Corona und das Schwarz-Weiß-Denken

Seit der Antike suchen wir nach Eindeutigkeiten und sind schlechte Künstler der Vielfalt. Das sind die Schattenseiten des westlichen Universalismus, die uns gegenüber China in eine schwächere Position bringen: „Alles braucht eine Antwort. Das ist im asiatischen Raum ganz anders. Da sieht man sich Möglichkeiten an. Welche Kombinationen aus der Vielfalt sind gerade richtig“, so der Wirtschaftspublizist Wolf Lotter.

In der westlichen Welt hingegen sucht man hinter jedem Geschehen die klare Kausalität und verfällt dann in ein nerviges und unproduktives Schwarz-Weiß-Denken. Gesucht werden Schuldige, aber keine neuen Ideen, Konzepte und innovative Experimentierlabore, um mit dem Vorhandenen etwas Neues zu schaffen.

Im Corona-Krisen-Mangement und in den Reaktionen in der Öffentlichkeit ist das jeden Tag zu beobachten. Ausführlich erscheint das übrigens in meiner Netzgedanken-Kolumne im #prmagazin – April-Nummer.

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