Festivalstimmung und wichtige Digital-Diskurse: Zur #DigitalX in Köln – Ein erstes Resümee

Vier Kölner Quartiere, fünf Bühnen, mehr als 100 Veranstaltungsorte, rund 2 Millionen Quadratmeter Digitalisierung: Die #DigitalX 2021 hat mehr als 20.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begeistert. Rund 300 internationale Experten waren auf den Bühnen – darunter Arnold Schwarzenegger, Professoring Dr. Sabina Jeschke, Ranga Yogeshwar, Daniel Domscheit-Berg, Professor Dietrich Grönemeyer, Thomas de Maizière, Uli Hoeneß – diskutierten am 7. und 8. September über die digitale Transformation und Nachhaltigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft. Rund 300 Startups und Unternehmen präsentierten ihre digitalen Lösungen: vom autonom fahrenden Stadt-Shuttle über eine Solarlösung zum Laden von E-Autos im Internet der Dinge (IoT) bis zum 3D-Scanner für die Erstellung von Avataren. 

Einen Blick auf die aktuelle Digitalisierungslage in Deutschland und Europa warf Telekom-Vorstandschef Tim Höttges in seiner Rede. Europa sei in Punkto Digitalisierung global nicht wettbewerbsfähig und hochgradig abhängig von einem Ökosystem außerhalb Europas. Er sieht dafür vier Themenfelder, in die Deutschland und Europa in den nächsten Jahren massiv investieren müssten, um die Digitalwirtschaft voranzubringen. Dazu gehöre die Förderung von Digitalkomponenten. Zweitens die Rahmenbedingungen für den Aufbau der benötigten digitalen Infrastruktur bereitzustellen. Drittens skalierbare europäische, digitale Plattformen zu schaffen und viertens digitale Anwendungen zu entwickeln. „Die Telekom selbst ist digitaler Begleiter. Wir investieren wie kein zweites Unternehmen in beste Netze. Und als internationale Stimme der Digitalisierung entwickeln wir Partnerschaften mit innovativen Unternehmen weltweit, von denen unsere Kunden profitieren“, so Höttges.

Der frühere kalifornische Gouverneur und Schauspieler Arnold Schwarzenegger skizzierte bei seinem Auftritt in Köln einen Blick auf seine Entwicklung vom Bodybuilder und Mister Universum über den Schauspieler zum Gründer einer Klimainitiative. Als Gouverneur hat er die striktesten Umweltgesetze der USA durchgesetzt. Er ist überzeugt, dass „digitale Technologie nachhaltiges Wirtschaften deutlich voranbringen könne.“ 

Hagen Rickmann: „Alle wollen in Digitalisierung investieren“

Optimistisch schaute Hagen Rickmann, Schirmherr der Digital X und Geschäftsführer Geschäftskunden der Telekom Deutschland GmbH, auf die aktuelle Digitalisierungsdebatte. „Digitalisierung macht den Unterschied und das haben die Unternehmen erkannt. Wenn ich aktuell mit mittelständischen Unternehmern spreche, stelle ich fest: Alle wollen in Digitalisierung investieren und sich digital transformieren. Besonders die junge Generation der Unternehmer treibt die Digitalisierung voran.“ Zwar habe die Pandemie einen Digitalisierungsturbo gezündet, doch zeige der Digitalisierungsindex der Telekom: „Es ist noch Luft nach oben. Der Index steigt nur moderat. Wir zeigen Firmen jeder Branche Anwendungen, die es ihnen ermöglichen, für eine ganze Reihe von Geschäftsprozesse schnell und einfach digitale Lösungen zu implementieren.“ Ein Signal für das noch geringe Digitalisierungswissen sei die geringe Förderquote aus dem 130 Milliarden Euro schweren Konjunkturprogramm der Bundesregierung. 50 Milliarden Euro davon seien für die Digitalisierung der deutschen Wirtschaft vorgesehen. „Aus dem Förderprogramm sind nach rund anderthalb Jahren erst 15 Prozent abgerufen. Die Telekom unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen, einen besseren Zugriff auf die Fördertöpfe zu erhalten. Obwohl erst seit kurzer Zeit aktiv, bekommen wir schon bis zu 300 Anrufe wöchentlich“, erläutert Rickmann.

Amateursport live und digitale Bildung

Rickmann stellte auf der Digital X auch zwei neue Kooperationen vor. Gemeinsam mit Sporttotal bringt die Telekom jetzt Amateursport live ins Netz. Vollautomatisierte Kameras übertragen Spiele als Livestream über das 5G-Netz der Telekom ins Internet. Die Telekom kooperiert mit Apple auch für mehr digitale Bildung und ist jetzt als Apple Authorized Education Specialist zertifizierter Netz-Anbieter für Apple Education in Deutschland. Das es zahlreiche digitale Innovatoren in Deutschland gibt, dokumentiert die Startup-Initiative TechBoost. Auf der Digital X stellte unter anderem Doob einen 3D-Scanner vor, mit dem sich digitale Zwillinge von Menschen erstellen lassen. Solche Avatare können Unternehmen zum Beispiel für Marketing, Schulungen oder die Kundenbetreuung einsetzen. Unternehmen nutzen Avatare auch zunehmend für Virtual-Reality-Anwendungen. Die Zukunft der Computersteuerung sieht das Startup 4Tiito im Eyetracking auf Basis von künstlicher Intelligenz. Die Lösung kann den Einsatz von Computer-Mäusen verringern und ergonomisches Arbeiten verbessern. 

Digital Champions Awards 2021

Auf der Digital X wurden auch zum sechsten Mal die Digital Champions in vier Kategorien gekürt. Die Vorreiter der Digitalisierung zeigen, wie sie mit digitalen Lösungen ihr Unternehmen durch wirtschaftlich unsichere und sprunghafte Zeiten führen. Die Gewinner sind die Wirtschaftskanzlei Noerr, das Familienunternehmen und Weltmarktführer für Tageslichtsysteme LAMILUX, der Beschichtungsspezialist J. Wagner und der Kosmetikhersteller Schwan Cosmetics International. Einen Sonderpreis für den regionalen Champion bekam HAILO-Werk Rudolf Loh, Hersteller von Leitern und Mülleimer für Haushalt und Unternehmen.

Hier Statements nach der Preisverleihung:

https://www.indiskretionehrensache.de/2021/09/digital-x-telekom/

2 Gedanken zu “Festivalstimmung und wichtige Digital-Diskurse: Zur #DigitalX in Köln – Ein erstes Resümee

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