
Die Studie „Doppelte Transformation: Nachhaltig + Digital = Zukunftsfähig“, herausgegeben von MIND Digital und dem Smarter Service Institut, bietet eine Analyse zur gleichzeitigen Implementierung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit in Unternehmen. Diese sogenannte „Twin Transformation“ wird als entscheidender Hebel zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit von Unternehmen beschrieben.
Holger Schmidt: „Twin Transformation bietet enorme wirtschaftliche Chancen“
Dr. Holger Schmidt, F.A.Z.-Redaktionsleiter, skizziert in seinem Vorwort die enormen wirtschaftlichen Chancen, die sich durch die Kombination von digitaler und nachhaltiger Transformation eröffnen. Er sieht diese Verschmelzung nicht nur als Antwort auf ökologische und ökonomische Herausforderungen, sondern auch als entscheidenden Wettbewerbsvorteil: „Diese Transformation ermöglicht es Unternehmen, vorausschauend auf die steigende Nachfrage nach umweltfreundlichen Produkten und Dienstleistungen zu reagieren und somit ihre Marktstellung nachhaltig zu stärken.“
Geopolitische und Geoökonomische Themen
Ein zentrales Kapitel der Studie beleuchtet die geopolitischen und geoökonomischen Herausforderungen, die Unternehmen auf ihrem Weg zur doppelten Transformation bewältigen müssen. Angesichts des Klimawandels und der damit verbundenen regulatorischen Anforderungen, wie der neuen EU-Verordnung zur Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten für Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern, wird deutlich, dass Nachhaltigkeit nicht nur ein ökologischer, sondern auch ein wirtschaftlicher Imperativ ist .
Die Studie verdeutlicht, dass die Digitalisierung ein kritischer Faktor für die erfolgreiche Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien ist. Technologien wie das Internet der Dinge (IoT) und Künstliche Intelligenz (KI) spielen eine zentrale Rolle bei der Erfassung und Analyse von Energiedaten, die wiederum essenziell für das Energiemanagement und die Reduktion von CO2-Emissionen sind .
Fallstudien und Strategien
Die Studie umfasst detaillierte Fallstudien und strategische Empfehlungen, die auf realen Daten und Erfahrungen basieren. Ein bemerkenswertes Beispiel ist die Fraisa Group, die durch den Einsatz digitaler Zwillinge und einer umfassenden Datenerfassung gebrauchte Zerspanungswerkzeuge individuell wiederaufbereitet und so zur Kreislaufwirtschaft beiträgt .
Ein weiteres Beispiel ist die GEA Group, die ihren Kunden durch den Einsatz von Virtual Reality (VR) und digitalen Zwillingen ermöglicht, Komponenten und Anlagen noch vor dem Produktionsbeginn zu sehen und in detaillierten Prozesssimulationen zu erkunden. Dies fördert nicht nur die Kundenbindung, sondern auch die Effizienz und Nachhaltigkeit der Produktionsprozesse .
Die Studie „Doppelte Transformation“ zeigt eindrucksvoll, dass die gleichzeitige Integration von Nachhaltigkeit und Digitalisierung in Unternehmensstrategien nicht nur notwendig, sondern auch wirtschaftlich vorteilhaft ist. Unternehmen, die diesen Weg gehen, verbessern ihre Resilienz, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit und leisten gleichzeitig einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz. Holger Schmidt fasst es treffend zusammen: „Die Verschmelzung von digitaler und nachhaltiger Transformation ist nicht nur eine Antwort auf ökologische und ökonomische Herausforderungen, sondern auch ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.“