Das ist jetzt kein Bekenntnis des legendären DJ-Kloschüssel (Mitglied in der Kombo „Die Kot-Kanonen), sondern Thema meiner morgigen Shitstorm-Kolumne für das Debattenmagazin „The European“. Das Thema passt aber auch zum Blogposting von Markus Beckedahl, der sich über das schlechte Niveau der Kommentarkultur äußert: Die Hälfte aller Kommentatoren könne sich nicht im Ton beherrschen. In der Regel dominieren Beleidigungen und/oder Unterstellungen, die gerne auch mal falsche Tatsachenbehauptungen sind.
„Ich hab keine Lust mehr auf die vielen Verschwörungstheorien und einfachen Weltbildern, wer jetzt wieso Schuld an irgendwas ist. Die EU, der Staat, die Illuminaten, der Kapitalismus, die USA, XYZ. Die Welt ist in der Regel etwas komplexer.“
Am liebsten würde Beckedahl einfach die Kommentare schließen.
„Aber das ist keine Lösung. Ich weiß aber auch keine perfekte Lösung und daher seid Ihr gefragt: Was empfiehlt Ihr uns, wie wir unsere Kommentarkultur wieder in den Griff bekommen?“
Da kann ich auch kein Patentrezept liefern. Zumal ich ja nicht jeden Tag über netzpolitische Themen berichte und entsprechende Troll-Kommentare ernte. Bei den Fachthemen sieht das anders aus und man bekommt doch auch richtig gute Sachdebatten geboten – mit wenigen Ausnahmen.
Zur Vorbereitung meiner morgigen Schrift habe ich neben Christoph Kappes noch Andreas Köster von der Business Intelligence Group interviewt. Er hält übrigens das Problem der inszenierten Shitstorms für überbewertet.
An dieser Stelle noch der Hinweis, dass DJ-Kloschüssel auch beim Blogger Camp in Nürnberg dabei ist 🙂

