
Endenich, Samstagabend – ein Ritual für Bluesrock-Liebhaber. Julian Sas, der niederländische Meister der Sechssaitigen, ließ die Bonner Harmonie erneut beben. Vor ausverkauftem Haus, oder wie die internationalen Fans es sagen würden: Uitverkocht! Sold Out! Zum 21. Mal brachte Bernie Gelhausen, legendärer Kopf des früheren Musikladens Mr. Music, den Gitarrenvirtuosen nach Bonn. Es war eine weitere Sternstunde in der langen Erfolgsgeschichte dieser musikalischen Partnerschaft.
Die Verbindung zwischen Sas und der Harmonie hat etwas von einer liebevoll gepflegten Tradition. Wie viele Jahre es nun schon sind? Genug, dass Sas und sein Publikum längst wie alte Freunde wirken. Doch Routine? Fehlanzeige. Stattdessen: 2,5 Stunden pure Energie, Herzblut und 100% Bluesrock. Ein Konzert, das weniger ein Wiedersehen, sondern vielmehr ein emotionaler Höhenflug war – für Band und Fans gleichermaßen.
Der Abend: Mehr als nur Musik
Schon beim Einlass spürte man die besondere Atmosphäre: ein generationsübergreifendes Publikum, das mit Vorfreude vibrierte. Bernie Gelhausen, der Mann hinter dieser Konzertreihe, zeigte einmal mehr sein Gespür für das Besondere. Seine Fans – viele davon Stammkunden aus den Tagen des Mr. Music – wissen: Wer bei Gelhausen bucht, bekommt Qualität.
Doch Bernie Gelhausen ist mehr als ein Veranstalter. Sein Wissen und seine Leidenschaft machen ihn zu einem Chronisten der Musikszene, die in Bonn lebt und atmet. Es wäre fast eine Schande, diese Geschichten nicht mit einem größeren Publikum zu teilen. Aus diesem Grund habe ich Bernie vorgeschlagen, 2025 ein oder zwei Musiksendungen mit mir live ins Netz zu streamen – aus unserem Studio in Bonn-Duisdorf, nicht weit von der Harmonie entfernt. Noch hat er nicht zugesagt, aber wenn er sich darauf einlässt, könnte dies eine einzigartige Plattform werden – für musikalische Entdeckungen, spannende Anekdoten und intime Live-Momente mit Künstlern wie Julian Sas.
Julian Sas: Eine Naturgewalt
Die Bühne gehörte Julian Sas und seiner Band, die von der ersten Note an mit einem satten, kraftvollen Sound das Publikum mitriss. Sas’ Gitarrenspiel ist mehr als Technik – es ist ein Dialog, mal laut, mal zart, aber immer aufrichtig.
Der Abend hatte alles: die rohe Kraft des Blues, die Virtuosität des Rock und das Herz eines Musikers, der für sein Publikum lebt. Sas’ unverkennbare Bühnenpräsenz, gepaart mit einer Band, die ihm in jeder Nuance folgt, machte diesen Abend zu einem Fest der Authentizität.

Ausblick: Das nächste Kapitel
Eines ist klar: Der Blues lebt in Bonn, und Julian Sas ist sein Botschafter. Organisiert von Bernie Gelhausen, bleibt die Harmonie ein Leuchtturm für Liebhaber handgemachter Musik – ein Ort, an dem Tradition und Leidenschaft aufeinandertreffen.
Same procedure as every year? Ja, gerne – so oft wie möglich.