Eine neue Ära der Photovoltaik: Martin Hermenau und die Zukunft der organischen Solarzellen – Mitmachen beim #GreenMonday in Dresden

Wenn Martin Hermenau über organische Photovoltaik spricht, klingt es weniger wie ein Verkaufsgespräch und mehr wie eine Mission. Die Begeisterung des Dresdners, der Physik studiert hat und unter der Ägide von Professor Karl Leo an der TU Dresden seinen Weg in die Welt der erneuerbaren Energien fand, ist spürbar. Er spricht von einer Technologie, die nicht nur die Art und Weise verändern könnte, wie wir Solarenergie nutzen, sondern auch, wie wir darüber nachdenken. Und das zu Recht: Die leichten, flexiblen Solarfolien von Heliatek, deren Eigenschaften die Grenzen traditioneller Solartechnologie sprengen, sind das Produkt jahrelanger Forschung und Innovation – und ein Versprechen für eine grünere Zukunft.

Der Ursprung: Dresdens Rolle als Green-Tech-Pionier

Dresden, so Hermenau, ist mehr als nur der Standort von Heliatek. Es ist ein Knotenpunkt für Innovationen, ein Mekka für Green-Tech-Unternehmen und ein Zentrum für Technologie, das von der Zusammenarbeit zwischen Forschung und Wirtschaft lebt. Er nennt die Stadt „eine Brutstätte für Photovoltaik-Innovation“, geprägt durch eine enge Verbindung zwischen Universitäten, Fraunhofer-Instituten und Unternehmen. „Dresden hat eine einmalige Dichte an Know-how und Talenten“, sagt Hermenau. Diese Infrastruktur war entscheidend für die Entstehung von Heliatek, einer Ausgründung, die sich auf die Entwicklung und Produktion organischer Solarzellen spezialisiert hat.

Professor Karl Leo, eine Schlüsselfigur in Hermenaus Karriere, wird von ihm als charismatischer Wissenschaftler beschrieben, dessen Einfluss weit über die Universität hinausreicht. „Ohne ihn gäbe es Heliatek in dieser Form nicht“, betont Hermenau. Es ist diese Innovationskultur, die Dresden zu einem Vorreiter in der Solartechnologie gemacht hat – und die Heliatek zu einem Akteur mit globalem Anspruch.

Die Technologie: Leicht, flexibel, zukunftsweisend

Die organischen Solarfolien von Heliatek zeichnen sich durch eine Eigenschaft aus, die sie einzigartig macht: Sie sind extrem leicht und flexibel. Dies ermöglicht Anwendungen, die mit traditionellen, starren Silizium-Modulen unmöglich wären. „Unsere Folien können auf Dächern und Fassaden installiert werden, die die Last von konventionellen Modulen nicht tragen könnten“, erklärt Hermenau. Mit einem Gewicht von nur 2 Kilogramm pro Quadratmeter und einer Dicke von 1,8 Millimetern eröffnen die Heliatek-Module völlig neue Einsatzmöglichkeiten.

Diese Flexibilität ist nicht nur ein technisches Detail, sondern ein wesentlicher Vorteil. Hermenau berichtet von Projekten, bei denen konventionelle Solarmodule keine Option waren – sei es aufgrund der Statik oder der komplexen Oberflächenstrukturen. „Unsere Technologie ermöglicht es, Flächen zu nutzen, die bisher ungenutzt blieben“, sagt er. Ein Beispiel ist ein Projekt in Wien, bei dem die Heliatek-Folien auf einem Hallendach installiert wurden, dessen Statik keine schweren Module erlaubte.

Effizienz und Nachhaltigkeit

Die Effizienz der organischen Solarfolien liegt derzeit bei 8 bis 9 Prozent, was unter den Werten herkömmlicher Silizium-Module liegt. Doch Hermenau sieht das nicht als Nachteil. „Unsere Stärke liegt in der Vielseitigkeit und den geringeren Kosten pro Kilowattstunde über die Lebensdauer des Produkts“, erklärt er. Mit einer garantierten Lebensdauer von 20 Jahren und einem TÜV-zertifizierten CO₂-Fußabdruck von nur 14,52 Kilogramm pro Quadratmeter bietet Heliatek eine nachhaltige Alternative zur konventionellen Photovoltaik.

Ein weiterer Vorteil ist die geringe Sensibilität gegenüber hohen Temperaturen. Während die Leistung traditioneller Module bei steigenden Temperaturen sinkt, bleibt die Effizienz der Heliatek-Module konstant – ein entscheidender Vorteil in heißen Klimazonen.

Herausforderungen und der globale Wettbewerb

Doch trotz der technologischen Fortschritte steht Heliatek vor großen Herausforderungen, insbesondere im globalen Wettbewerb. „Die Konkurrenz aus China ist massiv“, gibt Hermenau zu. Doch Heliatek setzt auf Innovation und spezialisierte Nischenmärkte, um sich zu behaupten. „Wir können nicht mit den Produktionsvolumen chinesischer Hersteller konkurrieren, aber wir können Produkte anbieten, die einzigartig sind.“

Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg ist die Geschwindigkeit, mit der Heliatek neue Technologien entwickelt und umsetzt. „Innovation ist unser Motor“, sagt Hermenau. Dabei spielt auch die Zusammenarbeit mit Fraunhofer-Instituten und anderen Forschungseinrichtungen eine zentrale Rolle.

Der Trigema-Effekt: Made in Germany

Hermenau ist überzeugt, dass Solarzellen „Made in Germany“ erfolgreich sein können. „Wir haben unsere Fabrik in Dresden gebaut, um die kurzen Wege zwischen Entwicklung und Produktion zu nutzen“, erklärt er. Diese Nähe ermöglicht es Heliatek, schnell auf neue Entwicklungen zu reagieren und Produkte zu optimieren. Gleichzeitig betont Hermenau die Bedeutung von Nachhaltigkeit – nicht nur in der Produktion, sondern auch in der gesamten Lieferkette. „Wir setzen auf soziale und ökologische Standards, die weltweit Beachtung finden.“

Ausblick: Heliatek auf dem Green Monday

Am 25. November wird Martin Hermenau auf dem Green Monday in Dresden sprechen und die Vision von Heliatek vorstellen. Die Veranstaltung, die als Treffpunkt für Innovationen und nachhaltige Technologien gilt, bietet eine Plattform für den Austausch von Ideen und die Diskussion über die Zukunft der Energiewende. „Der Green Monday ist eine großartige Gelegenheit, unsere Technologie einem breiten Publikum zu präsentieren und neue Partnerschaften zu knüpfen“, sagt Hermenau.

Mit organischer Photovoltaik, die neue Maßstäbe in Effizienz, Nachhaltigkeit und Vielseitigkeit setzt, zeigt Heliatek, wie die Energiewende vorangetrieben werden kann – nicht durch bloße Nachahmung, sondern durch mutige Innovation. Dresden mag der Ausgangspunkt dieser Reise sein, doch die Vision reicht weit darüber hinaus.

Weitere Informationen zur Anmeldung und zum vollständigen Programm finden Sie unter: https://www.eventbrite.de/e/5-green-monday-von-barocker-pracht-zur-nachhaltigen-zukunft-tickets-1038877048217

Teilnahme via Zoom: https://us02web.zoom.us/meeting/register/tZcpfuuhqjwuHNW0omlPOgq60Th6IauaPgHg#/registration

Man hört, sieht und streamt sich in Dresden 🙂

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