieder neue Überraschungen bietet. Aber wenn man sich darauf einlässt, öffnet sich eine Welt voller neuer Möglichkeiten. Genau das macht den Reiz aus: nicht zu wissen, wohin die Reise führt, sondern sich von den neuen Erkenntnissen treiben zu lassen.

Und so sitze ich hier, mit einem Lächeln im Gesicht, denn dieser Preis zeigt mir: Manchmal muss man sich einfach trauen, eine neue Perspektive einzunehmen – auch in einer Welt, die scheinbar schon alles gesehen hat.
Auf zum Blogpost und die Welt verändern 🙂
Ein kleiner Exkurs darf an dieser Stelle nicht fehlen. Gemeinsam mit Lutz Becker habe ich einen Wissenschaftspreis für digitale Lehre gewonnen. Was als Experiment begann, entwickelte sich schnell zu einem Vorzeigemodell, wie digitale Tools und Methoden in der akademischen Welt nicht nur angewendet, sondern auch kritisch hinterfragt werden können.
Lernen durch Lehren war dafür das Leitprinzip. An der Hochschule Fresenius führten wir innovative Lehrmethoden ein, bei denen Studierende nicht nur passive Rezipienten, sondern aktive Mitgestalter des Lernprozesses sind. Ein Konzept, das auf Kommunikation, Reflexion und vor allem Praxisnähe fußt.
Der Erfolg unseres Projekts zeigte, dass digitale Werkzeuge weit mehr sind als nur Hilfsmittel – sie sind die neuen Kulturtechniken, die nicht nur den akademischen Diskurs, sondern auch die gesellschaftliche Teilhabe prägen. Mit diesem Ansatz gelang es uns, den Transfer zwischen theoretischem Wissen und praktischen Herausforderungen zu schließen, was maßgeblich zur Auszeichnung beitrug.