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Airbus: Sicherheit lässt sich nicht mehr getrennt organisieren

Auf der AFCEA-Fachausstellung in Bonn spricht Andreas Reinecke von Airbus über das Projekt eines gesamtstaatlichen Sicherheitsökosystems. Ausgangspunkt ist eine Sicherheitslage, die komplexer, dynamischer und vernetzter geworden ist. Besonders im Cyberraum verschwimmen die klassischen Grenzen: Was ist noch militärisch, was ist zivil? Was gehört zur inneren Sicherheit, was zur äußeren Sicherheit?

Reinecke verweist auf das föderale System Deutschlands mit fragmentierten Entscheidungsstrukturen und verteilten Kompetenzen. Gerade in hybriden Bedrohungslagen reichen isolierte Lösungen einzelner Organisationen nicht mehr aus. Militär, innere Sicherheit, Zivilschutz, Verwaltung, Kommunen, Industrie und weitere Akteure müssen besser orchestriert zusammenwirken.

Auch der Zeithorizont bis 2029 wird im Gespräch als Herausforderung beschrieben. Ob alles vollständig erreichbar sei, lässt Reinecke offen. Klar ist für ihn aber: Die äußeren Umstände diktieren das Tempo, und Airbus will seinen Beitrag leisten. Entscheidend sei, dass die relevanten Akteure überhaupt an einen Tisch kommen und ihre Perspektiven koordinieren.

Das Gespräch zeigt, weshalb das Sicherheitsökosystem 2030 kein abstrakter Strategiebegriff bleiben darf. Hybride Bedrohungen lassen sich nicht in alten Zuständigkeiten einhegen. Wer Sicherheit heute wirksam organisieren will, muss Cyberraum, Verteidigung, Polizei, Zivilschutz, Industrie und föderale Strukturen zusammendenken.

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