Studie: Mittelstand verplempert Milliarden durch TK-Anlagen – Telefon-Steuerung über Web-Browser könnte Abhilfe schaffen

Laut einer aktuellen Untersuchung der Deutschen Telefon Standard AG http://www.dtst.de in Mainz sind rund 75 Prozent der deutschen Mittelständler mit ihren Telekommunikationsanlagen unzufrieden. Die Anwender schätzen den Schaden, vor allem durch zu komplizierte und nicht ausgelastete Anlagen, auf bis zu 5 Milliarden Euro jährlich. Nach der Telekom-Studie nutzen 72 Prozent der Unternehmen nur magere ein bis fünf Prozent der Möglichkeiten ihrer Telekommunikationsanlagen auch aus. „Meist handelt es sich hierbei nur um Basismerkmale wie Rufweiterleitung“, berichtet Informationweek http://www.informationweek.de. Komplexere Funktionen kommen lediglich acht Prozent der Befragten zum Einsatz – magere drei Prozent zählen sich zu den „Power-Usern“. 

Die Hauptursache für die überdimensionierte Technik liege bei den Herstellern, die den Mittelstand stiefmütterlich behandelt. Die Telefonanlagen seien nicht bedürfnisgerecht konzipiert, und kompliziert zu bedienen. „Von den Anwendern in den Unternehmen werden vor allem das umständliche Suchen nach Telefonnummern, die erneute Eingabe von Rufnummern nach Verwählen sowie das wenig intuitive Einrichten von Rufumleitung und Telefonkonferenzen bei vielen Anlagen kritisiert“, so Informationweek. Die Hälfte der Firmen schätzt, dass dadurch pro Mitarbeiter und Arbeitstag etwa 5 Minuten verloren gehen. Weitere 23 Prozent beziffern den Zeitverlust mit 10 Minuten, rund 22 Prozent der Befragten sogar mit mehr als 10 Minuten. Nur fünf Prozent der Unternehmen halten hingegen die Bedienung ihrer TK-Anlagen für so einfach, dass die Mitarbeiter damit keine nennenswerte Zeit verlieren. „Unter dem Strich ergeben diese sinnlosen Verzögerungen bei 60 Prozent der Mittelständler einen theoretischen finanziellen Schaden von 5 Milliarden Euro im Jahr durch nicht genutzte Arbeitszeit und Kapazitäten“, schreibt Informationweek. 

Einen Ausweg aus dem Dilemma könnten Voice-over-IP-Systeme bieten. Beim „Standard-Telefon-System“, einer VoIP-Anlage auf Basis von IP-Centrex, stelle etwa der Nutzer die Telefonfunktionen selbst über den Web-Browser ein. „Somit kann sich jeder Mitarbeiter die Funktionen zurechtlegen, die er benötigt, und somit effizienter mit seinem Telefon arbeiten. Als Endgeräte kommen Telefone von Anbietern wie Aastra, Polycom und Siemens zum Einsatz“, so Informationweek. „Auch Anwender mit wenig Affinitiät zur Technik können die webbasierte Nutzerverwaltung unserer TK-Systeme spielend einfach bedienen“, bestätigt Andreas Latzel, Deutschland-Chef von Aastra http://www.aastra.de. Nicht nur die IP-Centrex-Systeme, sondern alle TK-Systeme seines Unternehmens stellen eine webbasierte Nutzerverwaltung zur Verfügung. „Über die Einstellung der Benutzerdaten hinaus kann der Anwender unterstützende Services für die Telefonie über denselben Browser nutzen“, sagt Latzel im Gespräch mit NeueNachricht http://www.ne-na.de. Es sei keine Installation auf dem Arbeitsplatz nötig. Es werde ausschließlich ein Browser verwendet, der den Anwender mit seinem Kommunikationsportal verbindet und über die Administration seiner Userdaten hinaus weitere Anwendungen wie CTI oder Voicemail. „Einfachheit, Flexibilität und ein exaktes Anpassen des TK-Systems an die Bedürfnisse des Kunden sind wichtig, um auf dem TK-Markt bestehen zu können“, erklärt Latzel.

 

medienbüro.sohn/NeueNachricht/Zehn Jahre Google und das Endspiel um die Vorherrschaft im Internet

In den vergangenen zehn Jahren hat Google das Suchen und Finden im Internet revolutioniert. Jetzt stößt der Gigant in neue Geschäftsfelder vor. „Umwelt, Gesundheit, Bibliotheken – überall hat Google die Finger im Spiel. So könnte die Zukunft aussehen: Das grenzenlos mobile Internet wird künftig gesteuert über webbasierte Software, ist jederzeit und überall einsetzbar. Spracherkennung macht den Blick auf das Display überflüssig“, spekuliert Welt-Online http://www.welt.de und wird von Branchenexperten bestätigt: „Google hat schon vor Jahren die Spracherkennung als Schlüsseltechnologie für seine Expansionspläne entdeckt. So beobachten wir seit längerer Zeit wie der Suchmaschinen-Gigant in die Erforschung der Einsatzfelder von Sprachtechnologie und Entwicklung eigener Produkte investiert. Für Google ist der Einsatz von Spracherkennung ein strategisches Projekt im Rahmen der selbsternannten Mission ‚Organize the world’s information’. Denn das Internet wächst und dehnt sich aus – es wird immer mehr zum Bewegtbild und zum mobilen Medium“, sagt Bernhard Steimel, Sprecher der Brancheninitiative Voice Business, die Mitte Oktober in Wiesbaden den Kongress Voice Days http://www.voicedays.de/

veranstaltet. 

Die Rolle der Sprachtechnologie könne man anhand von drei Zielen erläutern, die auch als Entwicklungsstufen eines strategischen Plans von Google betrachtet werden können: „Es soll in der ersten Stufe einen einfachen Zugang zu Internet-Suchdiensten auch per Telefon geben. Der Zugang soll von überall und über jedes Endgerät möglich sein – die Sprachsteuerung dient als Dialogmedium. In der zweiten Stufe wird die Suchfunktion auf nicht-textbasierte Informationen wie Audio- und Video-Content ausgeweitet. Die Sprachtechnologie dient hier als Analyse-Medium. In der dritten Stufe wird man die Suche auf andere Trägermedien ausdehnen und alle Inhalte, auch lokale, erfassen. Die Sprachtechnologie wird dann als Eingabemedium eingesetzt“, erläutert Steimel im Gespräch mit dem Bonner Magazin NeueNachricht http://www.ne-na.de.

 

Erste Maßnahmen habe Google bereits eingeleitet. Ein Spracherkenner sei bereits entwickelt worden, der mit Daten aus der Telefonauskunft 0800-GOOG-411 http://www.google.com/goog411/

gefüttert werde. „Mit dem Start des Video Search Dienstes geht man noch einen Schritt weiter. Wenn auch Videoinhalte anhand von konkreten Äußerungen in die Suchfunktionen einbezieht, lässt sich die Online-Werbung passgenau platzieren und kann generell für die Werbeindustrie die Media-Analyse effizienter im Internet betrieben werden“, glaubt Steimel.

 

Je mehr das Handy zum Computer werde und als Multimedia-Speicher und Abspielmedium fungiere, desto mehr werden nach den Plänen des Mountain View-Konzerns auch hier Suchdienste vonnöten sein. Dabei stoße die Tastatur als Eingabemedium an ihre Grenzen, denn die Eingabe von Suchanfragen über die Zifferntastatur sei wenig komfortabel. Spracherkenner könnten zu einer Vereinfachung beitragen: „Vor diesem Hintergrund erlangt das Google-Betriebssystem Android eine zusätzliche Bedeutung – die Spracherkennung wird wohl direkt mit eingebaut“, erwartet Steimel. Google, frohlocken seine Freunde und fürchten seine Feinde, werde auch in den nächsten zehn Jahren das Cyberspace entscheidend prägen.

 

„Mit diversen Projekten und Beteiligungen hat sich der Suchmaschinenkonzern schon in Position gebracht“, berichtet Welt-Online: Nach den Worten von Vorstandschef Eric Schmidt will Google eines Tages ein „Supercomputer“ sein, über den die Nutzer alles online erledigen können. Jede Anwendung wäre internetbasiert und der Kauf von externer Software überflüssig. Ob Mailen, Surfen, Textverarbeitung, Präsentationen, Buchhaltung oder Statistik, alles würde von riesigen Serverfeldern ausgehen und Google wäre deren Eintrittstor und Gehirn zugleich. Das Stichwort dafür heißt Cloud-Computing: Es läutet nach Auffassung von FAZ-Redakteur Holger Schmidt das Endspiel um die Vorherrschaft im Internet ein: „Dokumente, Internetseiten, Fotos und Videos müssen künftig nicht mehr auf dem heimischen Rechner abgelegt werden, sondern irgendwo ‚in der Wolke’, womit riesige, über die ganze Welt verteilte Datenzentren gemeint sind. Die Internetnutzer können dann überall und mit allen Geräten auf ihre Daten zugreifen und mit anderen Nutzern teilen.“

 

Was werde Google in zehn Jahren sein? „Wenn es nach dem Willen von Larry Page ginge, dann wäre Google eines Tages eine perfekte künstliche Intelligenz, die ‚alles weiß, und das heißt, dass man alles wird tun können’“, schreibt Welt-Online. Dann werde Google vielleicht nicht nur suchen und finden, sammeln und verbreiten, sondern auch fragen und antworten, bewerten, belohnen und bestrafen. Google werde dann zu einer mächtigen Denkmaschine.

 

Siehe auch:

 

http://www.digitalnext.de/die-google-oekonomie

 

http://www.faz.net/s/Rub4C34FD0B1A7E46B88B0653D6358499FF/Doc~ECF21B6D568F948389F884C3CFC556A8D~ATpl~Ecommon~Sspezial.html

 

http://www.welt.de/webwelt/article2400155/Die-Google-Zukunft-Vom-Suchen-zum-Denken.html

 

http://www.absatzwirtschaft.de/Content/Online-Marketing/News/_pv/_p/1003186/_t/ft/_b/64088/default.aspx/google-hat-bei-der-spracheingabe-die-nase-vorn—microsoft-kann-kontern.html

 

http://www.pte.at/pte.mc?pte=070412027

 

http://www.nmz.de/kiz/modules.php?op=modload&name=News&file=article&sid=11457