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Abkehr von China wegen gestiegener Frachtkosten? Antworten bei #LogistikDirekt um 13 Uhr @bgl_logistik @ProvadisSchool @ProfHolm Was plant die Politik bei Lieferketten? @EskenSaskia @Wissing @KfW_Research @ABaerbock


Wegen anhaltender Nachschubprobleme beabsichtigen angeblich im zweiten Pandemiejahr immer mehr Unternehmen, China den Rücken zu kehren. Das berichtet ntv. „Astronomische Frachtraten“ würden die Waren aus den dortigen Produktionsstätten zu teuer machen, sagt Logistikexperte Alexander Nowroth von der Lebenswerk Consulting Group im ntv-Interview.

„Die Frachtraten haben eine astronomische Höhe erreicht. Aktuell liegen die Preise bei 16.000 Dollar je 40-Fuß-Container. Derselbe Container kostete vor etwas weniger als 18 Monaten um die 2000 Dollar. Das sind Preise, die Reedereien sich nie zu erträumen gewagt haben. Das ist gut für diese Branche. Aber als Unternehmer und Importeur muss man sich das erstmal leisten können.“

Im kommenden Jahr werden die Containerraten nach Ansicht von Nowroth auf jeden Fall auf einem sehr hohen Niveau bleiben.

„Drei Gründe sprechen dafür: Wegen der Suez-Kanal-Blockade der Ever Given sowie coronabedingten Hafenschließungen in China herrschen erstens immer noch gewaltige Engpässe. Infolge der weltweiten Einschränkungen für Konsumenten ist zweitens die Nachfrage für Transport nach wie vor hoch. Der dritte Grund, der für anhaltend hohe Frachtraten spricht, ist, dass die Reedereien ihr Preismodell aus der Vor-Corona-Zeit auf den Kopf gestellt haben. Aus Angst vor kollabierenden Preisen, von denen sie in absehbarer Zeit fest ausgehen müssen – nämlich dann, wenn die Coronakrise vorbei ist -, locken sie Kunden in vergleichsweise günstige, langfristige Verträge. Sie binden Kunden für die kommenden Jahren an sich und bestimmen damit bis zu einem gewissen Grad auch die Preise in der Zukunft.“

Für manche Unternehmen rechne es sich wieder, die Produktion zurück nach Europa zu holen – auch aus einem anderen Grund. „So günstig wie möglich, egal wo produzieren und es dann importieren, das wird bald überholt sein“, so Nowroth.

Ist das wirklich so?

Die Rückverlagerung der Produktion oder gar die Re-Industrialisierung von Deutschland und Europa ist wohl eher eine Illusion. Dazu Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW:

https://ichsagmal.com/wp-content/uploads/2021/12/Lieferketten-nationalisieren-.mp4

Wie werden die Strategien westlicher Unternehmen ausschauen:

Professor Hermann Simon geht von höheren Direktinvestitionen in China und anderen Ländern aus:

https://ichsagmal.com/wp-content/uploads/2021/12/Direktinvestitionen-Robustheit-1-1.mp4

Wir werden das und andere aktuelle Logistik-Themen heute im neuen Live-Format #LogistikDirekt diskutieren mit Professor Dirk Engelhardt (Vorstandssprecher Bundesverband Güterkraftverkehr
Logistik und Entsorgung BGL) und Professor Peter Holm (Prodekan im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Provadis Hochschule in Frankfurt). Am Nikolaustag, um 13 Uhr.


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