Radtour, Bonner Glücksorte und eine Lesung in der Gschwendner Teestube

Ein Ort zum Verweilen – die Gschwendner Teestube am Bonner Dreieck

Eigentlich wollte ich mich nach dem Warntag-Großprojekt am Sonntag auf die faule Haut legen. Dann kam am Samstag ein Anruf von der lieben Birgit Eschbach und sie fragte mich, ob ich an der Lesung von Ursula Kollritsch in der Geschwendner Teestube im Knupserhäuschen am Bonner Dreieck teilnehmen möchte. Bei einer Lesung kann ich natürlich nicht ablehnen. Es ist doch die erste literarische Veranstaltung, die ich nach dem Corona-Lockdown im März wahrnehmen kann. Im Spätwinter war ich in Köln bei Ragnar Helgi Ólafsson und Wolfgang Schiffer, die isländische Literatur vorstellten. Danach war Schluss.

Nun also wurden Bonner Glücksorte von der Autorin Ursula Kollritsch vorgestellt. Und natürlich zählte zu den ersten Glücksorten auch die zauberhafte Teestube. Ich muss gestehen, dass ich noch nie in der ersten Etage verweilte, um die Blätter tanzen zu sehen, zu lesen oder zu schreiben. Das wird sich ab sofort ändern.

Ich lebe seit 31 Jahren in Bonn und bin immer wieder über die Neuentdeckungen überrascht. Im Glücksorte-Band findet man Bekanntes und Neues. Beispielsweise das Blumencafé Morgentau hinter dem Bahnhof, den Zauberbedarf Kellerhof in Oberkassel, die Möglichkeit für einen Sonntagsbrunch im Rheinhotel Dreesen (dort erlebte ich vor Ewigkeiten ein rauschendes Weihnachtsfest meines früheren Arbeitgebers), Spaziergänge im Melbtal, die Düne in Tannenbusch oder der Weck-Werksverkauf in Duisdorf und weitere entzückende Glücksorte, die Bonn bietet.

Am Weck-Fabrikgebäude fahre ich mit dem Rad ständig vorbei, um in den Kottenforst zu gelangen oder zu Obi zu fahren. Ich wusste gar nicht, dass dieser Hidden Champion dort auch einen Werksverkauf anbietet. Selbst als Duisdorfer kann man noch einiges herausfinden in Duisdorf. Dazu zählt auch das alte Büro von Ludwig Erhard im Wirtschaftsministerium. Steht zwar nicht im Buch „Glücksorte in Bonn“, aber auf meiner Recherche-Agenda für weitere Beiträge über meinen Kiez.

So war der Sonntag wirklich eine Ode an die Freude, wie das Buch von Ursula Kollritsch 🙂

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