
„Billiger Strom aus Atom und Kohle.“ Das wird einem ja ständig an den Kopf geballert. Widerspricht man diesen Milchmädchen-Rechnungen, steigt bei den Atom-Freunden direkt das Erregungslevel. Ausgangspunkt ist diesmal folgendes Posting auf Twitter-X:
Frank Braun kontert dann sogleich mit den bereits vorhandenen Atomkraftwerken, bei denen diese Investitionen schon getätigt wurden. Aber denn ist niemals von den Atomfreunden eine Vollkosten-Rechnung erstellt worden, wo auch die abgewälzten Kosten eingeflossen sind und die vom Staat übernommen Kosten.
Daher speziell für den lieben Frank noch einmal eine Kostenrechnung:
Allein für die Zeit von 1970 bis 2008 ergibt sich eine Summe von rund 165 Milliarden Euro, die als Staatsknete von den Atomfreunden kassiert wurde. Dann kommen noch die Kosten für den Rückbau der Atomkraftwerke dazu – etwa 42 Milliarden Euro. Alles sehr konservativ geschätzt. Zusammen ergibt das Subventionen von über 200 Milliarden Euro. Aber damit sind wir nicht ganz fertig mit der Vollkosten-Rechnung, ihr lieben Apologeten der oligopolistischen Atom-Konzernwelt. Es folgen Rückbaukosten, die mit 34 Milliarden Euro beziffert werden. Dann fehlen die Kosten für die Endlagerung für den hochradioaktiven Abfall, für den es bislang kein Endlager gibt. Und, und, und.
In der Kürze der Zeit sind das erst einmal einige Punkte, die man auch ohne betriebswirtschaftliche Kenntnisse schnell zusammenrechnen kann. Alle von mir genannten Posten müssten wohl nach oben revidiert werden. In meiner Innovationskolumne werde ich das mal in aller Ausführlichkeit tun und untermauern, was ich in einem Debattenmagazin vor langer Zeit geschrieben habe: FORTSCHRITT DURCH AUSSTIEG – Innovationsbremse Atomstrom: Zentralistisch, großindustriell, subventionsbelastet, wettbewerbsfrei – die Atomindustrie ist ein Fossil.

