Max-Planck und der Quantencomputer-Wettlauf

IBM und Google sind seit längerer Zeit in einem Wettlauf, wer mehr Quantenbits (Qubits) in kürzerer Zeit zur Verfügung stellen könne, berichtet die FAZ. „Der chinesische Internet-Konzern holt bei der Entwicklung mächtig auf. Dessen Entwicklungsingenieure haben die Grenze von 127 Quantenbits ins Auge gefasst. Ob die allerdings noch in diesem Jahr geknackt werden kann, weiß derzeit niemand. IBM hat für das Jahr 2022 sogar einen Quantencomputer mit 433 Qubits angekündigt. Die Rechenleistung der Quantencomputer verdoppelt sich mit jedem Quantenbit. Deshalb ist das Rennen um den Computer mit den meisten Qubits spannend“, so die FAZ.

Basis für diese Aktivitäten von der Grundlagenforschung in die Anwendung sind die Arbeiten von Ignacio Cirac vom Max-Planck-Institut für Quantenoptik. Er ist theoretischer Physiker und als solcher ein Wegbereiter der zweiten Quantenrevolution. Seine theoretischen Arbeiten haben den Grundstein gelegt für wegweisende Experimente zu Quantencomputern und Quantenkryptographie. In einer Publikation von 1995 erklärten Cirac und sein Kollege Peter Zoller, wie man mit Ionenfallen einen Quantencomputer bauen könnte. „Ohne diese theoretischen Grundlagen wären die Arbeiten von IBM und Google gar nicht vorstellbar“, erläutert Christina Beck, Leiterin Abteilung Kommunikation der Max-Planck-Gesellschaft.

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