Schirrmacher, Lanier und der Alzheimer-Journalismus


Der FAZ-Neuro-Feuilletonist Frank Schirrmacher ballert zur Zeit im Wochen-Rhythmus neue „Argumente“ in die Welt, um seinen „Internet verändert das Gehirn“-Thesen, die er in seinem Buch Payback ausgebreitet hat, neue Nahrung zu geben. So unterstellt er, dass wir in Deutschland nicht in der Lage sind, eine tiefgehende Debatte über das Informationszeitalter zu führen und bringt dann Ladenhüter-Thesen von Internetskeptikern wie Nicholas Carr.

Die Web-Nervensäge vom Dienst vergleicht ja nicht nur ohne Unterbrechung das Internet mit der Stromversorgung, sondern versteigt sich nicht das erste Mal zu Aussagen über Neurobiologie und den Folgen des permanenten Multitaskings. Mittlerweile ist wohl das Gehirn ein Feld für eine Heerschar von Laienwissenschaftlern, Deppen und Kulturredakteuren geworden, die ihre kruden Thesen über Neuromarketing, Neurowerbung, Neuroshopping oder Gehirn-Jogging in die Welt setzen, allerdings ohne den Anflug irgendeiner wissenschaftlichen Qualifikation. Jedenfalls ist mir nicht bekannt, welche Forschungsarbeit Carr vorweisen kann, um seine Thesen zu untermauern. Er schreibt provokative Management-Bücher, um als Redner gebucht zu werden. Mehr ist es wohl nicht. Gestern hat nun das FAZ-Feuilleton als Aufmacher ein ganzseitiges Interview mit Jaron Lavier gebracht. Überschrift: „Der digitale Maoismus ist zu Ende“. Als Einleitung: Jaron Lanier ist ein Internet-Pionier. Den Begriff ‚virtuelle Realität‘ hat er geprägt und die Gratiskultur beschworen. Nun sieht er, wie Kreative ausgebeutet werden. Im Gespräch verwirft er die ‚Schwarmintelligenz‘. Er spricht vom digitalen Mob“. Dann kommt die erste Frage der FAZ. „Sie waren Prophet einer wunderbaren Digitalwelt voller Magie. Jetzt führen Sie Klage darüber. Was ist passiert?“. So fällt im wahrsten Sinne des Wortes die knallharte Einstiegsfrage der FAZ aus. Vor allen Dingen das „Jetzt“ hat mich fassungslos gemacht. Herr Schirrmacher, halten Sie Ihre Leser für Alzheimer-Kranke. Mit den Maoismus-Thesen ist der Lanier mehr oder weniger originell schon seit einigen Jahren unterwegs. Sie pressen das jetzt wohl in ihr Payback-Schema. Schon im November 2006 hat er gegenüber Spiegel Online fast die gleichen Argumente vorgetragen. „Derzeit wird die Vorstellung immer populärer, das Kollektiv könne nicht nur Zahlenwerte wie einen Marktpreis ermitteln, sondern verfüge als eine – gern Schwarmgeist genannte – höhere Intelligenz über eigene Ideen, ja sogar über eine überlegene Meinung. Eine solche Denkweise hat in der Geschichte schon mehrfach zu sozialen und politischen Verheerungen geführt. Mir bereitet die Vision Sorgen, nur das große Ganze, das Kollektiv sei real und wichtig – nicht aber der einzelne Mensch. Das war der Fehler in allen totalitären Ideologien, vom Nazi-Regime über Pol Pot bis zu den Islamisten“, so Lanier gegenüber dem Spiegel. Als Beispiel nennt er das kostenlose Online-Lexikon Wikipedia, dessen Einträge von über 200.000 freiwilligen Autoren verfasst werden. Auf dieser Plattform könne jeder sehr schnell Opfer des Mobs werden.

„Die Gefahr von Wiki-Lynchjustiz halte ich für sehr real. In der Wikipedia-Welt bestimmen jene die Wahrheit, die am stärksten besessen sind. Dahinter steckt der Narzissmus all dieser kleinen Jungs, die der Welt ihren Stempel aufdrücken wollen, ihre Initialen an die Mauer sprayen, aber gleichzeitig zu feige sind, ihr Gesicht zu zeigen“, kritisiert Lanier. Es sei im Grunde eine neue Religion. „Diese Leute glauben an etwas Ewiges, Unsterbliches. Sie haben ihre Rituale, ihre drolligen Überzeugungen, ihre Heiligen. Solange dieses Menschenbild zu einer kleinen Subkultur gehört, mag sich das niedlich anhören. Aber es ist ernst. Computer haben mit jedem Jahr mehr Einfluss darauf, wie wir miteinander in Kontakt treten und wie wir unser Leben denken. Und mit den Computern werden auch die Ideen der Freaks immer mehr Teil des kulturellen Mainstreams“, sagte Lanier damals und leiert das auch heute wieder runter.

Er plädierte auch schon vor einigen Jahren für eine Technik, mit der man im Internet unmittelbar Geld einnehmen könne. Das wäre für viele Menschen der Anreiz, anspruchsvolle Dinge im Internet zu veranstalten und zu veröffentlichen. Sofort gäbe es eine Fülle unterschiedlichster ernstzunehmender Stimmen – und dem Kollektivismus wäre die Grundlage entzogen. Wie das in der Praxis aussehen könnte, erklärte er früher und erklärt es auch jetzt leider nicht. Irgendwie müssten sich halt alle Regierungen zusammenraufen und so etwas regeln. Ja, Mister Lanier, spiel weiter mit Deinen Sandförmchen. Neuro-Frank macht mit Deinen Behauptungen vielleicht noch ein schönes Büchlein „Payback II“, dann kannst Du weiter Karussell fahren mit Deinen Recyclingsprüchen.

Wohin die kruden neurobiologischen Schwafeleien hinführen können, hat Professor Henning Scheich, Direktor des Leibniz-Instituts für Neurobiologie in Magdeburg, sehr gut dargelegt: Superlernen, die Rattenfänger der Neuroökonomie und warum Gehirnjogging Unfug ist: Wenn die Birne leuchtet, lernen wir nicht besser – Ein Profihirn zeigt wenig Aktivität.

Siehe auch:
Schirrmacher hat leider Shirky übersehen.

Schirrmacher hat übrigens noch nicht einmal den Mut, im Social Web unter seinem eigenen Namen unterwegs zu sein:

The European: Sind Sie eigentlich bei Facebook?
Schirrmacher: Ich bin bei allem. Bei Facebook, bei MySpace, bei Twitter. Natürlich nicht unter meinem wirklichen Namen. Manche würden sich wundern, wenn sie wüssten, mit wem sie da kommuniziert haben. Kennen Sie zum Beispiel diese Amazon-Wunschlisten? Da hab ich jemandem mal aus Versuchszwecken ein Buch geschenkt, der mir wie andere aufgefallen war, weil sie völlig gegen meinen Strich kommentiert hatten. Daraufhin bekam ich etwas später einen maschinengeschriebenen Brief zurück. Der Absender, ein junger 20-Jähriger, fragte mich, ob ich das wirklich sei oder ob das jetzt alles nur ein Fake ist. Er wird ein kommender Mitarbeiter unserer Zeitung werden.

Wer sich in der Anonymität suhlt, hat eben doch ein Problem mit der neuen öffentlichen und selbstbewussten Meinung der Vielen.
Peter Kruse, ein Professor für Psychologie an der Universität Bremen, hat Schirrmacher im Interview mit Sueddeutsche.de einen “fremdelnden Netzwerk-Besucher” genannt und meinte weiter, “wer sich nicht selbst in den Netzwerken bewegt und sie als eine schwer zu ertragende Kakofonie empfindet, der fühlt sich logischerweise schnell überfordert”. Das weist Frankie-Boy zwar zurück. Es trifft aber den Kern von Schirrmachers Angst, wenn er sich nicht mehr hinter den bildungsbürgerlichen Honoratiorenkreisen seines Blattes verstecken kann.

Lesenswert: habe noch lust, mich über frank schirrmacher zu nerven 😉

Wer surft hier eigentlich an der Oberfläche? #schirrmacher.

Die Gedankenwolken des Nicholas Carr – Internetskeptiker will Google bändigen und warnt vor der Zentralisierung des Datennetzes.

Cloud Computing: Big Switch oder doch nur Bullshit? Unternehmenswelt sollte gelassen auf Computerwolken reagieren

Provokateur vom Dienst
Provokateur vom Dienst
Cloud Computing zählt seit rund zweit Jahren zu den inflationär benutzten Schlagworten der IT-Branche. Die Bedeutung des Modethemas ist profan und alles andere als neu: Es beinhaltet die Möglichkeit, Speicherkapazitäten, Rechenleistung und Software über das Internet zu mieten. Der Nutzer zahlt je nach Funktionsumfang, Nutzungsdauer und Anzahl der Nutzer. Unternehmen können damit ihre IT-Kapazitäten ins Netz verlagern. Sie sparen Geld bei Investitionen für die IT-Infrastruktur und können flexibler agieren: Für den Vielschreiber und Dauerredner Nicholas Carr reicht das unspektakuläre Szenario aus, um das Zeitalter des „Big Switch“ auszurufen. Er prognostiziert, dass große Serverfarmen die heute gängigen PCs ablösen werden, so dass so gut wie keine Information und Rechenleistung mehr offline verfügbar sein werde. Alteingesessene Platzhirsche wie Dell oder Microsoft dürften dadurch in Bedrängnis geraten. Billige Rechenleistung verändere auch die Gesellschaft nachhaltig, wie die billig gewordene Elektrizität vor hundert Jahren. Die Simplifizierung des Phänomens Cloud Computing stößt bei Experten auf Widerspruch.

Bullshit„Carr braucht die Übertreibung, um seinen Marktwert als Redner zu bewahren. Seine Argumente pendeln allerdings häufig zwischen Big Switch und Bullshit. So war das schon bei seinem ersten medialen Scoop als er den Niedergang der IT-Abteilungen beschworen hat“, kritisiert IT-Fachmann Udo Nadolski vom Beratungshaus Harvey Nash. „Cloud Computing ist nicht neu, und vielleicht eher als Fortführung des Gridgedankens vor zehn Jahren zu sehen, nämlich der Nutzung der Netzwerk-Ressourcen, Computing aus der Steckdose oder ASP Modelle. Die Realität ist jedoch anders: Die Performance ist durch die Komplexität der Applikationen limitiert“, kontert IT-Fachmann Andreas Rebetzky, Sprecher des cioforums. Sie leide immer unter dem schwächsten Glied in der Kette. „Und das wechselt ab und an die Lager: Heute die CPU, morgen das I/O Verhalten und dann vielleicht die Netzperformance. Wir sollten auf den Boden der Realität zurückkommen und die verfügbaren Technologien wertsteigernd einsetzen – anstatt mit Schlagworten den Nebel zu verdichten“, fordert Rebetzky, CIO des Technologiespezialisten Bizerba.

„Die Argumentation von Carr und anderen Cloud Computing-Gurus unterscheidet sich in vielen Details nicht von den Argumenten, die viele Jahre für Großrechner angeführt wurden, nun verbunden mit einer Netzversorgungsphilosophie, die neben unbegrenzten Übertragungskapazitäten auch unbegrenzte Rechenkapazitäten verheißt. Nach dem Ende der Großrechnerära wurde in den 90er Jahren von einigen IT-Herstellern das Network-Computing propagiert, wo die einfachen Terminals zwar durch Lite-PCs ersetzt wurden, aber die Applikationen aus dem Netz kommen. Carr modifiziert diesen erfolglosen Ansatz nur insofern, als dass er den bloßen Applikationsbezug durch den Bezug einer Serviceleistung ersetzt“, erläutert Andreas Latzel, Deutschlandchef des ITK-Anbieters Aastra.

Seine Vergleiche mit der Stromversorgung aus Mega-Kraftwerken seien auf das Internet nicht anwendbar. „Im Web gibt es eine gegenläufige Tendenz. Wir erleben eine Dezentralisierung auf professioneller und organisatorischer Ebene“, so Latzel. So könne es nicht verwundern, dass in der Unternehmenswelt weniger Aufgeregtheit herrsche als in den Reden von Carr. Nach einer IDC-Studie hat erst ein Viertel der rund 800 befragten Unternehmen in Deutschland über die Nutzung der Datenwolke nachgedacht.
Ein Grund für die geringe Auseinandersetzung mit dem Thema ist die unklare Definition. „Viele Anwender können sich unter dem Begriff überhaupt nichts vorstellen“, sagt Matthias Kraus, IDC-Analyst und Verfasser der Studie. Eine allgemein gültige Definition von Cloud Computing gibt es nicht, verschiedene Anbieter legen den Begriff unterschiedlich aus.

Zudem müsse für viele Unternehmen noch die Frage beantwortet werden, für welche Funktionen oder Aufgaben Cloud Computing tatsächlich eine interessante Alternative zu lokal installierten Systemen sein kann. „Nur für Speicherplatz oder Rechenleistung ist Cloud Computing sicherlich kein interessantes Angebot, zumindest nicht für die Versorgung von Unternehmensstandorten“, meint Aastra-Deutschlandchef Latzel. Bei Funktionen für mobile Benutzer sehe das anders aus: „Wer vom PDA, Smartphone oder Sub-Notebook an wechselnden Orten arbeitet, für den machen Hosting-Dienste unter Umständen Sinn“, sagt Latzel. Das würde die Speicherung und Verarbeitung von Daten betreffen, aber noch mehr Kommunikationsdienste und Kollaborationstools: Unified Communiciations, Video Conferencing, Präsenzverwaltung und standortübergreifendes Arbeiten an einer Datei oder an einem Projekt – hier bieten sich nach Ansicht von Latzel gehostete Lösungen als mögliche Alternative an. „Es fehlen bislang Angebote und standardisierte Angebote für die Betriebssysteme der Unternehmen. Und die Anbieter müssen bekannt und vertrauenswürdig sein, sonst werden Firmen sich kaum darauf einlassen, vitale ITK-Aufgaben als virtuelle Dienste von externen Anbietern zu beziehen, zumal auch beim Nutzer installierte moderne Kommunikationssysteme heute den Leistungsumfang bieten, der ohne Komfortverlust mobiles Arbeiten ermöglicht.“, resümiert Latzel.

Pfannkuchenmenschen im Netz-Zeitalter: Das Denken wird breiter und flacher, glaubt Trendletter-Chefredakteur Axel Glogler

Der Soziologe Niklas Luhmann http://www.luhmann-online.de hat sich mit den kulturellen Umbrüchen beschäftigt, die von der Erfindung der Schrift, des Buchdrucks und der Computerkommunikation ausgegangen sind. Er stellt sie sich als „Katastrophen“ im mathematischen Sinne vor, als brutale Sprünge, die es einem System ermöglichen zu überleben, wenn es eigentlich aufhören müsste zu existieren. Mit der Computerkommunikation wird die Eingabe von Daten und das Abrufen von Informationen soweit getrennt, dass keinerlei Identität mehr besteht. Wer etwas eingibt, weiß nicht, was auf der anderen Seite entnommen wird. Die Autorität der Quelle wird entbehrlich, sie wird durch Technik annulliert. Ebenso entfällt die Möglichkeit, die Absicht einer Mitteilung zu erkennen und daraus Verdacht zu nähren oder sonstige Schlüsse zu ziehen, die zur Annahme oder Ablehnung der Kommunikation führen könnten. Die moderne Computertechnik greift nach Ansicht von Luhmann die Autorität der Experten an. Fast jeder hat mittlerweile die Möglichkeit, die Aussagen von Wissenschaftlern, Journalisten, Unternehmern oder Politikern am eigenen Computer zu überprüfen.

Die neuen Medien beeinflussen auch die Art, wie wir denken. Diese These stellte der Medienwissenschaftler Marshall McLuhan schon in den 1960er Jahren auf. Der Leser eines Mediums sucht heute nach dem schnellen Nutzen, nicht nach dem guten Argument. Lange Texte werden nur wenig goutiert: „Nach zwei, drei Seiten schweife ich ab, werde unruhig und verliere schließlich den Faden. Mein eigensinniges Gehirn wehrt sich gegen den Text“, beschreibt der Wissenschaftler Nicholas Carr http://www.nicholasgcarr.com seine Selbstbeobachtungen. Das Internet treibt diese Veränderung an: „Kommunikation, auch die von Unternehmen zu ihren Kunden und Mitarbeitern, muss sich diesem Verhalten anpassen. Wer zu lange braucht, um seine Botschaft herüberzubringen, wird im Geschäft nicht mehr gehört“, so Axel Gloger, Chefredakteur des Bonner Fachdienstes Trendletter http://www.trendletter.de. Eine weitere Entwicklung: Die starke Nutzung des Internets fördert eine punktuelle, zeitlich begrenzte Konzentration. „Der Verstand erwartet von mir, dass ich ihm Informationen auf die gleiche Weise zuführe wie das Internet“, berichtet Carr aus seinem Selbstversuch. Der Info-Nutzer tauche nicht mehr in einen Ozean der Worte, sondern springt von Welle zu Welle, als fahre er einen Jetski. „Mein Denken findet manchmal in einem Stakkato statt – als würde ich online verschiedene Quellen heranziehen und von Fenster zu Fenster springen“, sagt Carr.

Das begünstigt das, was Filmregisseure als Pfannkuchenmenschen bezeichnen: „Das Denken wird breiter, aber dafür flacher. Auch die Mobilfunknachricht SMS gehört zu den Antreibern dieser Entwicklung. Der kurze, maximal 160 Zeichen umfassende Text prägt auch den Kommunikationsstil des geschäftlichen Alltags“, erklärt Gloger. Klares Indiz für diese These:: Die Telefongesellschaften machen mit SMS mittlerweile dreimal so viel Umsatz wie Hollywood mit dem Verkauf von Kinokarten. „E-Mail und SMS werden die Formalisierung, den reinen Info-Austausch weiter beschleunigen. Damit digital präsentierte Inhalte von Ihren Adressaten überhaupt gefunden werden, wird die Google-Optimierung immer wichtiger. Ein Text muss künftig so aufgebaut sein, dass die Such-Algorithmen ihn finden und möglichst weit oben auf die Trefferliste setzen. Derzeit findet Google nur Textstellen. Aber es sind bereits Systeme in der Entwicklung, die auch Gesichter auf Bildern und in Videos sowie Stichworte in gesprochenem Text erkennen“, weiß Gloger. I

In Zukunft werden intuitive Nutzerschnittstellen auf den Markt kommen, die aus den Suchmaschinen nutzerfreundliche Antwortmaschinen machen. Dabei werde die Spracherkennung eine größere Rolle spielen, so die Einschätzung von Lupo Pape, Geschäftsführer von SemanticEdge http://www.semanticedge.de in Berlin: „Die Informationen werden viel besser aufbereitet und verschlagwortet sein, so dass man konkrete Fragen stellen kann. Je nach Bedarf bekommt man Texte zum Lesen oder auch Audiofiles zum Anhören. Fragen wie ‚Wer war der 43. Präsident der Vereinigten Staaten?’ werden dann direkt beantwortet. Bei Informationsanfragen wie ‚Ursachen der Wirtschaftskrise 2008’ wird man Text, Audio- oder Videofiles zur Auswahl erhalten, die sehr viel genauer das Thema betreffen als die aktuelle Ergebnisliste bei Google.“ Das Semantische Web mache Text, Audio und Video zu gleichberechtigten Medien. „Die Redaktion einer Zeitung oder einer Zeitschrift wird nicht substituiert. Der Medienkonsum ändert sich allerdings. Jeder wird sein eigener Programmmanager und steuert autonom seinen Informations- und Unterhaltungsbedarf“, prognostiziert Sprachdialogexperte Pape.