
Die Bürokratie – ein dichter Dschungel, der auf den ersten Blick geordnet erscheint, aber bei näherer Betrachtung einen Blick in die Tiefen der kafkaesken Realität bietet. Es beginnt ganz harmlos: Ein einfacher Antrag auf Informationszugang, gestellt nach bestem Wissen und Gewissen. Doch der Staat antwortet – nicht etwa mit der erhofften Klarheit und Effizienz, sondern mit dem wohlbekannten, hochartifiziellen Formalismus, in dem sich die staatliche Bürokratie zu sonnen scheint.
#WodrücktderSchuh, fragen Sohn@Sohn. Und das zu Recht. Denn wo, wenn nicht im korrekten Deutschland, sollten einfache Verwaltungsakte fließend von der Hand gehen? Doch weit gefehlt: Der Versicherte, der Steuerpflichtige, der Bürger – er ist mehr als ein Kunde. Er ist doppelt und dreifach gefordert.
Die Antwort der Behörden liest sich wie eine Textschablone: Datenschutz, Betriebsgeheimnisse, Kosten. Alles wird in wohlgesetzten Absätzen und einer scheinbar grenzenlosen Höflichkeit verschleiert, die einen schaudern lässt. Man stelle sich vor, diese Briefe hätten ein Gesicht – sie würden vermutlich ein mildes, aber zugleich selbstgefälliges Lächeln zeigen, während der Bürger, längst erschöpft vom ständigen Kampf gegen Windmühlen, resigniert.
Natürlich, es ist nie ganz die Schuld des Einzelnen, sondern stets ein Mangel an „interner Kommunikation“ – ein System, das immer am Rande des Chaos zu operieren scheint, sich aber in seiner Behäbigkeit unantastbar gibt. Es sind die Fachämter, die jetzt Rücksprache halten, Informationen sammeln, prüfen, abwägen, bescheiden. Doch bis dahin vergeht Zeit – viel Zeit. Und wenn der Schuh tatsächlich drückt, bleibt nur die bittere Erkenntnis: Der Gang durch den bürokratischen Dschungel ist ein Abenteuer, auf das niemand freiwillig geht.
Und so fragt sich die Community: Warum klappt so vieles nicht? Ist es eine Art stille Verschwörung gegen den Bürger, ihn in einem Netz aus Regeln und Gebühren gefangen zu halten? Oder handelt es sich um ein System, das einfach in seiner trägen Selbstwahrnehmung verharrt und nicht merkt, wie der Schuh längst zu drücken beginnt?
Doch Sohn@Sohn fragen weiter. Mit jedem Fall, den sie aufdecken, kommt ein kleines Stück der verworrenen Realität ans Licht. Hier geht es nicht nur um Grundsteuerbescheide in Bonn – es geht um das Grundproblem: den Staat und seine oft lächerliche Unfähigkeit, einfach mal zu funktionieren. Willkommen in der modernen Bürokratie, wo die Macht nicht im Tun, sondern im Nichtstun liegt. Wer wissen will, wo der Schuh wirklich drückt, sollte Sohn@Sohn folgen.
Es wird eine lange Reise – und wir alle tragen die gleichen, unbequemen Schuhe.