Heute ist Vermummungstag, Herr Axel E. Fischer

Ein „Vermummungsverbot im Internet“ müsse her, forderte der Herr Axel E. Fischer. Immerhin ist dieser Mann auch Vorsitzender der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft des Bundestages. Da muss man wohl Strammstehen, wenn er so etwas sagt. Mit dem neuen Personalausweis besitze man eine „ideale Möglichkeit, sich im Internet zu identifizieren“, fabuliert der CDU-Bursche.

Was er sonst noch für Verbote fordern könnte, ist hier aufgelistet.

Meine Favoriten:

Axel E. Fischer, CDU, fordert Wärmeschutzverglasung für Windows.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Drogenspürhunde für Datenpakete.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Sicherheitsabstand auf Datenautobahnen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Pflaster für Schnittstellen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Fluchtwege in Chaträumen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Helmpflicht für Internetsurfer.
Axel E. Fischer, CDU, fordert dass Datenmüll getrennt wird (aber nur, wenn er den Grünen Punkt trägt! gs)
Axel E. Fischer, CDU, fordert Rundfunkräte für Youtube.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Handwerksordnung für WoW-Gilden.

Und dann, lieber Herr Fischer, hätte ich noch ein persönliches Anliegen, das von der politischen Klasse in Berlin bislang nicht ernst genommen wurde. Ich fordere Sie auf, sich endlich für ein Verbot der Topfschläger einzusetzen. Alle anderen Verbote sollten sich diesem ethisch und moralisch wichtigen Ziel unterordnen – außer vielleicht die Datenmüll-Trennpflicht, denn schließlich müssen wir ja auch an den Klimaschutz denken. Also zuerst die Trennpflicht und dann die Topfschläger.

Siehe auch meine Topfschläger-Petition (da war Schäuble noch Innenminister und hat in dieser Frage kläglich versagt. Die Nachwirkungen konnten wir auf der Offer-Pressekonferenz erleben – wahrscheinlich ist der Finanzminister Opfer eines Topfschlägers geworden!).

Neue Online-Petition starten: Schäuble, verbieten Sie das Topfschläger-Unwesen

Der Journalist und Blogger Jens Schröder, besser bekannt als „Popkulturjunkie“, befürchtet, dass sich “die Politiker” in Berlin gerade von einer ganzen Generation von heranwachsenden und jungen Erwachsenen entfernt, weil sie einfach nicht mehr kapieren, wie moderne Technik funktioniert und was Jugendliche in ihrer Freizeit tun. „Was wird als nächstes verboten? Autorennspiele, weil sie Unfälle im echten Leben wahrscheinlicher machen? Die Wii-Fernbedienung, weil man damit auch Ego-Shooter spielen kann und dabei auf Menschen im Fernseher zielt? Platzpatronen für Cowboy-Pistolen, weil Fünfjährige beim Fasching nicht an Waffen gewöhnt werden sollen“, fragt sich Schröder.

Nun, wir sollten der Berliner Politik trotzdem hilfreich zur Seite stehen und auf weitere bedrohliche Gefahren und unabdingbare Verbote hinweisen. Vor ein paar Tagen rief ich auf Twitter dazu auf, sinnvolle Vorschläge zu machen: Was könnte man neben #Paintball noch verbieten? Wasserbomben, Knallerbsen, Zwille, Pusterohr, Sandburgen zerstören, Schiffe versenken, Kriegsbrettspiele wie Stratego, Risiko, Mühle, Dame, Schach, Topfschlagen, Schokoküsse zerquetschen, Flaschendrehen, Knallbonbons, Schattenboxen, gedopte Biathleten, Rasensprenger

butterplanet@gsohn topfschlagen muss verboten werden. sonst plädiert jeder geschirrmörder auf topfschlag!

Nassovius@gsohn Zeittotschlagen, Kurvenschneiden und diese militanten Leichtathletik-Wurfdisziplinen. Lotto darf aber ohne Gewä/ehr bleiben.

HumphreyBlogart@gsohn Autos gehören außerdem verboten! Damit wurde vor kurzem ja auch ein Attentat verübt in NL.

butterplanet@gsohn hast du auch den film „der topfmacher“ mit goetz george gesehen? http://tr.im/kLN0Nassovius@gsohn Völkerball (Abwerfen!!!), Rhythmische Sportgymnastik (Keulen!) und Spargelstechen

Wir sollten deshalb dringend eine Online-Petition „Stoppt Topfschläger“ starten, um unser Anliegen dem Bundestag vorzutragen.