
In Bonn entscheidet sich die OB-Wahl nicht im Landesfunkhaus, nicht in den Parteizentralen, sondern auf der Straße – und in den Feeds. Sichtbarkeit ist alles. Das Team von Sohn@Sohn hat ein eigenes Prognosemodell entwickelt, das weniger auf klassische Umfragen setzt, sondern auf kontinuierliche Messung von öffentlicher Präsenz in lokalen Medien, Social-Media-Aktivitäten, Plakatierungen, Veranstaltungen und Resonanz in Bonn-spezifischen Kommunikationsräumen.
Die Methode beruht auf vier Indikatoren:
- Physische Sichtbarkeit: Plakate, Präsenz auf Stadtfesten, Bürgerversammlungen, Wochenmärkten.
- Digitale Reichweite: Bonner Reaktionen auf Beiträge in Social Media, Newsletter-Erwähnungen, Reichweite von Kurzvideos.
- Thematische Anschlussfähigkeit: Präsenz in Debatten zu Themen wie Nahverkehr, Haushaltskürzungen, Sicherheit.
- Gesichterfaktor: Wie oft wird die Person namentlich oder bildlich in lokalem Kontext erwähnt (Print, Lokal-TV, Insta-Posts aus Bonn).
Aus diesen Faktoren wird ein Sichtbarkeitsindex berechnet, den wir wöchentlich in Prozentwerten aufbereiten. Er ist keine Wahlumfrage, sondern eine Wahrscheinlichkeitsprojektion auf Sichtbarkeitsebene – ein Frühindikator für Stimmungslagen und Mobilisierungspotenzial.
Prognose zur OB-Wahl Bonn (KW 25 – Sichtbarkeitsindex nach Sohn@Sohn)
| Kandidat:in | Sichtbarkeitswert | Tendenz |
|---|---|---|
| Katja Dörner (Grüne) | 33 % | stagniert |
| Guido Déus (CDU) | 28 % | zunehmend |
| Jochen Reeh-Schall (SPD) | 18 % | leicht zunehmend |
| Petra Nöhring (FDP) | 6 % | unverändert |
| Dr. Michael Faber (Linke) | 5 % | leicht zunehmend |
| Johannes Schott (BBB) | 4 % | schwankend |
Stichwahlszenario (Stand heute): Dörner vs. Déus.
Reeh-Schall kann sich nur dann in diese Konstellation hineinschieben, wenn er überregional sichtbar wird – etwa durch ein starkes Medienthema oder eine Debatte zur sozialen Gerechtigkeit, die Bonn wirklich betrifft.