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Studie zeigt: HR erkennt Relevanz von KI, Umsetzung läuft sehr langsam an #ZPNord

Die Relevanz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Personalmanagement ist ein Thema, das zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die Umsetzung von KI verläuft jedoch eher zögerlich. Dies kann auf verschiedene Faktoren zurückgeführt werden, darunter mangelnde KI-Kompetenzen und Akzeptanz bei den Mitarbeitenden sowie fehlende Regelungen in den Organisationen.

Die Ergebnisse einer Praxisstudie zeigen, dass HR-Bereiche, die sich mit Lernen, Personal- und Organisationsentwicklung beschäftigen, die Relevanz von KI erkannt haben, aber die Implementierung noch in den Anfängen steckt.

Die Studie verdeutlicht auch die Heterogenität der Antworten, die auf unterschiedliche KI-Readiness in den Organisationen hinweist. Innovativere Anwendergruppen sind weiter fortgeschritten als zurückhaltendere. „Zudem zeigt sich, dass die Relevanz von KI nicht in allen Unternehmen gleich hoch ist. Die primären Umsetzungsbarrieren sind fehlende Kompetenzen und Regulierungen sowie nicht abschätzbare Risiken“, erläutert Sven Semet im Messe-TV-Gespräch auf der Zukunft Personal Nord in Hamburg.

Unternehmen haben begonnen, sich mit den Einsatzmöglichkeiten und Auswirkungen von KI auseinanderzusetzen, stehen jedoch noch am Anfang. Kostensenkungspotenziale, Produktivitätssteigerungen und die Entlastung von administrativen Tätigkeiten werden als Gründe für den Einsatz von KI genannt. Die Studie liefert detaillierte Informationen zu verschiedenen Aspekten und zeigt, dass HR-Strategien angepasst werden, die Entwicklungen aber nicht als disruptiv eingeschätzt werden.

Effizienz- und Produktivitätsziele dominieren derzeit die Ziele des KI-Einsatzes, während Ziele wie die Förderung der Anpassungsfähigkeit der Organisation weniger im Fokus stehen. Die Studie hebt auch wichtige Ressourcen für eine effektive Einführung und Nutzung von KI hervor, die in der Unternehmenspraxis genutzt werden können, um die Diskussion über die eigene KI-Readiness zu lenken. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Ressourcen in Zukunft entwickeln werden.

Semet skizziert, dass KI nicht nur als Tool, sondern als integraler Bestandteil der HR-Strategie verstanden werden sollte, der tiefgreifende Auswirkungen auf die Arbeitsweise und Unternehmenskultur hat.

Für die Zukunft sieht Semet eine HR-Landschaft, die durch KI erheblich geprägt wird. Die Notwendigkeit, Fähigkeiten zu entwickeln und ethische Überlegungen anzustellen, ist entscheidend für die erfolgreiche Integration von KI in HR-Prozesse. Während der Implementierung dieser Technologien müssen Unternehmen eine Balance finden zwischen der Maximierung ihrer Vorteile und dem Umgang mit den Risiken und der ethischen Komplexität, die KI mit sich bringt.

In seinen abschließenden Worten hebt Semet die Bedeutung von KI als Katalysator für Veränderung hervor. Er plädiert für eine verstärkte Aufklärung und Schulung in KI, um sicherzustellen, dass HR-Professionals nicht nur auf dem neuesten Stand der Technik sind, sondern auch die Führung in einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt übernehmen können. Der Weg zu einer durch KI bereicherten HR-Welt ist komplex und fordert von den HR-Fachleuten, sowohl strategische als auch technologische Kompetenzen zu schärfen, so das Resümee von Semet.

Infos zum ZP Think Tank Learning & Development.

Ob das der richtige Weg ist? Weniger Fachwissen, mehr Pädagogik. Beides vonnöten.

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