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Technologieökonomik und die doppelte Transformation: Wirtschaft vor neuen Herausforderungen

Die „doppelte Transformation“, die gleichzeitige Umstellung von Energie- und Rohstoffversorgung auf nachhaltige Quellen und die vollständige Digitalisierung gesamter Wertschöpfungsketten, stellt die europäische Wirtschaft vor große Herausforderungen. Insbesondere der strukturprägende Mittelstand hat trotz erfolgreichen Wirtschaftens vor der Coronakrise weder ausreichendes Kapital noch genügend personelle Kapazitäten, um beide Transformationsstränge mit der notwendigen Geschwindigkeit und technologischen Tiefe voranzutreiben.

Dies ist gravierend, da umfangreiche technologische Unsicherheiten der Transformation bestehen: Antworten auf zentrale technologische Fragen wie nach den zukünftigen Antriebstechnologien in der
Automobilwirtschaft, nach dem Internet der Dinge im Maschinenbau, nach klimaneutralem wie wirtschaftlichem Energiebezug und nach nachhaltigen Rohstoffquellen für die chemische Industrie sind noch offen und stellen daher bedeutsame technologische Risiken dar.

Die geopolitischen Herausforderungen bei der Energiebeschaffung, Lieferketten-Probleme, Inflation, Rohstoffknappheit und dergleichen kommen noch hinzu.

Wir diskutieren das mit Dr. Christian Growitsch. Er ist seit Mai 2021 Institutsleiter des Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie IMW in Leipzig.

Vorher war Growitsch von Januar 2020 bis April 2021 Direktor Industrielösungen im Vorstandsbereich Technologiemarketing und Geschäftsmodelle in der Zentrale der Fraunhofer-Gesellschaft in München. Von 2018 bis 2019 war er stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer IMWS, von Mitte 2017 bis 2019 leitete er zudem das Center for Economics of Materials CEM in Halle (Saale), das seit Anfang 2020 Außenstelle des Fraunhofer IMW ist.

Einschalten am Mittwoch, um 11 Uhr.

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