
Schein und Sein beim ökologischen Bewusstsein mache ich an verschiedenen Indikatoren fest. Etwa an der im freien Fall befindlichen Mehrwegquote in Deutschland, die vor 30 Jahren mal bei 70 bis 80 Prozent lag und nun auf unter 50 Prozent gefallen ist, so dass Mehrweggebinde wirtschaftlich gar nicht mehr abgefüllt werden können. Der gestiegene Pro-Kopf-Verbrauch an Einwegverpackungen zählt dazu und die Vermüllung der Städte, der Autobahn-Raststätten, der Bahnhöfe, der Gleisanlagen und vieles mehr. Es stinkt zum Himmel im wahrsten Sinne des Wortes: „Immer mehr wilder Müll in den Städten“, so die Headline der FAZ am 12. März:
„In vielen deutschen Städten landet mehr Müll auf der Straße als früher. Das kann das kleine Kaugummipapier sein, das im Gehen achtlos auf den Bürgersteig geworfen wird, häufig als ‚Litter‘ bezeichnet. Oder es können ganze Müllsäcke, Kühlschränke, Elektrogeräte sein, die irgendwo abgelegt werden, heimlich und nachts. Die stehen dann dort, bis sich jemand beschwert und die Stadt den sogenannten wilden Sperrmüll abholt und ordnungsgemäß entsorgt.“
Wird das nicht beseitigt, steigen die Mengen weiter an. So etwas spricht sich herum. Das ist auch in der ach so bildungsbürgerlichen Stadt Bonn vermehrt zu beobachten. Etwas das Foto oben am Rad- und Gehweg, der direkt an der Bahnstrecke entlang führt. Das ist nur ein Foto von vielen wilden Müllplätzen, die sich dort gebildet haben. Obiges Foto habe ich in Friesdorf gemacht. Die Nummer an der Gleisanlage ist eine kleine Orientierung.
Auch in Duisdorf, an den Containern für Altpapier und Altglas sowie bei den Containern für Altkleider passiert Ähnliches.
Letztlich ist das ja unser erweitertes Wohnzimmer. Wir vermüllen ja auch nicht die eigene Wohnung mit so einem Dreck.
Nach meiner Beobachtung nimmt diese Littering-Problematik zu.

