
Im Sommer der Zukunft, in einem charmanten Café in Wuppertal, umhüllt von einem üppigen Garten voller blühender Blumen und summender Bienen, treffen sich Lutz Becker und Gunnar Sohn. Die Luft ist warm und duftet nach frisch gebrühtem Kaffee, während ein sanfter Wind durch die offenen Fenster weht und die Gespräche der Gäste untermalt. Hier, in dieser idyllischen Oase, stellen sie ihr Werk „#KönigVonDeutschland“ vor, ein Buch, das aus einer Vielzahl von Gesprächen, Überlegungen und kühnen Visionen entstanden ist.

„Was würdest du machen, wenn du König von Deutschland wärst?“ beginnt Becker, seine Stimme klar und durchdringend, während er seine Gedanken ordnet. „Dieser Satz, einst eine rebellische Hymne, ist nun der Ausgangspunkt für unser gemeinsames Projekt.“ Sohn lächelt und fügt hinzu: „Es ist eine Frage, die uns zu neuen Horizonten geführt hat, eine Frage, die zum Nachdenken und Träumen einlädt.“
Die beiden Autoren, tief in Gedanken versunken, nicken sich zu. Becker fährt fort: „Wir müssen den Primat der Politik wiedergewinnen“, und zitiert Johannes Rau. „Eine Politik, die sich an Werten orientiert und die sich nicht darauf beschränkt, tatsächliche oder vermeintliche Sachzwänge zu exekutieren.“ Sohn ergänzt, dass es nicht nur darum geht, was möglich ist, sondern auch, was wünschenswert ist. Utopien als Spielwiese des Denkens – keine Blaupause, sondern ein Gedankenexperiment, ein Ort, an dem alles möglich scheint.
Becker lehnt sich zurück, nimmt einen Schluck von seinem dampfenden Kaffee und lässt seinen Blick durch den Raum schweifen. „Es ist faszinierend, wie die Utopien der Vergangenheit immer wieder neu aufleben. Denken wir an die großen Visionäre wie Thomas Morus. Heute brauchen wir solche Visionen mehr denn je.“
Sohn nickt zustimmend. „Utopien sind notwendig, um Möglichkeiten auszuloten.“
Während die beiden Autoren weiter diskutieren, schieben sie ihr Manuskript hin und her. Passanten, neugierig geworden, werfen Blicke auf die kunstvoll gestalteten Seiten. Das Buch trägt die Zeichen der Zeit und gleichzeitig die Hoffnung auf eine bessere Zukunft in sich.
„Das Opus ist mehr als nur eine Sammlung von Interviews und Gedanken“, sagt Becker. „Es ist eine Reise, eine Entdeckungsreise in die Möglichkeiten des Denkens.“ Sohn fügt hinzu: „Es ist eine Einladung, mit uns zu träumen. Denn wie Harald Welzer sagt: ‚Wir brauchen etwas, worauf wir uns freuen können.’“
Die Gespräche schweifen ab, tauchen ein in die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Sie sprechen über die Herausforderungen der digitalen Transformation, die Notwendigkeit nachhaltiger Geschäftsmodelle und die Kraft der gemeinschaftlichen Visionen.
„Utopien beschreiben ‚kein Land nirgendwo‘. Und wir warnen ausdrücklich davor, Utopien als etwas zu betrachten, das man mit allen Mitteln umsetzen muss. Im Gegenteil: Eine Utopie soll bleiben, wo sie hingehört, an einem Ort im Nirgendwo. Die Geschichte der Futuristen und anderer ideologischer Gemeinschaften hat gezeigt, dass eine Utopie, die zur Maxime wird, in der bitteren Konsequenz allzu leicht zu Faschismus, Unterdrückung und Gewalt führt“, sagt Becker.
Sohn nimmt den Faden auf und erläutert, dass Utopien im Idealfall geschützte Verhandlungsräume bieten, in denen normative, politische und strategische Fragen unabhängig von unmittelbaren eigenen Betroffenheiten ausgehandelt werden können. „In der Praxis schlägt die Utopie die Brücke zur Innovation. Sie kann als Projektionsfläche für zukunftsorientierte Politikgestaltung oder als Framework für strategische Entscheidungen im Management dienen.“
„Ein besonders spannendes Kapitel ist ‚Neue Ökonomie mit mehr demokratischer Beteiligung‘ mit Reinhard Pfriem,“ fährt Becker fort. „Pfriem spricht über die Notwendigkeit, die Ökonomie als Möglichkeitswissenschaft zu betrachten. Er betont, dass Unternehmen und Wirtschaftsmodelle demokratischer und partizipativer gestaltet werden müssen. Diese Ideen sind besonders relevant in Zeiten, in denen soziale Ungleichheit und ökologische Herausforderungen immer drängender werden.“
Sohn ergänzt: „Ein weiteres faszinierendes Kapitel ist ‚Veränderungen experimentieren‘ mit Uwe Schneidewind. Schneidewind diskutiert die Notwendigkeit, neue Wege zu gehen und Innovationen zu fördern, um die großen Transformationen unserer Zeit zu meistern. Er sieht die Krise als Chance und betont, dass wir mutig genug sein müssen, um Neues auszuprobieren.“
„Und dann haben wir ‚Es fehlen die Utopien‘ mit Frank H. Witt,“ sagt Becker. „Witt kritisiert die aktuelle politische Landschaft und die fehlende Vision für eine bessere Zukunft. Er fordert mehr Mut zur Utopie und kreative Ideen, die uns aus der gegenwärtigen Stagnation führen können.“
„Ein besonders unkonventionelles Kapitel ist ‚Über Neoliberalismus im Weltall‘ mit Hans Esselborn,“ fügt Sohn hinzu. „Esselborn zieht Parallelen zwischen der Eroberung des Weltraums und den neoliberalen Strukturen auf der Erde. Es ist eine provokative Analyse, die den Leser dazu anregt, über die Konsequenzen unserer wirtschaftlichen Modelle in neuen Kontexten nachzudenken.“
„Auch ‚Die Zeit des Unperfektseins und Funktionierens‘ mit Sabria David ist ein Highlight,“ sagt Becker. „David spricht über die Notwendigkeit, menschliche Imperfektion zu akzeptieren und wie dies in einer immer perfektionistischeren Gesellschaft umgesetzt werden kann. Es ist ein Plädoyer für mehr Menschlichkeit und weniger Druck.“
„Zum Schluss möchte ich ‚Deutsche Politik und die Angst vor Veränderung‘ mit Marina Weisband hervorheben,“ sagt Sohn. „Weisband analysiert die deutsche politische Kultur und ihre oft zögerliche Haltung gegenüber Veränderungen. Sie fordert mehr Mut und Offenheit für neue Ideen und Ansätze, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.“
Draußen beginnen die Vögel ein abendliches Konzert, während die Sonne langsam hinter den Hügeln verschwindet und den Himmel in warme Orangetöne taucht. Die Welt scheint für einen Moment stillzustehen, während drinnen die Ideen sprießen wie Frühlingsblumen im Sommer.
Becker und Sohn beschließen, die Vorstellung ihres Buches mit einem Versprechen zu beenden: „Lasst uns weiterhin träumen und diese Träume teilen. Denn nur so können wir die Welt verändern – Schritt für Schritt, Gedanke für Gedanke.“ Mit diesen Worten schließen sie ihre Präsentation. Die Zuschauer klatschen, manche tief bewegt, andere nachdenklich. Die Reise von #KönigVonDeutschland hat gerade erst begonnen, und sie lädt jeden ein, daran teilzunehmen.
Und so verlassen Becker und Sohn das Café, treten hinaus in die laue Sommernacht, die Köpfe voller Ideen und die Herzen voller Hoffnung. Denn in jeder Utopie steckt die Kraft zur Veränderung.
Eine utopische Geschichte.