
Holger Tangermann und Marco Bröse stehen nicht nur als Vertreter technologischer Innovationen, sondern als Vordenker einer neuen Ära der Arbeitswelt. Ihr Gespräch dreht sich um die Integration von künstlicher Intelligenz in HR-Prozesse — ein Thema, dessen Tragweite noch nicht vollständig erfasst ist.
Was wie eine technische Präsentation beginnt, entpuppt sich schnell als tiefgreifende Analyse gesellschaftlicher Entwicklungen. Tangermann und Bröse zeichnen ein Bild, in dem künstliche Intelligenz als Chance begriffen wird. Sie sprechen von der Automatisierung von bis zu 70 Prozent der HR-Aufgaben—eine Zahl, die gleichermaßen beeindruckt und beunruhigt. Doch der Fokus liegt auf den daraus resultierenden Möglichkeiten.
Der Mensch soll nicht ersetzt, sondern entlastet werden. Die frei werdenden Kapazitäten könnten für strategische Aufgaben genutzt werden, die bislang im Tagesgeschäft untergingen. Es geht um Talententwicklung, kulturellen Wandel und die Positionierung der HR als strategischer Partner auf Vorstandsebene. Hier zeigt sich eine Vision, die Technologie und Humanität als komplementäre Kräfte begreift.
Das Gespräch findet im offenen Ambiente des MediaParks statt, dessen moderne Architektur den Geist von Transparenz und Fortschritt atmet. Dieses Setting unterstreicht die Botschaft: Nur in einer offenen, adaptiven Umgebung können solche tiefgreifenden Veränderungen gelingen. Der MediaPark wird so zum Sinnbild des notwendigen Wandels in Unternehmen.
Ihre Argumentation ist nüchtern, aber entschlossen. Ohne Euphorie oder Technikverliebtheit präsentieren sie konkrete Beispiele, wie KI heute bereits Prozesse verbessert—durch Chatbots im Onboarding oder intelligente Systeme, die interne Talente identifizieren. Dabei bleibt der Mensch stets im Mittelpunkt. Es geht um Effizienz, aber vor allem um eine neue Qualität der Arbeit.
Die Integration von KI ist kein Selbstzweck. Sie dient dazu, den Herausforderungen einer sich rasant verändernden Arbeitswelt zu begegnen. HR-Abteilungen stehen an einem Scheideweg: Entweder sie verharren in traditionellen Rollen, oder sie nutzen die Chancen, um sich neu zu erfinden. Dieses Interview ist ein Weckruf an alle, die noch zögern.
Am Ende bleibt der Eindruck, dass hier nicht nur über Technologie gesprochen wurde, sondern über eine Vision für die Zukunft der Arbeit. Eine Zukunft, in der Mensch und Maschine in einer neuen Form der Symbiose zusammenarbeiten. Tangermann und Bröse liefern keine einfachen Antworten, doch sie stellen die richtigen Fragen. Darin liegt die Stärke dieses Gesprächs.
Zur Studie, die auf der Zukunft Personal präsentiert wurde:

