Home Office: Managementfehler oder verpasste Chancen in der Arbeitsorganisation? #economists4future #NextTalk

Köln, 2039. Zwanzig Jahre nach der letzten gemeinsamen #NEO19x treffen sich zwei Pioniere der Lehr-Lern-Konferenz – der frühere Wirtschaftsblogger Gunnar Sohn und der ehemalige Hochschullehrer Lutz Becker – auf der Terrasse des letzten Stadtcafés. Die Rheinland-Metropole ist wegen der sich in den Sommermonaten anstauenden Hitze praktisch unbewohnbar geworden. Nur die wenigen sturmfreien Tage im Spätwinter laden zum Aufenthalt im Freien ein. Aber vielleicht ist auch alles ganz anders. Während die beiden über Utopien und Experimente sinnieren, sie sich an die damals neuen Formate in Lehre und Forschung, die sie im ersten Viertel des 21. Jahrhunderts umgetrieben haben.

Wenn ich mir die aktuellen Temperaturen anschaue, ein gar nicht mehr so utopisches Gespräch in dem Ende August erscheinenden Band #economists4future.

Im Laufe der Unterhaltung blickte ich auch auf verpasste Chancen in der Arbeitsorganisation zurück:

Gunnar: Solche Scheingefechte erschwerten damals auch die nötige Energie- und Verkehrswende. 67 Prozent der Berufspendlerinnen und Berufspendler fuhren damals in Deutschland mit dem Auto zur Arbeit, versauerten im Stau, den sie selbst verursachten, belasteten die Umwelt und ärgerten sich über den Verlust an Lebensqualität. Durchschnittlich saßen im Berufsverkehr nur 1,2 Personen pro PKW. Rund zehn Millionen Menschen waren täglich länger als eine Stunde unterwegs. Über sechs Millionen fuhren mehr als 25 Kilometer zu ihrem Arbeitsplatz. Wir hätten die Arbeit so viel schneller zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bringen können. Aber da musste erst die Corona-Pandemie kommen, um den Mainstream-Chefs zu zeigen, dass Homeoffice funktioniert. Nicht in allen, aber in vielen Sparten hätte es ein Lob der Immobilität gebraucht. Jeder nicht gefahrene Kilometer entlastet den Verkehr, senkt die Emission von klimarelevanten Treibhausgasen um 141 Gramm pro Personenkilometer und macht Menschen stressfreier. Diese Zahlen waren bewiesen. Ich selbst hatte bereits 2019 mein Auto abgeschafft und kaufte mir auch kein E-Auto, das im gleichen Stau wie die Verbrenner gestanden hätte. Im Schnitt legten wir in Deutschland 16 Kilometer zum Arbeitsplatz zurück. Dabei können wir 20 bis 32 Kilometer pro Tag locker mit dem E Bike bewältigen – ohne ins Schwitzen zu kommen. Wenn wir von E-Mobilität reden, hätten wir stärker auf Fahrräder schauen müssen und nicht auf Autos.

Soweit der winzig kleine Ausschnitt aus dem Buch. Ihr solltet es vorbestellen 🙂

Und Ihr solltet am Montag, um 14 Uhr der Debatte folgen, ob es sich beim Home Office um den Managementfehler des Jahres 2020 handelt oder wie oben geschildert, um verpasste Chancen bei einer radikalen Umorganisation des Arbeitslebens.

#NextTalk mit dem Digitalberater Thomas Knüwer, mit Dr. Josephine Charlotte Hofmann vom Forschungsbereich Unternehmensentwicklung und Arbeitsgestaltung Fraunhofer IAO, mit Mister HR Winfried Felser und mir.

Wir übertragen im Multistream auf YouTube, Twitter-Periscope, Facebook und LinkedIn. Einfach auf meine Profile gehen. Event auf YouTube schon angelegt. Die anderen Dienste starten dann just in time. Ihr könnt auf allen Plattformen mitdiskutieren. Über die Software Ecamm Live kann ich die Postings auf allen Diensten einfangen.

2 Gedanken zu “Home Office: Managementfehler oder verpasste Chancen in der Arbeitsorganisation? #economists4future #NextTalk

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