Corona-Politik als Wettkampf: Am deutschen Wesen…

Bleibt friedlich

In Deutschland werde mehrheitlich eine Messlatte angelegt, nach der das Land besser und überlegener sein muss als andere Nationen.

„Hat Deutschland jedoch im Nationenvergleich keinen Spitzenplatz, machen sich nicht nur bei Querdenkern Wut, Verzweiflung und Unsicherheit breit. Im Hintergrund lässt sich ein kollektiver Bewältigungsmechanismus ausmachen, der Sicherheit geben soll, aber in der Praxis die Corona-Bewältigung oft mehr behindert als fördert. Es ist ein arrogantes Perfektions-Narrativ, das sich im Land auch bei anderen Gelegenheiten schon seit Jahren erzählt wird – mit oft fatalen Folgen. Entweder sind die Deutschen bewunderte Weltmeister, vielleicht auch noch auf dem Weg dorthin, oder aber sie sind krachend scheiternde Trottel“, so der treffliche Kommentar des Kölner Psychologen Jens Lönneker in der Fachzeitung „Horizont“.

Die Stimmung ist vor allem im Februar und März gekippt mit teilweise völlig irrationalen Pauschalvorwürfen gegen politische Akteure und gegen die Verwaltung.

Wir sollten mehr Pragmatismus und mehr Verständnis für die Entscheidungsträger in der Pandemie an den Tag legen. Dieser Drang nach Perfektion und Impf-Tabellenführerschaft geht mir zunehmend auf den Sack.

Im Bonner Impfzentrum läuft die Sache sehr gut und die meisten Verantwortlichen im Gesundheitswesen machen einen guten Job.

Fundamentalkritik halte ich für destruktiv.

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