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Europas Sicherheit hängt am All: Vom GPS-Spoofing bis zur Privatisierung des Kosmos #Notizzettel

Wie ernst ist es Europa mit dem „neuen Raumfahrtzeitalter“?
Wie eng sind Sicherheit, Souveränität und Weltraum verknüpft?
Und: Wer kontrolliert in Zukunft den Orbit – Staaten oder private Akteure wie Musk, Bezos & Co.?


Rückblick auf den BDI-Weltraumkongress

Das war fast schon ein sicherheitspolitisches Manifest:
Europa will Space Superiority, ähnlich wie einst Air Superiority.
Aber die Frage ist: Reichen Strategie und Geld – oder fehlt uns die Umsetzungskraft?


Europas strategische Lücke

Josef Aschbacher spricht von einer drohenden „Space Dependency“.
Wir hängen bei Navigation, Kommunikation, Wetterdaten – und zunehmend bei Verteidigung – am Tropf der USA.

Und gleichzeitig erleben wir einen Wettlauf zwischen staatlichen Akteuren und privaten Playern – SpaceX, Starlink, Amazon Kuiper.

Sicherheitspolitik im Orbit (ca. 10 Min.)

Pistorius hat den Ton verändert – von „Science“ zu „Security“.
35 Mrd. € bis 2030, offensive Abschreckung, Integration in NATO-Strukturen.
Das klingt nach einer Militarisierung des Alls.

Und das zeigt: Der Weltraum ist längst ein Kriegsraum – nicht nur ein Forschungsraum.
Aber: Wie definiert man „Abschreckung im All“?
Satellitenabwehr? Cyber-Defence? Weltraum-Situational Awareness?

Hans Esselborn, Germanist aus Köln, hat das wunderbar beschrieben:
Literatur entwirft keine exakten Prognosen, sondern Szenarien – Denkexperimente, die uns auf Handlungsoptionen vorbereiten.
Sein Beispiel: Kurd Laßwitz’ Roman über eine Weltraumstation inspirierte später Wernher von Braun.
Science-Fiction kann also Zukunft vorwegnehmen – aber nicht vorhersagen.

Und Esselborn warnt auch vor der Privatisierung des Alls – Musk, Bezos und Co.
Er spricht von künftigen Piratenkriegen im Weltraum.
Das klingt nach Orwell und Asimov zugleich – aber auch nach einer Mahnung an Politik und Gesellschaft.

Literatur als Frühwarnsystem für technologische Machtverschiebungen.

Warum Science-Fiction heute wieder Leitdisziplin für Strategen werden sollte.

Privatisierung & Governance des Weltraums – braucht es eine Weltraum-UNO?

Wir brauchen Geschwindigkeit, Geld und Geschichten, die inspirieren.

Die industrielle Renaissance im All wird kein Selbstläufer. Sie ist schon längst eine Luftbuchung.

Unser Cassandra-Projekt konnte sich leider nicht durchsetzen:


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