Dashboard Deutschland mit wichtigen Daten: Überbrückungshilfen fließen nur spärlich an Unternehmen @michael_huether @hartaberfair @peteraltmaier @destatis #EconTwitter

Das „Dashboard Deutschland“ ist seit Dezember 2020 online und es ist eine echte Entdeckung für Datenanalysen: Mit dem interaktiven Portal bündelt das Statistische Bundesamt hochaktuelle Daten zu Wirtschaft, Finanzen, Gesundheit und Mobilität. Zum Start bietet das im Auftrag des Bundesministeriums des Innern (BMI), des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) entwickelte Dashboard bereits mehr als 100 Indikatoren. Das Angebot ist für mobile Endgeräte optimiert und ohne Registrierung frei zugänglich. 

Im „Dashboard Deutschland“ werden Indikatoren der amtlichen Statistik ergänzt um hochfrequente Informationen anderer Datenanbieter. Im Ergebnis bietet die Plattform ein umfassendes Bild der aktuellen Situation Deutschlands. So kann man aktuelle Zahlen zu gewährten Corona-Hilfen für Unternehmen aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung (Überbrückungshilfen, Novemberhilfen sowie bewilligte Kredite aus dem KfW-Sonderprogramm) abrufen. Und da sieht es gar nicht so gut aus.

Eine Antragstellung für die Novemberhilfe ist seit dem 25. November 2020 möglich. Insgesamt wurden bisher 286.515 Anträge mit einem Volumen von 4,50 Milliarden Euro gestellt. Das bereits ausgezahlte Volumen beträgt 1,34 Milliarden Euro.

Das Antragsverfahren für die Dezemberhilfe ist am 23. Dezember 2020 gestartet. Bisher wurden 122.745 Anträge mit einem Volumen von 1,73 Mrd. EUR gestellt. Das ausgezahlte Volumen liegt bei 0,64 Milliarden Euro. Von rund 35 Milliarden Euro sind also nur rund zwei Milliarden an die Unternehmen geflossen.

Warum das so ist, erläuterte Professor Michael Hüther vom IW-Köln bei hartaberfair:

Ausschnitt aus hartaberfair

Zur Gesundheit bietet das Portal die wichtigsten Informationen des Robert Koch-Instituts zur aktuellen Pandemiesituation und bei „Mobilität“ täglich aktualisierte Mobilitätsindikatoren und Bewegungsdaten auf Basis von Mobilfunkdaten. Erklärende Texte erleichtern den Nutzerinnen und Nutzern die Interpretation der visualisierten Ergebnisse. 

„Mit dem konsequent nach dem ,Mobile First‘-Ansatz entwickelten ,Dashboard Deutschland‘ leistet das Statistische Bundesamt einen wichtigen Beitrag zur Open-Data-Strategie der Bundesregierung. Wir machen damit hochwertige statistische Informationen leicht zugänglich und unterstützen den faktenbasierten demokratischen Diskurs. Ich danke unseren Partnern – den drei initiierenden Ministerien und den Datenanbietern, mit denen wir kooperieren – für ihr Vertrauen in unser Haus als zukunftsorientierter Datenmanager und Informationsdienstleister“, so Georg Thiel, Präsident des Statistischen Bundesamtes.

Zum Start bietet das „Dashboard Deutschland“ bereits grundlegende Möglichkeiten zur Datenanalyse und zum Teilen von Inhalten. Bis Mitte 2021 werden sowohl das Indikatoren-Angebot als auch technische Funktionalitäten weiter ausgebaut. Das „Dashboard Deutschland“ ist kostenfrei und ohne Registrierung nutzbar und über die Internetauftritte des BMI, BMF, BMWi, des Statistischen Bundesamtes sowie direkt unter www.dashboard-deutschland.de erreichbar.

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