
Neben der Keynote Stage auf der Zukunft Personal Europe in Köln erhebt sich Jürgen Schmitt, der Mann von der Deutschen Bank, über ein Thema, das seit Jahren wie ein Mantra durch die Reihen hallt: Digitale Sichtbarkeit. Ein Begriff, der so oft zitiert wird, dass man kaum mehr weiß, was er eigentlich bedeutet. Und doch—hier geschieht etwas. Schmitt spricht. Aber worüber eigentlich?
Zunächst: über LinkedIn. Natürlich, die neue Bibel des Business, der Ort, an dem man entweder sichtbar ist oder nicht existiert. Schmitt versteht dieses Spiel. Sein Statement wirkt wie eine Blaupause der digitalen Ära: „Menschen vertrauen Menschen, nicht Unternehmen.“ Es klingt fast banal, aber hier liegt der Kern der Sache. Sichtbarkeit heißt: das Spiel der Identitäten zu verstehen und zu meistern.
Was Schmitt jedoch besonders auszeichnet, ist sein Bewusstsein für die Illusion des Digitalen. Seine Erzählung kreist immer wieder um die einfache Wahrheit: In einer Welt, die von Algorithmen und Klarnamen beherrscht wird, geht es letztlich doch um den menschlichen Kontakt, um die Interaktion, die noch nicht ganz verloren ist. „Corporate-Kanäle?“ Fragt er. „Niemand klickt sie an. Aber mein persönliches Profil? Ja, da passiert was.“
Die Spannung zwischen dem Menschlichen und dem Technologischen. Schmitt baut seine persönliche Marke auf, weil er genau weiß, dass dies der einzige Weg ist, durch die Risse der anonymen Unternehmensstrukturen hindurchzuleuchten.