Dem USA-Kurs gegen China sollte Europa nicht folgen

„US-Außenminister Mike Pompeo will die Europäer für einen harten Kurs gegenüber der aufstrebenden Großmacht China gewinnen. Die EU und die USA müssten im Interesse „der Erhaltung unserer freien Gesellschaften, unseres Wohlstandes und unserer Zukunft“ zusammenarbeiten, um den Herausforderungen zu begegnen, sagte Pompeo in einer Videokonferenz der US-Stiftung German Marshall Fund“, berichtet der Spiegel.

„Die Herausforderung, die wir gemeinsam versuchen zu lösen, besteht darin, wie wir Freiheit und Demokratie auf beiden Seiten des Atlantiks bewahren und unsere Bürger schützen können“, sagte Pompeo.

Das ist rührend formuliert von Pompeo. Aber das ist ja nicht der Beweggrund für die Aktivitäten gegen China.

Der amerikanische Konfrontationskurs soll die hausgemachten Schwächen im eigenen Land kaschieren – ein klassisches Wag-the-Dog-Szenario.

Kaum Gewinne durch Güterexporte; nur landwirtschaftliche Massengüter wie Soja, Weizen und Mais können punkten beim US-Export; starkes Anwachsen der Off-Shore-Profite der amerikanischen Firmen vor allem in den Zentren der Steuervermeidung (Vulgärkapitalismus); Einkommen aus Verwertung geistigen Eigentums (Lizenzen und Patente, die sie aber nicht in der heimischen Produktion umsetzen können, die ist marode); diese Potenziale können das Handelsdefizit mit Gütern nicht aufwiegen.

Deshalb setzt Trump im Handelskonflikt mit China auf Strafzölle, die wohl auch Biden bei einem Wahlsieg nicht zurücknehmen wird. 

Wir sollten in Europa nicht so blind sein, dieser Leimspur zu folgen. Egal welcher Kandidat das Präsidentschaftsrennen für sich entscheidet – Trump oder Biden.

2 Gedanken zu “Dem USA-Kurs gegen China sollte Europa nicht folgen

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  2. Ich halte den Kurs auf lange Sicht für äußerst bedenklich und finde es sollten andere Lösungen gefunden werden, die eigene Wirtschaft wieder anzukurbeln.

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