
Die besten Beiträge in der vergangenen Woche mit wirklich eindrucksvollen Zugriffen auf WordPress, LinkedIn, TwitterX und Facebook:
Scotch & Soda: Totentanz des Einzelhandels – Leere Schaufenster, leere Versprechen, leere Städte
Scotch & Soda macht dicht. Alle Filialen in Deutschland, fast 40 an der Zahl, werden bis Ende August verschwinden, und was bleibt? Eine weitere Welle des Leerstands, die sich über unsere Innenstädte legt, wie ein unaufhaltsamer Nebel, der die letzten Reste urbanen Lebens erstickt. Rund 290 Menschen verlieren ihren Job, und zurück bleiben verwaiste Geschäftsräume, kalte Schaufenster und die Frage: Wie konnte es soweit kommen?
Doch was tun wir? Statt zu handeln, starren wir weiter gebannt auf die Ruinen einer Einzelhandelslandschaft, die längst nicht mehr zu retten ist. Professor Gerrit Heinemann hat es schon längst auf den Punkt gebracht: Der klassische Einzelhandel in den Innenstädten ist ein Auslaufmodell. Die Umsätze schrumpfen auf ein kaum noch messbares Niveau, die Besucherströme sind versiegt, und dennoch halten wir verzweifelt an den immer gleichen, gescheiterten Konzepten fest. Einkaufszentren schießen weiterhin wie Pilze aus dem Boden, als ob man das Rad der Zeit zurückdrehen könnte, während draußen längst eine neue Realität Einzug hält.
Die Filialschließungen von Scotch & Soda sind nur das jüngste Symptom einer tieferliegenden Krise. Heinemann spricht von einer „Insolvenzkaskade“, die unaufhaltsam durch den stationären Handel fegt, und er hat recht. Ein Geschäft nach dem anderen kapituliert vor den ökonomischen Realitäten, und was bleibt, sind leerstehende Immobilien, die unsere Innenstädte in trostlose Geisterstädte verwandeln.
Leerstand ist längst nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel.
HR unter Druck: Wie Seiteneinsteiger neue Impulse für die Personalwirtschaft setzen können
Die HR-Branche steht unter Druck. Ein spürbarer Rückgang der Nachfrage nach HR-Fachkräften sorgt für Verunsicherung, und die Frage, ob dieser Rückgang ein vorübergehender Schock oder ein langfristiger Trend ist, wird in den Führungsetagen intensiv diskutiert. Diese Entwicklungen waren auch Gegenstand der jüngsten Episode von „Zukunft Personal Nachgefragt“, die am 27. August 2024 ausgestrahlt wurde.
In der aktuellen wirtschaftlichen Lage, geprägt von Stagnation und Unsicherheit, ist der Rückgang der Stellenangebote für HR-Positionen kein isoliertes Phänomen. Vielmehr spiegelt er tiefere strukturelle Herausforderungen wider, mit denen Unternehmen konfrontiert sind. HR-Fachkräfte, die traditionell als operative Dienstleister in Unternehmen agieren, sehen sich zunehmend in der Rolle der strategischen Partner. Doch diese Rolle muss hart erkämpft werden, gerade in Zeiten, in denen Budgetkürzungen und Effizienzsteigerungen die Agenda bestimmen.
Miriam Sternitzky (née Rabung), Chief People Officer bei Westwing, brachte es in der Diskussion auf den Punkt: „HR wird oft noch immer als Kostenfaktor gesehen, und in wirtschaftlich schwierigen Zeiten neigt man dazu, hier den Rotstift anzusetzen. Doch genau das ist der falsche Weg.“
Ein zentrales Thema der Diskussion war die Einbindung von Quereinsteigern in HR-Rollen. In einer Zeit, in der viele Unternehmen über Fachkräftemangel klagen, stellt sich die Frage, ob HR-Abteilungen bereit sind, unkonventionelle Wege zu gehen. Selma Sadikovic, Head of HR bei Niche Beauty & Parfumdreams, plädierte dafür, die traditionellen Rekrutierungsmuster zu überdenken und den Blick stärker auf Kandidaten zu richten, die nicht dem klassischen HR-Profil entsprechen.
„Gerade Quereinsteiger bringen oft wertvolle Erfahrungen aus anderen Branchen mit, die in der HR-Welt dringend benötigt werden“, erklärte Sadikovic. Sie verwies darauf, dass Unternehmen, die Quereinsteigern eine Chance geben, nicht nur neue Perspektiven gewinnen, sondern auch ihre Innovationsfähigkeit stärken können. „Wir müssen weg vom klassischen Denken und hin zu einer Kultur, die Vielfalt in jeder Form wertschätzt“, so Sadikovic weiter.
Ein zentrales Ergebnis der Diskussion war die Erkenntnis, dass HR-Abteilungen ihre Rolle neu definieren müssen. Prof. Dr. Anabel Ternès von Hattburg, Managing Director des SRH Institute for Sustainability Management, betonte die Notwendigkeit, HR als strategischen Partner im Unternehmen zu etablieren. „In Zeiten des Wandels ist es entscheidend, dass HR nicht nur als Verwaltungsaufgabe wahrgenommen wird, sondern als integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie, der maßgeblich zum Erfolg beiträgt“, sagte Ternès.
Zwischen Datensalat und digitaler Zukunft: Wie KI die Arbeitswelt auf den Kopf stellt
Die Studie, „Auf dem Weg zu einem neuen Verständnis von Datennutzung: Potenziale und Risiken für die Arbeitswelt“, liegt als PDF auf meinem Bildschirm. Ein unscheinbares Dokument auf den ersten Blick, aber beim ersten Klick offenbart sich eine Welt voller sorgfältig ausgearbeiteter Analysen, Fakten und Überlegungen. Hier wurde keine Zeile dem Zufall überlassen, das spürt man sofort. Dr. Robert Peters und sein Team haben sich durch Berge von Daten gewühlt, haben Interviews geführt, Zahlenkolonnen ausgewertet, und das Ergebnis ist eine Arbeit, die in ihrer Akribie und Tiefe beeindruckt.
Die ersten Seiten der Studie ziehen den Leser unweigerlich in ihren Bann. Es ist nicht nur eine trockene Abhandlung, sondern fast schon ein Erzählwerk, das die komplexe Welt der Datennutzung in der Arbeitswelt auf spannende Weise entfaltet. Da ist die Rede von der Datensammlung, von der Speicherung und Analyse, bis hin zur Nutzung der gewonnenen Erkenntnisse. Jede Phase wird gründlich durchleuchtet, die Chancen und Risiken nüchtern abgewogen. Ein akribischer Balanceakt zwischen Fortschritt und Vorsicht, zwischen den Verheißungen einer datengestützten Zukunft und den Schattenseiten, die diese mit sich bringen könnte.
Besonders eindrücklich ist, wie die Autoren die realen Auswirkungen dieser Entwicklungen auf die Arbeitswelt darstellen. Sie machen deutlich, dass Daten weit mehr sind als nur Zahlen in einer Tabelle – sie sind Macht. Macht, die Arbeitsprozesse zu optimieren, aber auch Macht, die Privatsphäre zu untergraben, Kontrolle auszuüben und die Grenzen des Machbaren zu testen. Es wird ein Bild gezeichnet von einer Arbeitswelt, die sich rasant verändert und in der die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Die Studie fordert dabei nicht weniger als eine neue Kultur der Datennutzung, in der Transparenz, Beteiligung und Fairness im Vordergrund stehen.
Doch die Arbeit endet nicht in theoretischen Erwägungen. Sie mündet in eine Einladung zu einem Gespräch, das am 10. September 2024 auf der Zukunft Personal Europe in Köln weitergeführt wird. Hier, in der „Session des ZP Think Tank Innovation“ geht es um eine neue Studie, die exklusiv in Köln vorgestellt wird.
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung bringt es in ihrem Artikel „Im All ist die Hölle los“ auf den Punkt: Die Masse an Weltraumschrott ist zu einer realen Gefahr geworden. Über 40.000 Trümmerobjekte, die größer als zehn Zentimeter sind, sowie rund 1,1 Millionen Teile zwischen einem und zehn Zentimetern treiben durch den Orbit. Die Internationale Raumstation ISS musste mehrfach Kollisionen ausweichen, und selbst die chinesische Raumstation Tiangong wurde bereits beschädigt.
Vor diesem Hintergrund gewinnt der Green Monday, eine Veranstaltungsreihe, die sich als Plattform für nachhaltige Ideen versteht, immer mehr an Bedeutung. Beim Green Monday in Düsseldorf hat Stefan Hackländer von der WKW.Group eindrucksvoll die Dringlichkeit betont, Nachhaltigkeit in der Raumfahrt ernsthaft anzugehen. „Es ist höchste Zeit, dass wir anfangen, unsere Raumfahrttechnologien so zu gestalten, dass sie den Orbit nicht weiter belasten“, sagte Hackländer und verwies auf innovative Projekte seiner Firma. „Wir denken bereits in der Entwicklungsphase über die Lebensdauer und das Ende der Nutzungszeit unserer Satelliten nach. Unser Ziel ist es, Materialien zu verwenden, die sich im All nach ihrem Einsatz selbstständig auflösen oder rückstandslos verglühen können“.
Erst seit Montag im Angebot und schon unter die Top 5 durchgestartet: Ein Forum der Stimmen – Eine Betrachtung des Podcasts „Audiografie und Lernerfahrungen aus dem SAP Training und Adoption Forum 2024“ #SAPTF24
Besonders eindrücklich ist die Vielzahl an Stimmen, die aus unterschiedlichen Perspektiven auf das Event blicken. Helge Sanden vom IT-Online Magazin, Melanie Zucker von adidas, Chiara Aliena Schwenk von Eviden, Barbara Rave von der All For One Group, Burkhard Terlinden von BASF, Nicolas Crisand von Synaworks und Ulrike Philipp von Hugo Boss – sie alle bringen ihre eigenen Erfahrungen ein, schildern, was sie bewegt, was sie mitgenommen haben, und wie sie die hybride Form des Forums erlebten. Sie sprechen nicht nur über Erfolge, sondern auch über die Herausforderungen, die das Change Management in großen Organisationen mit sich bringt, über die Unterschätzung dessen, was es heißt, Menschen auf eine Reise der Veränderung mitzunehmen.
Der Podcast ist ein kollektives Tagebuch, eine vielstimmige Erzählung, die zwar keinen klassischen Plot verfolgt, aber dennoch eine Geschichte erzählt – die Geschichte eines Forums, das mehr ist als die Summe seiner Teile.
Dauerbrenner: Der geopolitische Blick auf eine sich verändernde Weltordnung #EuropaKonferenz
Geopolitische Veränderungen und ihre Auswirkungen auf Europa: Ein Experte der Friedrich-Ebert-Stiftung analysiert die sich verschiebenden globalen Kräfteverhältnisse und ihre Bedeutung für Deutschland. Erfahren Sie, wie sich die Weltordnung wandelt und welche Herausforderungen auf Europa zukommen. Ein Blick auf die Zukunft der Wirtschaft, Technologie und Zusammenarbeit in einer sich verändernden Welt. Stefan Stader Bernhard Steimel Benjamin Springub André Beyer Constantin Sohn Monika Thomasberger Jacqueline Schoof
Freitag, 13. Oktober 2023
17:00 Uhr Begrüßung Stefan Stader, Christian Johann und Martin Schilling
18:00 Uhr Paneldiskussion mit Abgeordneten
Samstag, 14. Oktober 2023
9:30 Uhr Panel 1: Die multipolare Welt – Neue Rollen, neue Konflikte – Die bipolare Welt wandelt sich zu einer multipolaren Welt
11:30 Uhr Panel 2: Die Krise(n) des Neuen Europas
14:30 Uhr Panel 3: Koloniale Denkmuster: Kommt nach der Zeitenwende der Perspektivwechsel?
16:30 Uhr Panel 4:
Die „moralische Überlegenheit“: der westliche Blick auf Osteuropa – Thema für Daniel Kraft

