Spannender Live-Talk: Taiwan als Digitec-Labor #DigitalXAdhoc​ mit @sascha_p

IT-Genies, technologischer Fortschritt, smarte Corona-Strategien und nerdige Digitalministerin. Was zeichnet Taiwan in der Digitalpolitik aus? Gespräch mit dem Tech-Blogger Sascha Pallenberg, live zugeschaltet aus Taiwan.

Siehe auch:

https://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Taiwans-Digitalministerin-Sehen-die-Demokratie-selbst-als-eine-Technologie-id58833006.html

Taiwan, Logistik, Neuanfang im Unternehmen und ökonomische Reformen – Volles #DigitalX Programm mit @sascha_p @ProfHolm @ZP_Universe @Lars_Feld

So langsam verliert man ja den Überblick bei den DigitalX Live-Formaten.

In dieser Woche ist jedenfalls so eine Art Programmzeitschrift vonnöten.

Wir fangen am Dienstag, um 10 Uhr mit einer Liveschalte nach Taiwan an und sprechen mit Sascha Pallenberg: IT-Genies, technologischer Fortschritt, smarte Corona-Strategien und nerdige Digitalministerin. Was zeichnet Taiwan in der Digitalpolitik aus?

Dann folgt wie jeden Mittwoch das #DigitalXStudio, um 11 Uhr. Diesmal mit Professor Peter Holm, Prodekan am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Provadis Hochschule in Frankfurt: Welche Veränderungen stehen der Logistik bevor und wie kann sie noch nachhaltiger werden?

Ebenfalls am Mittwoch geht es um 14 Uhr um ein neues Format von Zukunft Personal. Christiane Nägler stellt das Konzept vor.

Am Mittwochabend wollen wir Euch wieder ins Clubhouse einladen, um mit Euch mögliche Themen für die DigitalX-Redaktion zu besprechen. 19 Uhr.

Am Donnerstag, um 11:30 folgt ein Diskurs über die Lage der Ökonomie in Zeiten der Pandemie und in Zeiten nach der Pandemie mit Professor Lars Feld, Vorsitzender des Sachverständigenrats der Bundesregierung.

Am Freitag haben wir nicht frei, freuen uns aber schon auf das Sams 🙂 Man hört, sieht und streamt sich in dieser Woche häufiger.

Wer geht gestärkt aus der #Corona-Krise hervor? #DigitalXStudio @servicerebell @bernhardsteimel

Doku zum gestrigen #DigitalXStudio. Weitere Berichte folgen.

Was zeichnet krisenrobuste Firmen aus und welche Trends gibt es im 3D-Druck in der Metallverarbeitung? Zwei Themenblöcke im #DigitalXStudio am Mittwoch um 11 Uhr

Wir wollen wissen, was Unternehmen widerstandsfähiger macht und warum 3D-Druck in der Metallverarbeitung sinnvoll ist. Im ersten Themenblock sprechen wir mit dem Analysten Bernhard Steimel, der eine Studie zur so genannten Business Resillience erarbeitet. Dann schalten wir zu unserem Redaktionsmitglied Christoph Krause, der Thomas Hilger, Geschäftsführender Gesellschafter von Lightway 3D, zum 3D-Druck von Metallen, 5-Achs-CNC-Fertigung und Robotic befragen wird.

Man hört, sieht und streamt sich am Mittwoch, um 11 Uhr.

Update zur Sendung:

2021 wird das Jahr des Übergangs sein: Wenn es keine unerwarteten Katastrophen (mehr) gibt, dann können Unternehmen beginnen, sich auf die Gestaltung ihrer Zukunft zu freuen, anstatt sich nur durch die Gegenwart zu quälen.

In früheren Abschwüngen gingen die Starken gestärkt aus der Krise hervor, und die Schwachen wurden schwächer, gingen unter oder wurden aufgekauft. Der entscheidende Unterschied war die Widerstandsfähigkeit – die Fähigkeit, Schocks nicht nur zu absorbieren, sondern sie zum Aufbau von Wettbewerbsvorteilen zu nutzen.

Wir wollen wissen, was Unternehmen widerstandsfähiger gegen Krisen macht!

Führende asiatische Unternehmen verwandeln pandemiebedingte Veränderungen in Chancen für die zukünftige Wertschöpfung. Ein Grund dafür ist, dass sie seit langem die Wurzeln kultivieren, die ein Unternehmen in die Lage versetzen, angesichts von Widrigkeiten und Ungewissheit agil, aggressiv und entschlossen zu handeln

COVID-19 hat die Kluft zwischen denjenigen, die an der Spitze der Leistungskurve des wirtschaftlichen Gewinns stehen, und denjenigen, die am unteren Ende stehen, vergrößert – ein Trend, der sich in der Post-Pandemie-Ära wahrscheinlich noch beschleunigen wird.

Wir betrachten „Business Resilience“ als die Fähigkeit eines Unternehmens, durch zyklische und strukturelle Veränderungen von Angebot und Nachfrage weiterhin wirtschaftlichen Gewinn zu erwirtschaften. Für viele Unternehmen wird sie der Schlüssel zum Überleben!

Die vier Merkmale resilienter Unternehmen sind:

  • (harder /fitter) frühzeitig harte Entscheidungen treffen, Investitionen re-allokieren, des-investieren, schneiden alte Zöpfe ab
  • (faster) sich schneller bewegen und so schneller wieder auf den Wachstumspfad kommen
  • (stronger) Gewinne werden re-investiert
  • (smarter) sind digitale Vorreiter, die frühzeitig auf digitale Technologien setzen

EIN gutes Beispiel ist die Entwicklung einer Vermittlungsplattform für Erntehelfer in nur einer Woche durch den Maschinenring:

Durch das Corona-bedingte Einreiseverbot fehlten deutschen Landwirten auf den Feldern rund 300.000 Saisonarbeitskräfte. Die Maschinenringe Deutschland GmbH reagierte und entwickelte in nur sechs Tagen gemeinsam mit einem IT-Dienstleister und unterstützt vom Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung die digitale Vermittlungsplattform „Daslandhilft.de“. Schon nach zwölf Tagen war mit 1.850.000 Zugriffen und 63.000 Inseraten von Freiwilligen Deutschlands erfolgreichste Vermittlungsbörse entstanden.

Fragen zum zweiten Themenblock:

Das Lasersintern, also quasi das drucken von Metallbauteilen ist ein komplexer Prozess. Er verändert zunehmend ganze Gewerke im Handwerk. Ob Zahntechnik oder Feinwerkmechanik wo liegen die Chancen der Technologie?

Das Lasersintern, also quasi das drucken von Metallbauteilen ist ein komplexer Prozess. Er verändert zunehmend ganze Gewerke im Handwerk. Ob Zahntechnik oder Feinwerkmechanik wo liegen die Chancen der Technologie?

Corona, die digitale Transformation und die Veränderung der gesamten Automobilindustrie. Es stehen viele Aufgaben an. Wie schätzt ihr aus der Praxis eigentlich die zukünftige Entwicklung ein? Wo geht es hin? Wo sollten wir den Fokus legen? Was muss die Politik für die Transformation umsetzen? Wie muss die duale Bildung auf diese Veränderungen eingehen?

#Schumpeter und der dramatische Verlust der Unternehmerfunktion

In Kürze – also in diesem Jahr – erscheint unser langersehnter Utopie-Band zu unserer Podcast-Serie #KöniginvonDeutschland und #KönigvonDeutschland. Mit Professor Lutz Becker realisierte ich das in meiner Zeit an der Hochschule Fresenius.

Und da bin ich auf eine Passage im Interview mit dem Wirtschaftswissenschaftler Reinhard Pfriem gestoßen, die ganz gut zu meinem weiteren Buchprojekt über die „Theorie der Innovation“ passt. Der Auszug ist ein kleine Netznotiz für meine weiteren Recherchen…..

GUNNAR SOHN: Da war man in den 1920er Jahren schon mal weiter. Zumindest Schumpeter war weiter, denn der hat sich in Bonn ja eher als Sozialwissenschaftler definiert. Gottfried Eisermann, der den Soziologie-Lehrstuhl nach 1945 in Bonn angetreten hatte, hat in seiner Antrittsvorlesung Schumpeter eher als Soziologen gewertet. Also könnte man doch eigentlich an Schumpeter anschließen?

REINHARD PFRIEM: Ja, auf jeden Fall! Ich habe mich immer gewundert, teilweise auch amüsiert, wenn ich in der Betriebswirtschaftslehre, meiner Fachdisziplin, in den vergangenen Jahrzehnten auf Konferenzen häufig darauf gestoßen bin, dass der Schumpeter von vor dem ersten Weltkrieg, der also den Unternehmer zum Teil sogar mystifiziert hat, ganz hochgehalten wurde, aber man von dem Schumpeter der 30er und vor allem 40er Jahre, als er dann in die USA emigriert war, vor allen Dingen von seinem letzten großen Hauptwerk Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie nur ja nicht reden sollte – das hätte nichts mit Ökonomie und schon gar nichts mit Betriebswirtschaftslehre zu tun.

GUNNAR SOHN: Es ist der kreative Zerstörer übrig geblieben … 

REINHARD PFRIEM: Ja! In völliger Einseitigkeit! Wobei das Kapitel über den Prozess der schöpferischen Zerstörung ironischerweise ja gerade aus dem gerade genannten späten Buch stammt, von dem etwa der verstorbene Bochumer BWL-Professor Dieter Schneider sagte, man solle es in den Orkus werfen. 

Insofern könnte man, in der Spekulation darauf, dass die Adressaten Joseph Schumpeter nie gelesen haben sagen, dass  Innovationsfetischismus mit Schumpeter über den Begriff der kreativen Zerstörung gerechtfertigt wird, statt sich damit zu beschäftigen, dass Schumpeter den dramatischen Verlust der Unternehmerfunktion in zunehmendem Maße analysiert hat. Von daher muss man heute die Frage stellen, – und damit bin ich wieder beim Anfang – was eigentlich die sozialen Quellen dafür sind, gute unternehmerische Aktivität in die Welt zu setzen. Und deswegen ist vor dem Hintergrund der Schumpeterschen Analyse, dass die Unternehmerfunktion eher in der Zeit der Familiendynastien, der dynastischen Unternehmerrolle, Einheit von Eigentümer und Geschäftsführung, funktioniert hat, gerade heute interessant zu sehen, dass gemeinschaftsorientierte Formen des Wirtschaftens, also unter anderem Genossenschaften, teilweise aber auch stiftungsähnliche Formen eine Renaissance – oder vielleicht nicht nur eine Renaissance, sondern eine Blüte – erleben, wie es das in der bisherigen Geschichte des Kapitalismus gar nicht gegeben hat. Und das ist dann vielleicht auch die Auflösung des Problems und dieser Entwicklung, die da im 20. Jahrhundert stattgefunden hat.

GUNNAR SOHN: Jetzt ist es eigentlich ein Trauerspiel, dass beispielsweise die Universität Bonn so wenig anknüpft an die Forschungstradition von Schumpeter. Also Wuppertal macht es, nicht wahr?

REINHARD PFRIEM: Ich habe als Lehrbeauftragter an der Bergischen Universität Wuppertal mit meinem ehemaligen Doktorvater, Norbert Koubek, der natürlich auch schon lange pensioniert ist, ein Seminar an der Universität Wuppertal angeboten: Schumpeter, Nachhaltigkeit und der Wandel des Unternehmertums. Norbert Koubek ist als inzwischen Pensionierter dafür verantwortlich, dass der ehemalige Fachbereich Wirtschaftswissenschaft der Universität Wuppertal, an dem ich extern aus Westberlin vor über 30 Jahren promoviert habe, seit einer Reihe von Jahren Schumpeter School heißt. Ob das tatsächlich von der aktuell tätigen Professorenschaft dieses Fachbereichs so getragen wird, ist eine andere Frage.

Ausführlich auf Soundcloud nachzuhören:

Soweit ein kleiner Auszug des Gesamtwerkes. Jetzt wird weiter redigiert.