Man könnte auch vom Ende des Boris Johnson sprechen im Sinne des Autors Geoff Dyer, der gerade ein Buch mit dem Titel: „The Last Days of Roger Federer“ herausgebracht hat. Es ist ja so schwierig, würdevoll abzutreten. Da Würde beim Premier BJ nie im Spiel war, konnte es also nur ein schmutziger Abgang werden. Und ich war mittendrin. Eigentlich wollte ich den Tag gemütlich in Oxford verbringen, so eine Art Liegestuhl-Session mit Lektüre und gutem Essen. Aber mir war klar, dass es zum Rücktritt des Skandal-Regierungschefs in GB kommen würde. Zugticket gebucht von Oxford nach Paddington und direkt mit der U-Bahn weiter zur Downing Street 10.
Mit dem Presseausweis versuchte ich noch, direkt vor die berühmte Tür zu kommen. Die erste Polizeikontrolle konnte ich noch überzeugen, bei der zweiten Kontrollstelle wurde dann nach der Akkreditierung gefragt, die ich natürlich nicht hatte. Also unter das Fußvolk gemischt und genau da gelandet, wo dann richtig war los war mit Gegnern von Boris Johnson. Was für ein Tag.
Das Warten auf den Rücktritt:
Boris kommt raus und das Buhrufen beginnt:

