
Manchmal erzählen Zahlen mehr als lange Vorträge: 25 – 15 – 5.
25 Jahre Zukunft Personal, 15 Jahre Bonago, 5 Messestände. Was nach einem Zahlenspiel klingt, ist in Wahrheit eine Geschichte über Beharrlichkeit, Wandel – und die Kraft persönlicher Begegnungen.
Im Gespräch mit Mark Gregg, einem Urgestein der Messe, wird deutlich: Wer die Totengesänge auf Messen mitgesungen hat, lag falsch. Gerade nach Pandemie, Videocalls und Dauerpräsenz vor Bildschirmen zeigt sich, dass Nähe durch nichts zu ersetzen ist. Körpersprache, Atmosphäre, das „Wie riecht eigentlich ein Unternehmen?“ – all das bleibt unsichtbar im virtuellen Raum.
Gregg zieht den Vergleich zu anderen Branchen: Kreuzfahrten, die angeblich vor dem Untergang standen, boomen stärker denn je. Reisen, die zurückgedrängt schienen, erreichen Rekordzahlen. Auch Messen trotzen der Prognose. Sie wandeln sich, sie spezialisieren sich, aber sie bleiben.
Bonago nutzt die Bühne strategisch: fünf Stände für fünf Themen – vom klassischen Multiflex-Benefitportal über den öffentlichen Dienst bis hin zu Eventplattformen, Recruiting-Lösungen mit Psychological AI und der jährlichen Belohnungsstudie. Gerade Letztere liefert den dringend nötigen Benchmark: Wie setzen Unternehmen Benefits tatsächlich ein, jenseits von PowerPoint-Folien?
Die Botschaft ist klar: HR ist längst Chefsache. Wer heute über Fachkräftemangel, öffentliche Daseinsvorsorge oder globale Wettbewerbsfähigkeit spricht, landet bei Fragen, die weit über Benefits hinausgehen. Wenn in einer Kommune der Schneepflug nicht fährt oder im Krankenhaus das Pflegepersonal fehlt, dann ist das kein „weiches HR-Thema“, sondern ein Problem der Infrastruktur.
Greggs Blick nach vorn ist unmissverständlich: Messen wie die Zukunft Personal sind keine Nostalgieveranstaltungen, sondern Marktplätze für Ideen und Lösungen. Sie leben nicht von Buzzwords, sondern von den Chefärztinnen, HR-Verantwortlichen und Geschäftsführern, die hier direkt von ihren Engpässen berichten.
Vielleicht liegt gerade darin ihre Stärke: Sie sind die Orte, an denen Realität auf Konzepte trifft. In diesem Sinne ist die Zukunft Personal nicht nur eine Messe, sondern eine Art Seismograph des Arbeitsmarktes – und Bonago mit seiner Belohnungsstudie einer ihrer eifrigsten Chronisten.