
KI, Cybersecurity und hybride Arbeit sind im Mittelstand längst keine Zukunftsthemen mehr, sondern operative Baustellen – mit unmittelbaren Folgen für Infrastruktur, Prozesse und Wettbewerbsfähigkeit. Genau hier setzt die KOMI Zukunftswerkstatt am Donnerstag, 5. Februar, in Stuttgart an. Im begleitenden Smarter-Service-Talk skizziert Benjamin Springub (KOMI Group) das Ziel der Veranstaltung: Orientierung geben – aber so, dass es im Alltag funktioniert.
„Unsere DNA als KOMI Group liegt im Mittelstand. Wir wissen, was Mittelstand treibt und sprechen die gleiche Sprache“, sagt Springub. Impulse bedeuten für ihn nicht Leitbilder, sondern umsetzbare Handgriffe: „Impulse heißt: verstehen, was derzeit in IT und Digitalisierung passiert, vor allem bei Cybersecurity und KI, und daraus Orientierung für den Mittelstand ableiten.“ Dazu gehören ganz konkrete Fragen wie: „Wie setze ich Copilot ordentlich ein, wie unterstützt mich Copilot dabei, mit Agents zu agieren.“
KI trifft Maschinenraum: Infrastruktur wird wieder zum Thema
KI dürfe nicht als reines Software-Feature missverstanden werden. Der Druck gehe „bis in den Maschinenraum“ – also in Hardware, Server-Infrastrukturen und WLAN. Wer KI nur als Lizenz- oder Toolfrage diskutiert, investiere schnell am Engpass vorbei.
Managed Services als Kapazitätshebel
Beim Thema Managed IT argumentiert Springub nicht mit Kostensenkung, sondern mit der Realität vieler Betriebe: fehlende IT-Bandbreite und ein Markt, der sich rasant dreht. „Viele Mittelständler haben gar nicht die Kapazität – vom Know-how, vom Skill –, die Bandbreite zu bedienen, weil der Markt sich viel zu schnell bewegt“, sagt er. Der betriebliche Effekt: IT-Komplexität an Partner geben, die sie beherrschen – und im Unternehmen selbst wieder Fokus auf das Kerngeschäft gewinnen. „Mit dem richtigen Partner das in die richtigen Hände geben, um dann sich auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren.“
Zielgruppe für Managed IT sind Unternehmen zwischen 50 und rund 500 Mitarbeitenden – also genau jene Größenordnung, in der IT längst geschäftskritisch ist, Spezialteams aber oft fehlen. Springub beschreibt das mit einem Augenzwinkern: Häufig gebe es „jemanden, der IT mitmacht“.
Corona und Digitalpakt Schule als Turbo für Medientechnik
Den Schub bei Präsentations- und Medientechnik führt Springub auf zwei Katalysatoren zurück: Schule und Pandemie. „Corona, insbesondere im schulischen Bereich, hat für einen sehr großen Push gesorgt. Digitalpakt Schule hat hier sehr, sehr gut funktioniert. Jetzt wird das revitalisiert“, so Springub. In Unternehmen habe Corona den Druck erhöht, hybride Zusammenarbeit stabil zu organisieren – und damit den Besprechungsraum zum Produktivitätsfaktor gemacht.
Werkstatt statt Messe – plus Netzwerkbus
Die Zukunftswerkstatt setzt auf zwei gleichwertige Bühnen: ein ZukunftsForum für Strategie und Einordnung sowie eine LösungsWerkstatt für Praxis. Dort sind unter anderem Live-Hacking und konkrete Copilot-Anwendungen angekündigt – „anfassbarer“, wie Springub sagt: „Das eine ist, über Security zu sprechen, das andere ist: gib mir doch mal ein Beispiel, was passiert da.“
Ein besonderes Service-Detail: der KOMI-Netzwerkbus, der Teilnehmende aus der Region einsammelt – als rollender Auftakt fürs Netzwerken oder Arbeiten auf der Anreise. Bericht unter: https://www.smarter-service.com/2026/01/16/die-stunde-der-betriebsfaehigkeit-ausblick-auf-die-komi-zukunftswerkstatt-am-5-februar-in-stuttgart/