Techniktest und Raucher-Exkurs: Die Empfehlungen von Richard Gutjahr

Ich habe heute mal das von Gutjahr empfohlene Technikzubehör für das iPhone 4 ausprobiert. Externes Mikro und Stativ.

Erster Eindruck: bin begeistert. Als Zusatz setze ich OWLE ein – interessant ist hier vor allen Dingen die Möglichkeit, Wechselobjektive zu verwenden.

Das gesamte Zubehör nimmt nicht sehr viel Platz weg und passt in jede Tasche.

Alles weitere hat Richard Gutjahr per Video und Blogpost ausgeführt.

In dem Testfilmchen habe ich noch ein paar Bemerkungen zu meiner heutigen The European-Kolumne gemacht. Thema: VOM KREUZZUG GEGEN RAUCHER – Fiskalisch geschröpft und moralisch geächtet.

In dieser Woche bin ich am Mittwoch und Donnerstag auf der Informare in Berlin (die Veranstaltung startet allerdings schon morgen, da muss ich allerdings noch einiges in Bonn in erledigen). Thema meines Kurzvortrages geht über Kopisten, Imitatoren und Kombinierer. Ich bin am letzten Konferenztag an der Reihe.

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer sind die wahren Datenkraken im Land? Wer Call Center-Spam zulässt, sollte über Facebook schweigen

In den vergangenen Wochen und Monaten hat sich das Internet-Bashing zum medialen und politischen Volkssport in Deutschland entwickelt. Jeder, der auch nur das Wort Internet buchstabieren kann, wie die Starker-Staat-Sicherheit-ist-wichtig-Ministerin Aigner, sondert fast täglich irgendwelche Weltuntergangsthesen ab. Wenn man schon selbst nicht in der Lage ist, Großtaten im Web zu vollbringen, muss man wenigstens die amerikanischen Schwergewichte an den Pranger stellen. Dem Blogger Richard Gutjahr ist jetzt der Kragen geplatzt. Er findet das Spektakel gegen Facebook oder Google schlichtweg zum kotzen. Ich kann das nur unterschreiben.

So habe der SPIEGEL Ende des vergangenen Jahres wohl auf seine konstant sinkenden Auflagenzahlen geblickt und sich gedacht: „Panic sells, lasst uns doch mal wieder etwas Angst verbreiten!“ Und könne man am besten Panik schüren? „Richtig, auf einem Gebiet, auf dem man dem leicht angegrauten Bildungsbürgertum so ziemlich alles erzählen kann: dem Computer. Und so heißt es diese Woche auf der Titelseite folgerichtig: ‚Facebook & Co: Die Unersättlichen – Milliarden-Geschäfte mit privaten Daten'“, schreibt Gutjahr. Noch während er die Vorankündigung des Spiegel-Verlages las, hatte er das Gefühl, den Artikel schon zu kennen. „SPIEGEL Heft Nummer 2, auf die Woche genau vor einem Jahr, mit der Titelgeschichte: ‚Google – Der Konzern, der mehr über Sie weiß als Sie selbst‘. Ein Aufmacher, der sich am Zeitungskiosk prima verkauft hatte. Warum also nicht nochmal das Ganze, mag man sich in Hamburg gedacht haben. Und damit uns keiner eine Kampagne unterstellen kann, lasst uns diesmal lieber ‚Facebook‘ in den Titel nehmen“, kommentiert Gutjahr.

In einer nicht enden wollenden Aneinanderreihung von Online-Services, die Daten sammeln, versuche der Artikel seine These zu untermauern, dass das Internet ein Ort der Anarchie sei („Paradies für Datensammler“, “Datenkraken”, “Datenschürfern”). Ein rechtsfreier Raum? Papperlapapp: das reinste Sodom und Gomorrha! Einen Beweis für einen flächendeckenden Missbrauch dieser Daten bleibe der gesamte Riemen allerdings schuldig. “Echte Schurkereien mögen bis- lang nur vereinzelt vorkommen; zermürbend wirkt aber vor allem der Normalfall.” Ah ja, würde Loriot jetzt vermutlich sagen.

„Dabei sind es gerade die Zeitungen und Zeitschriften-Verlage, die hierzulande spitz auf unsere Daten sind, wie kaum eine andere Branche. Die Unterwanderung des Datenschutzes hat hier System. Zu Hunderten bevölkern die meist auf Provision bezahlten Verlagssöldner deutsche Fußgängerzonen und Bahnhöfe, wedeln mit Gratis-Zeitungen, mit dem einen Ziel: unsere Unterschrift. Mit der können die Verlage nämlich so gut wie alles anstellen“, kritisiert Gutjahr. Aber nicht nur das. Neben den Staatslotterien zählen die Printverlage zu den wichtigsten Auftraggebern für externe Call Center-Dienstleister, die im Fließbandsystem den Menschen telefonisch Abos andrehen wollen. Günter Wallraff hat das eindrucksvoll dokumentiert. Lotterielose, Printabos und Wasserspender sind das Biotop der Fabriken für Kaltanrufe und ein Ärgernis für fast jeden Haushalt.

„Dass es bis zum heutigen Tag keinen brauchbaren Online-Zeitungskiosk gibt, liegt weniger daran, dass man sich nicht auf ein gemeinsames Bezahlsystem einigen konnte. Den Verlagen geht es weniger um die direkten Einnahmen aus dem Verkauf, sondern vor allem um den Zugang zu unseren Daten. Denn das große Geld wird schon längst nicht mehr allein mit dem Copypreis gemacht (der SPIEGEL kostet seit dieser Woche 4 Euro), sondern immer häufiger mit zielgruppengenauen Werbemöglichkeiten für solvente Anzeigenkunden – also genau das, was der SPIEGEL den Online-Firmen in seiner Titelgeschichte ankreidet“, führt Gutjahr weiter aus.

Und was planen und praktizieren Google und Facebook zu skandalwürdiges? Die Einblendung von personalisierter Werbung. Das ist mir allemal lieber, als das dümmliche Geplapper von Call Center-Agenten, die mir jede Woche auf den Keks gehen und mir schlichtweg Zeit stehlen.

Für weitere Technologie-Titelstory sollten sich die großen Publikationen mal einem Thema widmen, das von Jens-Uwe Meyer in seinem Buch „Kreativ trotz Krawatte“ recht provokativ behandelt hat: Deutschland gehen die Ideen aus

Das neue deutsche „Wirtschaftswunder“ täusche über einen Fakt hinweg: „In der Liga der weltweit innovativsten Firmen sind unsere Unternehmen allenfalls Mittelmaß. Der Aufschwung beruht auf Ideen von gestern. Gegen die weltweit innovativsten Firmen haben deutsche Unternehmen kaum eine Chance. Wer wird gewinnen? Auf dem weltweiten Handy-Markt liefern sich Apple, Google, Nokia und Microsoft derzeit eines der spannendsten Rennen der globalen Wirtschaft. Wer wird den Markt um das Handy der Zukunft für sich entscheiden? Der jahrelange Weltmarktführer Nokia hat den Trend zu Smartphones verpasst. Microsoft musste sein selbst entwickeltes Mobiltelefon wieder vom Markt nehmen und versucht mit Windows-Phone 7, verlorenen Boden gutzumachen. Wer auch immer den Kampf um Smartphones gewinnt, sicher ist: Deutschlands Unternehmen verfolgen den Wettbewerb nur als Zaungäste. Mit dem enormen Innovationstempo der Branche können sie seit Jahren nicht mehr Schritt halten. Bittere Wahrheit ist: Mit ihren perfekten Prozessen und der nach wie vor überragenden Qualität sind deutsche Unternehmen in vielen Bereichen der Wirtschaft zwar Weltmarktführer. Doch wenn es darum geht, schnell neue Ideen zu generieren und erfolgreich auf den Markt zu bringen, sind sie bestenfalls Mittelklasse. Eine Gefahr für die Zukunft: Denn das alte und das neue deutsche Wirtschaftswunder beruhen vor allem auf Produkten, die zwar in jahrelanger deutscher Ingenieurskunst perfektioniert wurden, aber im Kern nach wie vor die alten Produkte sind. Die letzten großen Innovationen aus der Automobilbranche sind der Tata Nano (Indien), das Elektroauto von Tesla (USA) und Geschäftsmodelle wie Project Better World vom ehemaligen SAP-Chef Shai Agassi (Israel).“

Die Konkurrenz im weltweiten Ideenwettbewerb komme nicht nur aus den USA. Indien und vor allem China, lange Zeit nur als billige Produktionsstandorte und Kopierer im Visier, machen deutschen Unternehmen ebenfalls Konkurrenz. Unter den 50 weltweit innovativsten Unternehmen waren 2010 erstmals vier chinesische Unternehmen, daneben elf Unternehmen aus anderen asiatischen Staaten. Zum Vergleich: Deutsche Unternehmen stehen nur drei auf dieser Liste. Deutschland kann offenbar alles exportieren – außer Ideen. Dafür aber eine gigantische Portion Technikskepsis.

Siehe auch:
Bundesnetzagentur im Kampf gegen Call Center-Kriminalität machtlos – Was nun, Frau Aigner?

WeDeppen und die Demut des Dilettanten

„WeTab-Chef Helmut Hoffer von Ankershoffen hat zugegeben: Er hat unter falschen Namen euphorische Besprechungen seines Tablet-PCs auf Amazon geschrieben. Nun zieht er sich als Geschäftsführer zurück – und lobt den Apparat gleich noch mal“, schreibt Spiegel Online. Den Stein hat der Blogger Richard Gutjahr ins Rollen gebracht. So kann es enden, wenn einem Kleinstunternehmer die Demut fehlt und er sich als deutschen Steve Jobs inszenieren will. Ich hatte das schon in der vergangenen Woche thematisiert.

Was aber passiert jetzt mit Helmut Hoffer von Ankershoffen. Soll er zur Beichte oder ins Kloster gehen, eine Woche lang heulen oder unter Pseudonym eine neue Manager-Karriere anstreben? Er könnte natürlich auch ein Buch über Demut-Marketing schreiben. Untertitel: Mein Weg zurück zur Nichtigkeit. Oder ein Opus des von mir sehr geschätzten Kadmos-Verlages lesen: „Dilettantismus als Beruf“, herausgegeben von Safia Azzouni und Uwe Wirth. In ihrer Einleitung schreiben die beiden: „Das Wort ‚Dilettantismus, schreibt Jacob Burckhardt in seinen ‚Weltgeschichtlichen Betrachtungen‘, ist ‚von den Künsten her im Verruf‘, wo man, ‚entweder nichts oder ein Meister sein und das Leben an die Sache wenden muss, weil die Künste wesentlich die Vollkommenheit voraussetzen‘. In den Wissenschaften (und bei der Entwicklung von Tablet-PCs, gs) könne man dagegen ’nur noch in einem begrenzten Bereiche Meister sein, nämlich als Spezialist, und irgendwo soll man dies sein‘ (vielleicht in der Disziplin „Demut-Marketing“, gs).“ Wer hier nicht die Übersicht verlieren will, sollte an möglichst vielen Stellen Dilettant sein, wenigstens auf eigene Rechnung. Goethe und Schiller schreiben in ihrem Fragment „Über den Dilletantismus“: Der Dilettant scheue „das Gründliche“, denn „er überspringt die Erlernung nothwendiger Kenntnisse, um zur Ausübung zu gelangen“ (beispielsweise bei der Präsentation eines iPad-Konkurrenzgerätes, gs).

Mit geschickter Reklame könne man die Öffentlichkeit mobil machen und sich als professioneller Dilettant gegen die Herrschaft der Experten in Szene setzen – man sollte dabei aber auf dümmliche Rezensionen verzichten und sich nicht als schlechte Kopie des Computerjournalisten Peter Glaser ausgeben. Als ironischer Dilettant könnte man die Scheinrationalität von Forschern und Fachleute bloß stellen, wie es Robert Musil in seinem Roman „Der Mann ohne Eigenschaften“ getan hat. Andreas Gailus geht in seinem Beitrag darauf ein: „Dumme Kommunikation ist der punktuellen Semantik wissenschaftlicher Kommunikation diametral entgegengesetzt; sie ersetzt ‚ein gezieltes Handeln durch ein Voluminöses (das hat der WeTab-Chef aber perfekt umgesetzt, eventuell kennt er diesen Sammelband schon, gs), Intension durch Extension: ‚denn je undeutlicher ein Wort ist, umso größer ist der Umfang dessen, worauf es bezogen werden kann‘. Wo nichts Genaues gesagt wird, ist jeder jederzeit in der Lage, dem Gesagten etwas hinzuzufügen“, so Gailus. (Die Zitate entstammen dem Essay von Robert Musil „Über die Dummheit“).

Der technologische Dilettant und Steve Jobs-Imitator könnte einfach auf Zeit spielen. „Erfinder wird man nicht durch Mitgliedschaft oder gar geduldige Diplome, sondern allein durch den Erfolg oder durch das Urteil der Geschichte“, so Franz Maria Feldhaus – zitiert von Markus Krajewski. Aus diesem Kapitel könnten alle WeDeppen dieser Welt Hoffnung schöpfen: „Im Scheitern ruht die Saat des künftigen Fortschritts. So wie in jedem misslungenen Plan ein epistemologischer Überschuss steckt, das Residuum einer unzerstörten Möglichkeit des Gelingens, eine zu ziehende Lehre, mit deren Hilfe ein nächster Versuch unter günstigeren Bedingungen starten kann – zumal bei Projekten, die auf Wiederholbarkeit angelegt sind…“, führt Krajewski aus. Man könnte von vornherein Blogger wie Richard Gutjahr als Testpersonen für technologische Prototypen heranziehen und vor der öffentlichen Präsentation des Produktes an der Demut arbeiten.

Siehe auch:
Ovid, Steve Jobs und die Klugheitslehre: Wie man mit Luftstreichen und Gerüchten die Konkurrenz verblüfft.

Zur Frage der Demut sollte man sich auch das Ankershoffen-Interview von 2008 durchlesen: „Wir kratzen an der Marktdominanz von Google“.

Kommt jetzt das neofonetische Wetab-Zeitalter?

Neofonetische Hymnen zum Marktstart des Weptabds gab es ja nun reichlich. Jetzt rückt die Stunde der Wahrheit näher und wir werden erleben, ob der deutsche iPad-Konkurrent Weltformat hat oder nicht. Ab 20. September soll es über Amazon und Media Markt ausgeliefert werden. Eine Woche vor dem offiziellen Verkaufsstart hatte der Journalist Richard Gutjahr Gelegenheit, das fertige Gerät auszuprobieren. Sein Urteil? „Wer sich das WeTab zuschicken lässt, sollte den Original-Karton lieber mal aufbewahren.“ Oh, klingt kritisch. Siehe auch: Habemus WeTab! Im Film von Gutjahr kommen schon einige Schwächen ans Tageslicht.

Einen wichtigen Einwand hat auch Thomas Knüwer und trifft damit ins Schwarze. Vielleicht sei es typisch deutsch, wenn Journalisten allein wegen der Hardware-Ausstattung glauben, ein gutes Gerät zu bekommen. „Tatsächlich aber sind Software und Nutzerfreundlichkeit viel wichtiger. Und da gibt es beim Wetab – nichts. Ein Betriebssystem, das bis gestern noch nicht fertig war, Programme, die nicht auf das Gerät abgestimmt wurden – wer dieses Ding Rivalen für Apples Ipad sieht, der glaubt auch, dass Bijoux Brigitte ein Rivale für Tiffanys ist“, so Knüwer.

Software, die florierende App-Economy und das User Interface sind die erfolgskritischen Punkte für Tablet-PCs und Smartphones. Bislang konnte da keiner so richtig Steve Jobs Paroli bieten. Siehe auch: Steve Jobs und das Blöken der Kopisten.

Google-Robots als Sittenwächter: „Sie haben drei Werktage Zeit, gutjahr.biz zu ändern“

Google droht dem Blogger Richard Gutjahr mit dem Rauswurf aus dem AdSense-Programm, wer er bestimmte Inhalte nicht innerhalb von 72 Stunden an die „Programmrichtlinien“ von Google anpasst. Die Mail trägt die folgende Betreffzeile: „Sie haben drei Werktage Zeit, gutjahr.biz zu ändern“.

Im beanstandeten blogpost berichtet Gutjahr über eine Künstlergruppe, die sich über das Porno-Verbot von Apple lustig macht: „Kein Sex, kein anzügliches Bild – Null. Der Inhalt ist so harmlos, dass selbst das öffentlich-rechtliche Fernsehen den begleitenden Beitrag sogar im Nachmittagsprogramm ausstrahlte.“ Man berichtet über Zensur und werde deshalb zensiert. „Keine Zensur“, korrigierte ein Pressesprecher von Google Deutschland im Gespräch mit Gutjahr. Er habe versprochen, sich der Sache anzunehmen. Das sollte er möglichst schnell tun und öffentlich klären.

In Blogkommentaren wird der Fall als „Kindergartenkacke“ gewertet. Der Robot von google habe eine automatisierte eMail wegen Keywords verschickt und der Pressesprecher von google werde die Sache klären. Ende. Kein großes Thema. Nun, ich stehe sicherlich nicht in dem Verdacht, ein fröhliches Google-Bashing zu betreiben. Aber so lächerlich finde ich den Fall nicht. Von der bigotten Sexualmoral der Amerikaner mal ganz abgesehen. Das Robot-System muss ja entsprechend von Menschen gespeist werden, um als virtueller Sittenwächter im Web tätig zu sein. Da lohnt die Lektüre des Werkes „Mythos der Maschine“ von Lewis Mumford. Jedes System, jeder Automat, jede Maschine sei ein Produkt des menschlichen Geistes. „Maschinen dürfen nicht zu Vollstreckern von Zwangsmaßnahmen gedrillt werden, sonst mutiert anfänglich hilfreiche Technik zum repressiven Oberlehrer“, kommentierte Bernhard Steimel, Sprecher des Nürnberger Fachkongresses Voice Days plus, das Mumford-Opus.

Systeme, Geräte oder Suchmaschinen dürften nicht darüber entscheiden, was richtig und was falsch für uns sei und unser Verhalten einschränken oder sogar sanktionieren. Sonst würde der Mensch zum Sklaven der Technik. Eine Automaten-Diktatur könnte sich nachhaltiger auswirken als das paternalistische Verhalten unter Menschen, warnen die Wissenschaftler Sarah Spiekermann und Frank Pallas in einem Beitrag für das Fachbuch „Die Informatisierung des Alltags“ (Hrsg. Friedemann Mattern, Springer-Verlag): „Zum einen reagieren Maschinen automatisch und autonom und lassen den Betroffenen damit nur wenig Möglichkeit zur Antizipation oder Reaktion. Zum anderen ist Technik absolut. Hat beispielsweise ein Fahrer Alkohol in der Atemluft, so ist es ihm gänzlich unmöglich, das entsprechende Auto zu starten – auch in Notfällen, in denen das Fahren unter Alkoholeinfluss üblicherweise akzeptiert würde“.

Der Paternalismus der gutmeinenden Kontrolleure sei bei Technologien nicht nur mit Gehorsam oder Obrigkeitshörigkeit verbunden, sondern erzeuge einen Zwang zu absoluter Konformität. Autonom agierende Maschinen werden zu absoluten Kräften, deren Entscheidungen und Handlungen nicht umgangen oder missachtet werden können. „In Anlehnung an Francis Bacon, der auch von Lewis Mumford zitiert wird, sind wir daher gefordert, aus dem Schatz aller Dinge das zusammenzutragen, was im Leben am meisten von Nutzen ist“, resümiert Steimel.

Kindergartenkacke ist das auf keinen Fall.

Siehe auch:
„Blow Job“-Posting: Google kündigt Gutjahr.