
Die Zukunft Personal Europe war auch in diesem Jahr ein Resonanzraum für neue Ideen, wie Arbeit gestaltet wird. Im Messe-TV-Studio, gleich neben der Keynote Stage, sprach Armin Weber, Geschäftsführer von ValueNet Events, über ein Thema, das bislang unterschätzt wird und doch entscheidend für Motivation und Kultur ist: Firmen-Events.
Weber denkt das Feld radikal neu. Er bringt die Logik der Plattformökonomie in eine Domäne, die bislang mühsam in Eigenregie oder von klassischen Agenturen abgewickelt wurde. Wer jemals für eine Weihnachtsfeier, ein Sommerfest oder gar eine Saleskonferenz verantwortlich war, kennt die Last: zahllose Dienstleister koordinieren, Angebote vergleichen, Technik und Catering abstimmen, im Zweifel noch mit dem Walkie-Talkie im Veranstaltungschaos herumlaufen. Weber lächelt, wenn er davon erzählt, und kontert mit einem einfachen Versprechen: Wir nehmen das vom Tisch.
Die Idee dahinter ist ebenso bestechend wie überfällig. Eine digitale Plattform, die das Buchen und Orchestrieren von Events so einfach macht wie eine Pauschalreise. Alles ist konfigurierbar, alles wird transparent kalkuliert, alles kommt aus einer Hand. Der Kunde entscheidet über Inhalte, ValueNet übernimmt den Rest.
Natürlich geht es auch um Ökonomie: Durch die Bündelung von über 1.800 geprüften Partnern lassen sich 20 bis 30 Prozent des Budgets sparen, der organisatorische Aufwand sinkt um bis zu 70 Prozent. Doch der Kern ist weit mehr als Kostenkontrolle. Events sind heute ein strategisches Instrument der Personalentwicklung. Sie schaffen Gemeinschaft, transportieren Kultur, emotionalisieren Belegschaften, die im Alltag über das ganze Land verstreut arbeiten. In Zeiten von Remote Work wird das Event zum seltenen Moment der physischen Nähe – und genau deshalb so kostbar.
Weber weiß, dass seine Lösung nicht nur für Mittelständler gedacht ist. Auch Konzerne, die über eigene Eventabteilungen verfügen, stoßen auf Grenzen, wenn Abteilungen eigenständig Tagungen oder Gesundheitstage ausrichten wollen. Dort greift die Plattform ebenso – und kann sogar als White-Label-Modell Agenturen selbst entlasten.
Das Gespräch im Messe-TV-Studio machte klar: Events sind kein nettes Beiwerk mehr, sondern Teil einer ernstzunehmenden HR-Strategie. Wer Belegschaften motivieren, Wissen vermitteln und Gemeinschaft stiften will, braucht Formate, die professionell umgesetzt werden. Armin Weber formulierte es so: Fokus auf Kultur, Fokus auf Menschen – die Organisation liefern wir.
