Veranstaltungstipp: „Wanderer zwischen den Welten“ – Leben und Werk von Professor Herbert W. Franke

Die Ausstellung „Wanderer zwischen den Welten“ des Zentrums für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe beschäftigt sich erstmalig mit Leben und Werk des Computerpioniers, Höhlenforschers, Entdeckers der Mars-Höhlen, Science Fiction-Autors, Philosophen, Physikers, Kakteenforschers und Computerkünstlers Professor Herbert W. Franke. Gestern gab es für die Presse eine exklusive Präsentation, an der ich teilgenommen habe. Professor Franke war auch anwesend. Bis zum 9. Januar 2011 kann man sich die sehenswerte Präsentation anschauen. Professor Franke wird in Karlsruhe noch drei Vorträge halten. Auf nach Karlsruhe, lohnt sich!

Hier schon mal einige kleine Info-Häppchen. Später folgt ein längerer Artikel auf NeueNachricht.

Hier die komplette Audioaufzeichnung der Pressekonferenz.

Professor Herbert W. Franke über Lernautomaten und die Visualisierung von Wissen

Professor Herbert Werner Franke ( geb. 14. Mai 1927 in Wien) ist ein österreichischer Wissenschaftler und Schriftsteller. Er gilt als einer der bedeutendsten lebenden deutschsprachigen Science-Fiction-Autoren. Er ist außerdem aktiv im Bereich der Zukunftsforschung, der Höhlenforschung sowie der Computergrafik und Computerkunst.

Vor meiner Abreise nach Ligurien hatte ich die Möglichkeit, ein längeres Interview mit ihm über die Kommunikation von morgen und übermorgen zu führen.

Ein Betätigungsfeld größter Bedeutung ist nach Ansicht von Professor Franke die Frage der Vermittlung von Daten. Das ererbte Verständigungssystem ist die Sprache, derer wir uns heute meist in Form von Schrift bedienen: Die im Gehirn auftretenden Vorstellungen werden durch Laute codiert, die dann als Buchstaben über das Auge aufgenommen werden, um im Gehirn wieder in die Lautsprache zurückübersetzt werden. Und dann erst folgt die Transformation in eine bildliche Vorstellungswelt. Das sei nicht die beste Art, etwas mitzuteilen, so Franke. Der Gesichtssinn könne sehr viel mehr Informationen pro Zeiteinheit aufnehmen als das an zweiter Stelle stehende Gehör, und dazu komme die Fähigkeit, zwei-, in gewissem Maß sogar dreidimensionale Entitäten wahrzunehmen. Zwei- oder dreidimensionale Zusammenhänge lassen sich mit Bildern besser ausdrücken als mit Worten. So könnte man in Schulen in den ersten Jahren völlig ohne Formeln auskommen. Eine Visualisierung der Mathematik würde sehr viel bessere Lernergebnisse zur Folge haben. Jeder Schüler sollte mit Lernautomaten ausgestattet werden, um mit modernen Visualisierungsmethoden Wissen vermittelt zu bekommen. Die Automaten würden die individuellen Lernfortschritte sehr viel besser dokumentieren. Lehrer könnten das nur bedingt. Die Kreidezeit in Bildungsinstitutionen, wie es der IBM-Cheftechnologe Gunter Dueck ausdrückte, sollte so schnell wie möglich der Vergangenheit angehören.

Ich konnte das Interview noch nicht auswerten. Aber hier schon einmmal für Interessierte die komplette Audioaufzeichnung. Berichte zu dieser Thematik folgen in den nächsten Wochen: