Wie 3D-Druck die Betriebswirtschaftslehre verändert und was das mit #Killerkaninchen zu tun hat #EconTwitter @derjopen

Nach Auffassung von Professor Lutz Becker, Studiendekan der Hochschule Fresenius und Mitorganisator der Next Economy Open gehen die interessantesten Impulse für die Netzökonomie von additiven Verfahren aus – also 3D-Druck.

„Ich behaupte, dass die wahre Revolution in diesen additiven Verfahren steckt. Ich habe mal gelernt, dass es spanabhebende Verfahren gibt, also Schleifen, Fräsen, Bohren und was auch immer – und verformende Verfahren gibt. Letzteres heißt ganz banal gesprochen: Früher hat der Schmied das Werkstück mit einem Hammer in die gewünschte Form gebracht. Zudem gab es den Guss, den könnte man als Vorläufer moderner additiver Verfahren sehen, wenn man denn will. Aber gerade durch die neuen 3D-Drucktechnologien passiert in Verbindung mit neuen, zum Beispiel auch biologischen Materialien und digitaler Vernetzung gerade viel Spannendes.“

Man benötige beim 3D-Druck wirklich nur die für das Werkstück notwendige Materialmenge, so dass fast kein Ausschuss, Schrott oder Abfall entsteht, der entsorgt oder aufwändig recycelt werden muss.

„Mit Hilfe von 3D-Druck kann man auch eine Vielzahl bis dato getrennter Arbeitsschritte zusammenführen. Zum Beispiel kann man mit einem 3D Drucker durchaus schon kleine Getriebe in einem Durchgang, also quasi aus einem Guss produzieren. Stark vereinfacht ist es so, dass dort, wo früher hintereinander eine Säge, eine Drehmaschine, eine Fräse, ein Bohrer und jede Menge Lagerfläche zwischen den Produktionsstufen benötigt wurden, nur noch ein Drucker stehen muss. Was passiert also? Firmen und ganze Industriegebiete werden weniger Platz benötigen, weil sie weniger Lagerhaltung haben, und weil sie einfach zwischen den Prozessen die Zwischenlager abbauen. Das ist zumindest betriebswirtschaftlich und ökologisch betrachtet ein großer Fortschritt“, erläutert Becker.

Das Thema vertiefe ich mit dem 3D-Druck-Kenner Michael Jopen.

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