Unternehmensberater Jarvis hält Microsoft-Yahoo-Zusammenschluss nicht für sinnvoll: Entscheidungsschlacht um Hoheit des mobilen Internets – Das Handy als Antwortmaschine

Der amerikanische Unternehmensberater Jeff Jarvis http://www.buzzmachine.com hält einen Zusammenschluss von Microsoft und Yahoo nicht für sinnvoll. Der Gründer von „Entertainment Weekly“ erklärte im Interview mit dem Handelsblatt http://www.handelsblatt.com , dass Microsoft nur versuche, Reichweite zu kaufen. „Das ist die Sicht der Alten Medien: Sie kontrollieren Inhalten, vermarkten ihn, damit Leute herbeikommen, zeigen denen Werbung und verabschieden sie wieder“. Der Google-Weg sei besser. Man müsse seine Inhalte, seine Marke, seine Werbung exportieren und einbetten, so wie es Google mit Adsense, Youtube-Videos oder Google Maps macht. „Ich glaube, Yahoo und AOL sollten beide diesem Beispiel folgen, sie sollten alles, was sie haben, exportierbar machen und eine Plattform werden, auf der Individuen und Unternehmen Inhalte erstellen und vermischen, vielleicht sogar ein neues Geschäft starten“, empfiehlt Jarvis im Handelsblatt-Gespräch.

 

Microsoft versuche sich die Online-Strategie zu kaufen, die sie selbst nicht aufbauen konnten. Das sieht der Düsseldorfer Internet-Analyst und Voice Days-Sprecher Bernhard Steimel http://www.voicedays.de ganz anders. „Beim Übernahmekampf geht es auch um die Hoheit des mobilen Internets. Die Argumente von Jarvis konzentrieren sich zu sehr auf den Status quo des stationären Internets. Hier können Microsoft und Yahoo gegen Google keinen Blumentopf mehr gewinnen. Die Entscheidungsschlacht spielt sich auf dem Feld des mobilen Internets ab“, erwidert Steimel.

 

Und hier spiele die Technologiekompetenz bei der Sprachsteuerung eine entscheidende Rolle. „Mit dem Handy kommen Menschen ins Internet, die den Weg über den PC nie genutzt haben oder nutzen werden. Aufgrund des Formfaktors, den Screengrößen, Bedienungslimitierungen und verfügbaren Bandbreiten muss die Suche, also der primäre Zugang zu allen Inhalten und Diensten, auf dem Handy erschwerten Anforderungen gerecht werden. Sie muss sich zur Antwortmaschine weiter entwickeln, die aus der Verknüpfung von Web 2.0 und dem Semantischen Web richtige ‚Antworten’ produziert, statt lange Linklisten auszuspucken. Zudem muss die mobile Suche einfach zu bedienen sein“, weiß Steimel.

 

Wer von den Suchanbietern schließlich das Rennen gewinnen werde, hängt nach seiner Auffassung davon ab, wer den „Kampf um die besten Köpfe“ mit der größten Marktmacht verbinden kann. „Den Kampf um die Köpfe hat Google bereits gewonnen – besonders durch die Art von Google, immer alles neu zu entwickeln und die geniale Strategie, mit GOOG411 im weltgrößten ‚Freiland-Versuch’ das eigene Sprachmodell zu validieren und mit einer exzellenten Qualität aufzuwarten. Und auch bei der Marktmacht hat Google noch die Nase vorn. Auf der ersten Seite der meisten TK-Unternehmen, die ihren mobilen Kunden eine Suche anbieten, steht in der Regel die mobile Google-Suche, nicht die von Yahoo oder Microsoft Live Search“, führt Steimel aus. 

Microsoft habe sicher auch gute Leute, aber auf den Portalen der TK-Unternehmen noch keine relevante Präsenz. „Dafür kommt Microsoft aber über die Betriebssysteme ‚von unten’ in den Markt. Wenn sich der Tanker einmal in Bewegung setzt, ist er schwer zu bremsen. Gelingt es Microsoft, Windows Mobile ähnlich wie Windows XP im PC-Markt zum Quasistandard für Betriebssysteme bei Smart Phones zu machen und die Infrastrukturen mit den Communication Servern flächendeckend zu verbreiten, kann der Redmond-Konzern Google vielleicht noch kontern“, erläutert Steimel. Yahoo habe nicht so gute Karten. „Bei einem Zusammenschluss mit Microsoft würde sich das allerdings schlagartig ändern“, resümiert Steimel.

Mobilfunk meets Modemarkt: Handelskette New Yorker startet Handyangebot

Fragt man den Mobilfunktrends 2008, dann kommen ganz unterschiedliche Ansichten. Sprachsteuerung und das mobile Internet werden eine gewaltige Rolle spielen, meinen die einen. Andere erwarten zur Fußball-Europameisterschaft im Sommer endlich den Durchbruch von Fernsehen über das Handy. Ästheten haben längst das Handy als Schmuckstück und Modeaccessoire entdeckt und lassen es beispielsweise mit Edelsteinmosaiken verzieren, wie es das Berliner Unternehmen Bling My Thing http://www.bling-my-thing.de anbietet. Jedes Handy, aber auch Visitenkartenhüllen, iPods, Spielekonsolen sollen so eine individuelle Note bekommen. Ein eigenes Mobilfunkangebot haben die Berliner dazu noch nicht auf den Markt gebracht, aber dafür viele andere: Kaffeeröster, Discountmarktketten, Fußballclubs – immer mehr Unternehmen haben in den letzten Jahren den Mobilfunk als Geschäftsmodell für sich entdeckt. Kundenbindung heißt das Ziel. Mit der Braunschweiger Bekleidungsmarktkette New Yorker http://www.newyorker.de kommt nun ein neues Angebot mit dem Namen New Yorker Mobile auf den umkämpften Markt. Im Monatspreis von 9,95 Euro sind bereits 100 Gesprächsminuten in alle deutschen Netze enthalten. Die brand mobile GmbH http://www.brand-mobile.de, eine Tochter der E-Plus Gruppe, realisiert im Verbund mit der Düsseldorfer acoreus AG http://www.acoreus.de das Mobilfunkangebot für das Young Fashion Unternehmen. brand mobile bietet als virtueller Mobilfunkanbieter (MVNO) die kompletten Leistungen für das Mobilfunkangebot: Tarifierung, Einkauf der Netzkapazitäten, Einkauf der Abrechnungsdienstleistungen und letztendlich die gesamte Abwicklung der Logistik für die Zulieferung der SIM-Karten. Als Markenpartner und Anbieter gegenüber den Endkunden tritt in diesem Fall New Yorker auf. Die Abrechnung erfolgt im Namen von brand mobile und wird über acoreus abgewickelt. „Mit der Gewinnung von brand mobile haben wir unsere Erfahrungen und unser Know-how im Umfeld der MVNOs erneut unter Beweis stellen können“, freute sich Omar Khorshed, Vorstandsvorsitzender von acoreus gegenüber pressetext. Sein Unternehmen übernimmt für das neue Postpaid-Angebot die gesamte Prozesskette von der Auftragsannahme über Rechnungsstellung bis hin zum Inkasso. Allerdings tritt das Unternehmen nur als Dienstleister im Hintergrund auf, im Rahmen einer so genannten White Label-Lösung.

Nach Einschätzung des Eco-Verbandes http://www.eco.de schwindet die Dominanz der klassischen Anbieter, die bislang die gesamte Wertschöpfungskette im Mobilfunk abdeckten. „Die alten Konzepte haben keine Chance mehr. Niemand glaubt mehr an die alten Portalstrategien oder dass sich mit der Finanzierung teurer Features auf dem Handy die Nutzung bestimmter Dienste schneller vorantreiben lässt“, betont Bettina Horster, Leiterin des Arbeitskreises M-Commerce bei Eco. Die Anforderungen, um im Telekommunikationsmarkt erfolgreich neue Geschäftsmodelle im Umfeld der „Mobile Virtual Network Operators“ (MVNO) zu platzieren, seien hoch und scheiterten meist an der hohen Komplexität der Lösungen, so die Erfahrung des acoreus-Chefs. Die Düsseldorfer haben ihre Dienstleistungen und Services besonders auf diese speziellen Anforderungen hin ausgerichtet. „Maßgeblich für uns und unsere Kunden ist die Reduktion der Komplexität“, so Omar Khorshed. Der Düsseldorfer Dienstleister im Bereich Kundenmanagement, Abrechnung und Zahlungsverkehr hat eine Lösung entwickelt, die es MVNOs ermöglicht, innerhalb von kurzer Zeit im Markt zu starten – auch mit einem vergleichsweise geringen Kundenstamm, im Gegensatz zu alternativen Anbietern, die wesentlich größere Kundenzahlen benötigen, damit sich Aufwand und Investition rechnen.

Weltmacht China nur ein Scheinriese?

Chinas und Indiens Wirtschaft lehrte in den letzten Jahren nicht nur die Deutschen das Fürchten. Die Konkurrenz aus Asien erschien übermächtig. Doch neue Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF) http://www.imf.org beziffern den Anteil der beiden Volkswirtschaften deutlich geringer als bisher angenommen. „Diese Daten könnten noch zum Problem werden“, sagt der Düsseldorfer Emerging Markets-Fachmann Jörg Peisert http://www.joerg-peisert.de. „Die Auguren gehen davon aus, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung in den USA verschlechtern wird. Alle Anzeichen deuten darauf hin. Bisher hatte man darauf gesetzt, dass die so genannten Schwellenländer – und dabei natürlich insbesondere China und Indien – diesen Negativtrend zumindest teilweise kompensieren würde. Jetzt hat es aber den Anschein, dass andere Schellenländer wie Brasilien und Russland, aber auch Japan und die Ölexporteure, hinsichtlich ihrer Wirtschaftskraft bisher zu schlecht einschätzt wurden.“

Nach den neuen IWF-Schätzungen hat der Anteil Chinas an der Weltwirtschaft im Jahr 2007 nicht 15,8 Prozent, sondern „nur“ 10,9 Prozent betragen, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) http://www.faz.net. Der Anteil Indiens wurde von 6,4 auf 4,6 Prozent zurückgenommen, derjenige der amerikanischen Wirtschaft hingegen von 19,3 auf 21,4 Prozent hochgesetzt. Insofern ist fraglich, ob der Abschwung in Amerika spurlos an den Märkten in Europa und Asien vorbeigehen wird. „China ist zwar von dem IWF nicht als Scheinriese Tur Tur aus den Romanen Michael Emdes entlarvt worden, der immer kleiner wird, je näher man ihm kommt. Doch die Überbewertung Chinas sollte all denen eine Lehre sein, die in den vergangenen Jahren nur noch Blicke für dieses Riesenreich hatten und dabei anscheinend nicht richtig hingesehen haben“, so Peisert.

Sprechende Assistenten: Alltagsroboter sollen das Leben erleichtern

Roboter haben den modernen Lebens- und Arbeitsalltag des Menschen erobert. Sie montieren Autos, übernehmen Hausarbeiten, spielen Fußball mit den Kindern. Fast scheint es, dass der Traum vom allzeit willigen Helfer, den Literatur und Science-Fiction seit Jahrhunderten ausgemalt haben, Realität geworden ist. Wie aus Träumen Wirklichkeit wurde, dokumentiert das Frankfurter Museum für Kommunikation mit seiner Ausstellung „Die Roboter kommen!“ Musikautomaten aus dem 18. Jahrhundert, legendäre Werberoboter der 1950er Jahre und moderne Forschungsroboter, darunter der humanoide Roboter „Armar II“, veranschaulichen die Entwicklung.

Moderne Serviceroboter, die staubsaugen oder die Geschirrspülmaschine ausräumen können, sehen wie freundliche Hausgenossen aus. Gerade erst hat Toyota einen Geige spielenden Roboter vorgestellt, der zeigt, wie die elektronische Welt von morgen aussehen könnte. Dabei ist Toyota nicht allein mit seinen Planungen, sondern hat im eigenen Land eifrige Konkurrenten:

„Lange führte dabei Honda die Entwicklung von humanoiden Robotern an: Vor über 20 Jahren startete der Auto- und Motorradhersteller ein bis vor Kurzem viel belächeltes Roboterprogramm. Inzwischen kann der Roboter Asimo laufen, die Hand geben und soll bereits in den kommenden Jahren als Bote in Büros arbeiten“, berichtet Focus Online. Auch „Nissan stellte auf der Tokyo Motor Show einen fußballgroßen Roboterkopf vor, der in das Armaturenbrett seines Konzeptautos Pivo 2 eingebaut war. Der Kopf soll mit dem Fahrer plaudern und ihm bei Müdigkeit Restaurants für eine Pause vorschlagen“, so das Magazin.

Sprechende Assistenzsysteme scheinen auf dem Vormarsch, auch in der Unternehmenskommunikation, wie das Beispiel Daimler belegt. Der Personal Assistant ist hier eine Vermittlungs- und Assistenzanwendung für das Personal Information Management der Konzernmitarbeiter. Sie verwirklicht ein so genanntes One-Number-Konzept für die ständige Erreichbarkeit der Mitarbeiter und den Wechsel von der Festnetztelefonie auf Vermittlungs- und Assistenzdienste. Realisiert wurde diese Anwendung vom Berliner Unternehmen SemanticEdge:

„Selbst wenn man den Namen eines Geschäftspartners gerade nicht weiß, kann man über eine Suchfunktion mit der Eingabe von Branche und Standort die gewünschte Verbindung aufbauen”, erklärt SemanticEdge-Geschäftsführer Lupo Pape.

Per Spracheingabe könnten die Mitarbeiter eine Routing-Funktion nutzen, alle Anrufe umleiten, so dass sie auf einer bestimmten Nummer zu erreichen sind.

Sprachverarbeitende Technologie, davon ist auch der Berliner Zukunftsforscher Norbert Bolz überzeugt, wird in den nächsten Jahren eine wachsende Rolle spielen.

„Wenn Sie auf Ihr Auto zugehen und können es öffnen und starten, indem Sie es ansprechen, das lässt sich niemals überbieten“, erläutert er einen alten Traum der Zivilisation. „Ich persönlich kenne überhaupt keinen Zukunftsforscher oder Technologen, der Zukunftsszenarien entwickelt und nicht davon ausgehen würde, dass die Stimme letztlich das ultimative Interface ist“, sagte Bolz bei den Bonner Voice Days.

Die KI-Forschung und speziell die Robotik gelten weltweit als Zukunftsmarkt.

„6,9 Milliarden Euro setzte allein die deutsche Roboterwirtschaft 2005 mit ihren Produkten um. Außerhalb der industriellen Fertigung gelten Serviceroboter als Wachstumsbereich”, analysiert die Zeitschrift Technology Review.

Die Begeisterung für Robotertechnik erinnert Microsoft-Gründer Bill Gates an die Zeit, als er und sein Partner Paul Allen davon träumten, dass irgendwann auf jedem Schreibtisch und in jedem Haus ein Computer stehen könnte. Gates könne sich eine Zukunft vorstellen, in der roboterähnliche Geräte zu einem fast allgegenwärtigen Bestandteil des täglichen Lebens werden. Für den Sprachdialogexperten Pape sind das keine Hirngespinste. Bereits heute existierten die dafür notwendigen Technologien wie dezentrales Rechnen, Sprach- und Mustererkennung. Drahtlose Breitbandverbindungen könnten die Tür zu einer neuen Generation selbständiger Geräte öffnen, die Aufgaben für Menschen erledigen.

„Da liegt allerdings noch ein weiter Weg vor uns. Für Maschinen ist es sehr schwierig, sich in einem Raum zu orientieren, auf Geräusche zu reagieren, Sprache zu interpretieren und Gegenstände zu ergreifen, die höchst unterschiedlich sind”, sagt Pape.

Eine funktionierende Spracherkennung werde unverzichtbar sein, um Roboter im Alltag einzusetzen, etwa in der Altenpflege oder bei der Unterstützung behinderter Menschen.

Kein Anschluss: Digitale Wüste in ländlichen Gemeinden

Eine Lücke bei der Breitbandkommunikation könne sich nach einem Bericht der FAZ sehr schnell zur Vermögenslücke auswachsen. „In Gemeinden ohne Anbindung an das schnelle Internet sind Grundstücke und Häuser in aller Regel nur mit hohen Abschlägen zu verkaufen – wenn sich überhaupt noch ein Interessent findet“, beschreibt Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB) http://www.dstgb.de, das Dilemma in vielen Dörfern und Kleinstädten.  Trotz einer theoretischen DSL-Verfügbarkeit von rund 90 Prozent der Haushalte haben nach wie vor rund 3200 Gemeinden in Deutschland keinen Zugang zu schnellen Datenleitungen. Schon heute wandern Unternehmen und Freiberufler, die zunehmend auf einen schnellen Internetzugang angewiesen sind, aus den benachteiligten Regionen ab, andere Unternehmen siedeln sich in Gegenden ohne bezahlbaren Breitbandanschluss gar nicht erst an. Arbeitsplätze und Finanzkraft gehen verloren. Bei vielen Bürgermeistern wächst deshalb der Druck, technologisch aufzurüsten. Die Anbindung solcher Gebiete an eine Festnetzlösung ist aufgrund der Leitungslängen oder der notwendigen Infrastrukturaufrüstung technisch zu aufwändig und wirtschaftlich zu teuer. Daher ist hier der Einsatz des digitalen Richtfunks eine sinnvolle und wirtschaftlich eindeutig bessere Alternative. Pro Woche haben wir bestimmt zwei bis drei Bürgerversammlungen, wo wir das vorstellen“, sagt Peter Stroetmann, Bereichsleiter Vertrieb des Geschäftsbereiches Systeme und Projekte der NT Plus AG http://www4.ntplus.de.  Richtfunkstrecken könnten nach Erfahrungen von Mehdi Schröder, Vice President Enterprise der Ericsson GmbH http://www.ericsson.com/de/ in Düsseldorf, sehr rasch in Betrieb genommen werden, so dass der Anwender bei guter Projektplanung und Installation bereits nach rund sechs Wochen die Verbindung nutzen kann. „Die Investition in das Richtfunk-Equipment rechtfertigt und amortisiert sich schnell, da keine hohen laufenden Kosten wie bei Standleitungen entstehen. So amortisiert sich – ungeachtet der Kosten für Management, Service und Reparatur – eine Richtfunkstrecke über MINI-LINK von 10 Kilometern, bereits nach zwölf Monaten, bei zu erwartenden Laufzeiten von fünf Jahren oder mehr. Ein weiterer Aspekt der Leistungsfähigkeit von Richtfunk ist die Verfügbarkeit und Betriebssicherheit. Bei professionell geplanten Richtfunkstrecken liegt die Verfügbarkeit der Funkverbindung bei über 99 Prozent. Im lizenzierten Bereich sind die Frequenzen fest zugewiesen und keine Störungen durch andere Teilnehmer zu erwarten. Darüber hinaus erweisen sich Richtfunkssysteme als besonders zuverlässig. So erreicht unser MINI-LINK-System eine mittlere Betriebsdauer von mehr als dreißig Jahren. Da Richtfunk originär aus dem militärischen Bereich kommt, liegt es auf der Hand, dass man hier eine höhere Sicherheit hat als bei öffentlichen Netzen“, weiß Schröder.  Lukrativ seien Managed Service-Angebote, also Richtfunk-Dienste, wo man zu rein variablen Kosten für den Kunden Richtfunkstrecken aufbaut und betreibt. „Zu solch einem Schritt hat sich kürzlich die Deutsche Telekom entschlossen, die ihr Richtfunknetz an Ericsson ausgegliedert hat. Unser Geschäftsmodell sieht vor, die Richtfunkkapazitäten auch anderen Unternehmen und Behörden anzubieten. Damit entfallen die Management- und Überwachungskosten für den Anwender. So kann ein Anwender bei einem Betreiber von Funk-Access-Netzen bei entsprechender Netzabdeckung Teilnehmerverhältnisse auf ähnliche Weise abschließen, wie es im Mobilfunk oder DSL-Umfeld üblich ist“, skizziert Schröder die Vorteile des Richtfunks.