Stand-by geschaltetes Kontrollgremium des Kleingedruckten: Microsoft und die Cloud-Zensur


„VIELEN DANK, DASS SIE SICH FÜR MICROSOFT ENTSCHIEDEN HABEN!“ Es klingt so freundlich, wenn man sich entschließt, die Dienste des Software-Konzerns in der Computerwolke zu nutzen. Der Teufel steckt aber im Kleingedruckten. Wer hier moralisch, juristisch oder politisch über die Strenge schlägt, muss mit Sanktionen rechnen, wie die Tageszeitung „Die Welt“ am Wochenende berichtete: „Softwarekonzern sperrt plötzlich Nutzerkonten.“

Microsoft durchsuche offenbar Accounts – und legt sie lahm, wenn Inhalte darin gegen die AGBs verstoßen:

„Der Softwarekonzern Microsoft beweist in einem aktuellen Fall, welche Tücken Verbraucher bei der Verwendung von Cloud-Speicherdiensten im Netz erwartet. Der Konzern sperrte Nutzern den Zugang zu ihren Microsoft-Accounts, da sie auf Microsofts Servern Daten abgelegt hatten, die gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen haben. Ein Sprecher konnte auf Anfrage nicht ausschließen, dass bei der Suche nach solchen Daten Nutzeraccounts automatisch durchgescannt werden.“

In einem niederländischen Support-Forum hätten sich Nutzer darüber beschwert, dass Microsoft ihnen sang- und klanglos ihre sogenannte LiveID, also das Nutzerkonto, gesperrt hat.

„Damit verlieren sie nicht nur den Zugang zu den in Microsofts Cloud-Dienst SkyDrive gespeicherten Dateien, sondern auch gleich noch den Zugang zu Microsofts Mailservice Hotmail. Sollten sie weitere Microsoft-Produkte nutzen, etwa Mobiltelefone mit Microsofts ‚Windows Phone‘-Betriebssysstem, verlieren sie auch hier den Zugang zu gekauften Apps und Multimedia-Inhalten“, schreibt die Welt.

Dabei sei völlig unerheblich, ob die Daten als öffentliche Ordner online freigegeben oder nur zur privaten Nutzung gespeichert sind. Je nachdem wie wortgetreu Microsoft den eigenen Kodex interpretiere, kann selbst eine private Oben-Ohne-Aufnahme mit dem Windows-Smartphone im Zweifelsfall zum Sperrgrund werden.

Der Welt-Bericht veranlasste mich, in einem Telefonat mit dem Microsoft-Pressesprecher Thomss Baumgärtner die Umstände für eine Account-Löschung etwas genauer zu klären.

Baumgärtner konnte mir die Frage noch immer nicht beantworten, ob Verstöße gegen den Verhaltenskodex nun automatisch über Scanner oder Crawler detektivisch ermittelt werden oder nicht.

„Ich weiß zumindest, dass diese Dinge, bevor ein Account geschlossen wird, manuell geprüft werden. Eine Schließung wegen des Inhalts kommt aber extrem selten vor“, sagt Baumgärtner.

Wie das technisch geschieht, könne er im Moment nicht sagen.

„Aber einfach, um das Thema mal zu relativieren: Die Schließung eines Accounts bedeutet in der Regel, dass eine illegale Ursache als Treiber vorliegt“, so Baumgärtner.

Aha, also illegale Ursachen.

Aber wer entscheidet denn nun, was illegal ist? Ist es jemand von Microsoft? Darauf antwortet der Pressesprecher mit einem klaren „Nein“.

„Das müssen unter Umständen die Strafverfolgungsbehörden entscheiden.“

Also vor einer Account-Schließung schaltet Microsoft die Strafverfolgungsbehörden ein?

Darauf antwortet der Sprecher wieder mit einem „Nein“. Das könne man auch nicht so sagen.

In einem demokratischen Rechtsstaat ist es ja normalerweise so, dass eine Hausdurchsuchung richterlich verfügt werden muss, wenn der Anfangsverdacht für Straftaten vorliegt. Eine virtuelle Durchsuchung dürfte da ja nicht anderen Regeln folgen. Unter welcher Voraussetzung durchsucht denn nun Microsoft die Accounts ihrer Nutzer?

„Dazu haben wir die Möglichkeiten, die in den ‚Terms of use’ stehen.“

Schlauer bin ich durch diese Antwort nicht geworden. Werden denn nun die Straftverfolgungsbehörden vor oder nach der Account-Schließung eingeschaltet, wenn der Verdacht auf illegale Handlungen besteht oder erst danach. Darauf antwortet der Pressesprecher: „Danach“. Also erst stellt Microsoft illegales Handeln fest und entscheidet über die Auslöschung der virtuellen Existenz. Der Software-Konzern schafft also Fakten, die zum Ausschluss des Cloud-Kunden führen. Im zweiten Schritt werden die Strafverfolgungsbehörden informiert. Sozusagen eine doppelte Bestrafung.

Jetzt sehe ich aber einen Widerspruch in den Antworten von Herrn Baumgärtner. Er sagte doch am Anfang des Gespräches, dass in seinem Unternehmen niemand entscheidet, was illegal oder legal sei. Unter Umständen machen das die Strafverfolgungsbehörden. Die werden doch aber erst nach der Schließung des Accounts informiert und eine Account-Schließung, die so extrem selten vorkommt, geschehe nur, wenn ein Microsoft-Kunde illegal gehandelt habe. Das erinnert ein wenig an den Hauptmann von Köpenick.

Eine Löschung werde übrigens ohne oder mit Ankündigung vorgenommen. Das komme immer auf den einzelnen Fall an.

Das führt mich direkt zum Verhaltenskodex, den Microsoft seinen Cloud-Kunden auferlegt und die wohl die Basis dafür sind, um zu entscheiden, ob sich jemand illegal verhält. Den Widerspruch des Pressesprechers lasse ich jetzt mal außen vor:

Jedenfalls regelt der Verhaltenskodex für Cloud-Dienste die unzulässigen Verhaltensweisen:

Hier ein Auszug:

„Sie sind nicht berechtigt, Inhalte (einschließlich Text, Bildern, Ton, Video, Daten, Informationen oder Software) hochzuladen, bereitzustellen, zu übermitteln, zu übertragen, zu vertreiben oder ihren Vertrieb zu erleichtern bzw. den Service wie folgt zu nutzen:

Nacktaufnahmen, einschließlich vollständiger oder teilweiser Nacktaufnahmen von Menschen oder in Cartoons, Science Fiction oder Manga.

Pornografie, Obszönität, Anstößigkeit, Frevel, Hass, Fanatismus, Rassismus oder grundlose Gewalt anregen, diese befürworten oder ausdrücken.“

Auf dieser Basis entscheidet Microsoft also, was legal oder illegal ist, obwohl es ja Microsoft gar nicht entscheidet, sondern unter Umständen die Strafverfolgungsbehörden, die allerdings erst nach der Account-Schließung informiert werden, weil vorher ja schon irgend jemand entschieden hat, was legal oder was illegal ist. Vielleicht sind es ja irgendwelche Außerirdischen oder Bots, die das dann entscheiden.

Aber was ist nun illegal?

Der Dienst sei für Kinder ab 13 Jahren geöffnet. Deshalb seien die Nutzungsbestimmungen so eng gefasst. Es könnte ja sein, dass Jugendliche Zugriff auf Content bekommen, der vielleicht nach den Gesetzesbestimmungen legal ist, beispielsweise legaler Porno, aber gegen Jugendschutzbestimmungen verstößt.

Danach hatte ich aber den Pressesprecher gar nicht gefragt. Ich war ja erst bei der ersten Bestimmung. Wenn ich im Urlaub auf Ibiza war und eine Aufnahme vom Strand mache, könne es ja durchaus passieren, dass dort eine Badeschönheit ohne Oberteil auf den Fotos erscheint. Ist das schon eine anstößige Nacktaufnahme. Antwort des Pressesprechers:

„Ja“.

Das führe aber nicht direkt zur Schließung des Accounts. Wer sich unzulässig verhalte, werde nicht sofort bestraft. Aber wann entscheidet denn nun Microsoft, wann ein Verhalten unzulässig ist und gleichzeitig zur Schließung des Accounts führt?

„Wenn Sie es veröffentlichen. Wenn Sie beispielsweise Nacktfotos haben, die Sie veröffentlichen, dann ist es so, dass unter Umständen hier bestimmte Kinderschutz-Kriterien greifen“, erläutert Baumgärtner.

Ok. Jetzt geht es also gar nicht mehr um Illegalität, die Microsoft gar nicht feststellt, sondern Strafverfolgungsbehörden, die allerdings erst nach einer Account-Schließung informiert werden, sondern um Kinder- und Jugendschutz. Und auch hier wäre es interessant, wer denn nun wieder Verstöße gegen Kinder- und Jugendschutz feststellt. Die Entscheidungsschleife beginnt wieder von vorn. Diese Frage ersparte ich dem Pressesprecher. Aber was heißt denn nun veröffentlichen?

„Wenn Sie den Dienst anderen verfügbar machen.“ Also zum Beispiel dem Freundeskreis: „Ja, das wäre so ein Fall.“

Ich nutze ja nun keine Cloud-Dienste von Microsoft. Aber wenn ich in meiner Dropbox meine Ibiza-Urlaubsfotos einigen Freunden zur Verfügung stelle und die sich das runterladen und eventuell ihre Kinder daneben stehen und einen Blick auf die Badenixen werfen, dann wäre das also ein Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen. Äh, ja. Für den Microsoft-Pressesprecher wäre das schon ein Grund, den Account zu schließen, obwohl ja Microsoft nicht entscheidet, was illegal ist und so weiter.

Ich fragte Herrn Baumgärtner noch, ob denn Microsoft eine spezielle Task Force eingerichtet hat, die zusammen sitzt und eigentlich nicht entscheidet, was illegal ist – aber trotzdem irgendwann eine Account-Schließung dabei herauskommt?

„Das passiert über die Technik“, sagt Baumgärtner.

Ja dann wohl doch eine automatische Prüfung, die aber der Pressesprecher nicht bestätigen kann. Wenn ein Account geschlossen werde, wird das aber noch von Menschen angeschaut. Meine Nachfrage: Haben diese Menschen denn eine spezielle Qualifikation? Sind das gar Juristen?

„Das kann ich Ihnen im Moment nicht sagen“, sagt der Herr Baumgärtner.

Diese Antwort hat mich jetzt nicht wirklich überrascht. Aber wo wird das denn entschieden? In den Landesvertretungen von Microsoft oder in der Konzernzentrale in Redmond?

„Das wird von der Microsoft Corporation entschieden.“

In den USA legt man also fest, ob ein deutscher Nutzer gegen den Verhaltenskodex verstoßen hat, obwohl man ja nicht entscheidet, was illegal ist oder was nicht. Meine Abschlussfrage: Wie viele Fälle gab es denn in Deutschland, die zur Account-Löschung führten? Antwort des Herrn Baumgärtner:

„Ganz wenig.“

Was heißt denn ganz wenig?

„Ganz wenig heißt ganz wenig.“

So lässt der Herr Baumgärnter mich etwas ratlos zurück. Für mich riecht das Ganze kräftig nach Zensursula. Das stinkt nach Staat im Staate. Das müffelt nach Selbstjustiz und Willkür.

Es wird Zeit, dass sich das Verfassungsgericht, der EuGH und von mir aus die UNO damit beschäftigen und diesem bunten Treiben von privaten Moralwächtern ein Ende bereiten. In etwas anderer Deutung verlaufen sonst Entscheidungen über das Ende einer virtuellen Existenz nach dem Motto: Legal, illegal, scheißegal. Deshalb wiederhole ich mein Plädoyer aus dem vergangenen Jahr:

Die digitale Existenz wird immer mehr zum Menschenrecht, das es zu schützen gilt.

Notwendig wäre wohl auch eine breitere Debatte über die politische Netzneutralität von Infrastrukturanbietern wie Google, Apple, Facebook oder eben Microsoft – denn auch Cloud-Dienste zähle ich zur Infrastruktur des Netzes.

Es geht also nicht um die Frage nach dem gleichberechtigten Transport von Datenpaketen, sondern um die Zurückhaltung von Konzernen in politischen, moralischen und ethischen Angelegenheiten. Was passiert, wenn digitale Existenzen von Google und Co. einfach ausgelöscht werden?

Privatwirtschaftliche Konzerne dürfen sich nicht zur richterlichen Instanz aufschwingen und entscheiden, was im digitalen Leben richtig oder falsch ist, für welche Produkte geworben werden darf oder welche Nacktfotos über Apps auf Smartphones oder in der Cloud erscheinen dürfen. Sie sind nicht die Hohepriester, die Urteile fällen können für „Lawful Content“, der selbstverständlich nicht behindert wird. Im Umkehrschluss heißt das ja, was die Web-Giganten als illegal einstufen, kann behindert werden. Liebwerteste Silicon Valley-Bubis, ihr seid aber nicht Justitia. Hier muss das ordnungspolitische Regelwerk geändert werden.

Oder was meint Ihr?

China stempelt Ai Weiwei zum Wirtschaftsverbrecher: Die Schadensstrategem-Vorsorge der KP-Führung

Die Verhaftung des chinesischen Regimekritikers Ai Weiwei verläuft wieder nach dem Lehrbuch der Strategemkunde. Die Polizei ermittelt wegen vermuteter Wirtschaftsverbrechen. Prompt warnte heute ein Sprecher des Außenministeriums, das Ausland habe kein Recht, sich in chinesische Justizangelegenheiten einzumischen: „Gegen Ai Weiwei wird wegen Wirtschaftsverbrechen ermittelt. Das hat mit der Frage von Menschenrechten und der Meinungsfreiheit nichts zu tun.“

Ob die Analyse der Tageszeitung „Die Welt“ stimmt, wird sich noch erweisen: „An Ai Weiwei geht der Kelch, zum politischen Häftling gestempelt zu werden, vorbei. Pekings Behörden haben die Notbremse gezogen, nachdem seine Verschleppung ihnen einen Imagegau im Ausland bescherte, der schlimmer als der weltweite Aufschrei für Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo ist.“

Das könnte sich als höchst trügerisch erweisen. Erst einmal will die Staatsführung in Peking den Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen und Zeit gewinnen. Wenn jetzt etwas hilft, dann nur die einheitliche Vorgehensweise des Westens, um die sofortige Freilassung des Regimekritikers zu verlangen.

Die Reaktionen des Westens auf Menschenrechtsverletzungen in China sind nach Auffassung des Schweizer Sinologen Professor Harro von Senger von Naivität und Unwissen geprägt.

Wenn man die Verfassungsartikel der Volksrepublik China zur Kenntnis nehmen und in ihrer vollen Tragweite begreifen würde, dann würde vieles, was in der politischen Tagespraxis geschieht, durchschaubar und leicht vorhersehbar werden. „Aber leider werden offizielle Dokumente der Volksrepublik China im Westen regelrecht boykottiert und planmässig nicht gelesen oder mit einem Lacher abgetan. In Europa scheint man zu meinen, Hintergrundwissen über die Volksrepublik China sei überflüssig, es genüge, von Fall zu Fall die Tagesereignisse zu verfolgen und mit westlichen Alltagswissen ad hoc zu reagieren“, sagt von Senger.

Er verweist auf seine Schrift „Einführung in das chinesische Recht“ von 1994 (C.H. Beck Verlag). „Hier erwähne ich die bis auf den heutigen Tag in Kraft befindliche Verfassung der Volksrepublik China vom 4. Dezember 1982. Im Artikel 1 bekennt man sich in Peking ganz offiziell und offen zu der Tatsache, eine Diktatur zu sein. Nach Artikel 54 sind die Bürger der Volksrepublik China verpflichtet, ‚die Einheit und die Geschlossenheit all seiner Nationalitäten zu sichern’. Natürlich ist diese Verfassungsnorm durch entsprechende Paragraphen im chinesischen Strafgesetzbuch abgesichert“, erläutert der Sinologie-Professor.

Deutschland und andere Staaten der westlichen Welt haben die Volksrepublik China diplomatisch anerkannt und demnach auch die Verfassung. „Es erscheint merkwürdig, auf offizielle chinesische Einzelaktionen zu reagieren und diese anzuprangern, bei gleichzeitiger Anerkennung und damit Billigung der ideologisch-politisch-juristischen Grundlage solcher Einzelaktionen. Wenn man etwas kritisieren wollte, dann müsste man die Basis von Einzelaktionen, also die Verfassung, ja die offiziell hoch gehaltene marxistisch-leninistische Ideologie kritisieren, nicht die aus der Verfassung und aus der offiziell geltenden Ideologie logisch folgende Umsetzung im Einzelfall“, führt von Senger aus.

In seinem Opus „Supraplanung“ legt er fundiert dar, wie nachhaltig und langfristig der Sinomarxismus von der kommunistischen Partei in China vertreten wird. Von Verhüllungsrhetorik oder Verschleierung könne nicht die Rede sein. Jeder, der sich die Mühe mache, die Satzungen der Kommunistischen Partei Chinas vom 14. November 2002 und vom 21. Oktober 2007 zu lesen, werde auf den folgenden in beiden Satzungen übereinstimmenden Passus stossen: „China befindet sich jetzt im Anfangsstadium des Sozialismus und wird sich über eine längere Zeit in diesem Stadium befinden. Das ist ein unüberschreitbares Stadium bei der Modernisierung im wirtschaftlich und kulturell rückständigen China, das mehr als 100 Jahre in Anspruch nehmen wird….Das höchste Ideal und das endgültige Ziel der Partei ist die Verwirklichung des Kommunismus“. In Anlehnung an Gottfried Wilhelm Leibniz plädiert von Senger dafür, dass die europäische Belehrungsgesellschaft sich in eine Lerngesellschaft im Verhältnis zu China wandeln sollte. Das Abendland müsse den tief verwurzelten Kulturhochmut ablegen und sich darum bemühen, das amtliche Denken in der Volksrepublik China, insbesondere das Bezugssystem der Kommunistischen Partei Chinas von innen heraus besser zu verstehen.

„Die Passagiere des Luxusdampfers Europa kommen wohl nicht darum herum, sehr vieles, nicht zuletzt die chinesische Sprache, zu erlernen, wollen sie verstehen, was im Reich der Mitte vor sich geht“, schreibt von Senger. Europa sei nach der chinesischen Strategemkunde eine leichte Beute und eine optimale Spielwiese für die Anwendung des Strategems Nummer 33: Das Strategem des Zwietrachtsäens. Als Beispiel führt von Senger den Dalai-Lama-Besuch bei Bundeskanzlerin Angela Merkel an, der dazu führte, dass Chinas Führer reihenweise Termine mit Deutschen absagten. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy wurde demgegenüber höchst freundlich empfangen und mit Aufträgen in Höhe von 20 Milliarden Euro überschüttet.

„Der Preis: Menschenrechte kamen nur ganz am Rande vor. Der sonst so knallharte ‚Sarko’ kann also auch anders – windelweich. Die Botschaft Pekings ist klar. Wer die Klappe hält, macht Kasse. So will China Europa spalten“, zitiert Senger die Bild-Zeitung. Sarko sei allerdings nicht nur windelweich gewesen, er handelte in erster Linie listig. „Er benutzte das Strategem Nummer 12 ‚Mit leichter Hand das Schaf wegführen’ und ergriff geistesgegenwärtig und unsentimental, wie Politiker eben vielfach sind, die sich ihm dank dem Verhalten der deutschen Kanzlerin ergebende Geschäftschance. Ob die Kanzlerin ihre Tat wohl vernetzend-strategemisch analysiert und sich überlegt hat, welchen Nutzen ihre EU-Konkurrenten daraus ziehen könnten? Das ist eine überflüssige Frage. Zu derartigen strategemischen Selbstanalysen dürften listenblinde europäische Politiker gerade auch beim ‚Behaupten der eigenen Werte’ wohl kaum fähig sein“, bemerkt der Strategem-Kenner von Senger.

Er empfiehlt den Europäern, den Rat von Jesus zu folgen: „Seid klug wie die Schlangen und sanft wie die Tauben“ (Matthäus 10, 16). „In der globalisierten Welt des 21. Jahrhunderts sollte der verborgene Schatz, der in dem bei uns unbekannten Ausspruch Jesu ruht, gehoben werden. Unter völligem Verzicht auf ethisch abgestützte und mit Augenmass eingesetzte Schlangenklugheit dürfte der europäische Marsch durch das 21. Jahrhundert schwierig werden“. Es sei unverzichtbar, sich ein optimales Listwissen anzueignen. Im politischen und wirtschaftlichen Wettbewerb unterliege die Listenblindheit der Listkompetenz. Das gelte für Politiker und Unternehmer.

So habe wohl noch nie ein deutscher Bundeskanzler oder eine Bundeskanzlerin je in der Volksrepublik China einem unabhängigen Gewerkschaftsführer oder einem regimekritischen Intellektuellen die Hand gedrückt. Kein einziges deutsch-chinesisches Joint-venture wurde mit einem bekannten chinesischen Dissidenten gegründet.

Gestützt auf ihre äußerst starke Listsensiblität unternimmt China alle möglichen Maßnahmen zur Schadensstrategem-Vorsorge. Damit wolle die politische Führung verhindern, dass irgendwelche finsteren Mächte mittels destruktiver List das Regime gefährden könnten. Auch bei der Inhaftierung von Ai Weiwei laufen die Strategem-Methoden wie aus dem Lehrbuch ab.

对中国持不同政见者艾未未逮捕追溯到的Strategemkunde教科书。对涉嫌金融犯罪的警方调查。立即发出警告,今天的外交部,外国无权干涉中国的司法事务发言人:“对艾未未下对经济犯罪调查中。这是与人权和自由并不怀疑。“
无论是每天的报纸分析世界报同意,将更加证明:“艾未未是一个圣杯,政治犯用来结束。北京当局已经撤出紧急刹车后,他给了他们绑架Imagegau国外,比和平刘晓波全球哗然更糟。“
这可以证明很大的误导性。只有一次没有在北京的领导下,采取批评风出帆和赢得时间。现在,如果有什么帮助,那么只有西方单一程序,要求立即释放持不同政见者。
关于中国侵犯人权的西方反应的特点是根据瑞士汉学家Harro教授冯森格的幼稚和无知。
如果一个人走了人民的文章,以中国宪法的知识和理解,充分发挥其范围,那么是什么在日常政治实践中,最可预见的情况,很容易预测的。 “但不幸的是,人民共和国的正式文件,中国西部将抵制计划,而不是一个真正的阅读或笑着驳回。在欧洲,人们似乎认为,人民共和国的中国的深刻了解是多余的,它足以按照个别情况,每日事件和应对共同的知识与西方专案,说:“森格。
他提到他的论文“中国法学概论”1994年(瑞士贝克出版社)。 “在这里我提到这一天已经生效的人民共和国的中国宪法4 1982年12月。在第1条的供词是设在北京,并正式开放,被一个独裁政权的事实。根据第54条,对人民共和国的公民实施中国的统一和团结,以确保所有的民族。“当然,这在适当段落中的刑事保护的代码宪法标准“之称的汉学教授。
德国和其他西方国家已经认识到人民共和国外交,因此中国的宪法。 “这似乎很奇怪官方回应中,这些个人行为,谴责,并同时承认,从而批准这种个体行为的思想政治法律基础。如果你想批评的东西,那么必须有个人行动的基础,即宪法,批评甚至是正式珍视马克思列宁主义思想不是从宪法和官方意识形态的逻辑按照个别案件的执行工作,说:“冯森格从。
在他的巨著“超计划”应当构成健全,可持续和长期作为中国共产党在马克思主义中的代表。隐瞒或掩饰修辞说不出话来。谁做任何努力,对中国共产党章程14 2002年11月21日读2007年10月,将与在两个配套法规通过以下内容:“中国正处于社会主义初级阶段,将在一个较长的时间在位于该阶段。这是在经济文化落后的中国,这将需要100多年才能完成….的最高理想和党的最终目标是实现共产主义现代化不可逾越的阶段。“据戈特弗里德威廉莱布尼茨辩称森格确保欧洲社会教学是学习型社会转变成一个有关中国应该的。西方必须采取根深蒂固Kulturhochmut,努力了解在人民共和国的中国,尤其是对中国共产党的官方参考系统思考,从内到外更好。
“欧罗巴的豪华客轮,乘客可能不会得到很远,至少要学习中文,他们想了解中国正在发生的事情的权利上,写道:”冯森格。欧洲是继中国Strategemkunde的受害者并为33号的战略优化利用操场:在Zwietrachtsäens战略。作为例子,对达赖喇嘛的访问默克尔意味着中国已取消了与德国领导人会晤行中,森格。法国总统萨科齐,另一方面受到了非常友好,并与20亿欧元的订单应接不暇。
“奖:人权,只有在出现的边缘。他们通常会强硬,萨科奇’可以因此也不同 – 一个纸浆。北京的信息是明确的。谁掌握了关键,使现金。因此,将中国分裂欧洲“援引森格的图片报。萨科奇不过,不仅是纸浆,他在第一时间采取行动狡猾。 “他用12号的战略,导致了光的靠近羊’,把思想和无情的存在,因为许多政界人士只是向他感谢德国总理的行为造成的商业机会。校长自己的行为是否良好固化和化学分析策略的想法是,能够从这样的情况,有什么好处欧盟的竞争对手?这是一个多余的问题。这种自我分析混合策略列表盲目欧洲政治家应该特别时,维护其自身的价值不可能有能力“的策略注意到森格鉴赏家。
他建议,欧洲人跟随耶稣的忠告:“要灵巧像蛇和鸽子温柔”(马太10,16)。 “在全球化的世界21世纪应当是隐藏的珍宝,在未知在于我们说耶稣解除。在完全没有道德的支持,使用比例在欧洲游行蛇智慧的感觉,预计通过21世纪是困难的。“至关重要的是,获得最佳的图书馆知识。在政治和经济竞争是受失明的名单竞争力的定义。同样也适用于政治家和企业家。
Sun公司可能从未被击倒过的中国人民共和国,一个独立工会领导人或持不同政见的知识分子手德国总理或总理。没有一个中德合资企业形成了一个突出的中国持不同政见者。
其极强的基础上,采取Listsensiblität中国一切可能的措施Schadensstrategem筛选。这将阻止可能危及政治领导,通过破坏性的清单是指政权的任何邪恶势力。即使在执行逮捕艾未未从课本出战略的方法。

Erzürnt über neues Google-Projekt: Hamburger Datenschützer droht mit Verfassungsklage

Google Home View, in Expertenkreisen auch Google indoors‘ genannt, verstößt gegen Menschenrechte, so der Hamburger Datenschutzbeauftragte. Hier das Beweisdokument:

Hier der Bericht des ARD-Morgenmagazins: http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/435054_morgenmagazin/6849806_-google-indoors—bald-klopfen-sie-auch-an-ihrer-t-?buch

Netzwerk gegen das Unrecht – Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (AGEH) unterstützt Menschenrechtsorganisationen in Kolumbien

Christof Wünsch, Fachkraft im Personalprogramm Ziviler Friedendienst (ZFD) der Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (AGEH), hat seine Projektmitarbeit in Kolumbien abgeschlossen. Der Sozialarbeiter arbeitete sechs Jahre lang im Auftrag der AGEH für die kolumbianische Nichtregierungsorganisation „PODION“. Er entwickelte gemeinsam mit Kollegen ein Konzept für sogenannte Friedensschulen und koordinierte die Umsetzung des Programms. Insgesamt wurden 180 Mitarbeiter aus 32 lokalen Organisationen in Fragen der Menschenrechte, des internationalen humanitären Völkerrechts, der gewaltfreien Konfliktbearbeitung sowie der psychosozialen Begleitung von Gewaltopfern ausgebildet. Jede dieser Organisationen hat ihre Kenntnisse pro Jahr wiederum an rund 25 Personen weitergegeben. „Die Maßnahme hat daher hochgerechnet mittlerweile fast 5.000 Leute erreicht“, erklärt Wünsch.

Bei den Friedensschulen handelt es sich um eine Ausbildung für Mitarbeiter lokaler Hilfsorganisationen und Einrichtungen von Diözesen, die das Ziel hat, deren Kompetenz im Umgang mit Gewalt, Vertreibungen und Menschenrechtsverletzungen zu verbessern. „Wir haben mit der Ausbildung eine echte Stärkung der Zivilgesellschaft erreicht“, so Wünsch. In einer Gesellschaft, wo Gewalt an der Tagesordnung ist und täglich Menschenrechtsverletzungen verübt werden, haben die Teilnehmer ihr eigenes Engagement für mehr Frieden gezielter entwickeln und dadurch stärken können. So habe eine der Organisationen eine Aktion gestartet, die Jugendliche durch Aufklärungsarbeit davon überzeugte, sich nicht durch Paramilitärs, Guerilla oder Armee rekrutieren zu lassen. Die Rekrutierungen in dieser Region hatten daraufhin deutlich abgenommen. Andere haben das neu erworbene Wissen an Lehrer weitergeben. Diese führten daraufhin das Thema Mediation, ein Verfahren zur konstruktiven Beilegung von Konflikten, an ihren Schulen ein und konnten dadurch die Gewalt dort reduzieren.

2007 haben sich die 32 lokalen Organisationen, die an den „Friedensschulen“ teilgenommen haben, und allesamt eigene Friedens- und Menschenrechtsprojekte durchführen, zum „Nationalen Netzwerk für Demokratie und Frieden“ zusammengeschlossen. Christof Wünsch hat die Initiative als Berater begleitet. Er erläutert: „Der Zusammenschluss bietet den einzelnen Organisationen die Möglichkeit des Erfahrungsaustausches und ganz wichtig, einen gewissen Schutz, in ihrem Einsatz für die Menschenrechte.“ Außerdem könne das Netzwerk wichtige Themen auf nationaler und internationaler Ebene publik machen und das zivilgesellschaftliche Friedensengagement in Kolumbien stärken. Im Dezember 2008 kehrte Christof Wünsch im Auftrag der AGEH nach Kolumbien zurück, um als Berater das Netzwerk bei seiner Arbeit in den kommenden drei Jahren zu unterstützen.