Wie robust sind Organisationen in der Krise? Empfehlungen für digitale Resilienz im #NextTalk mit Andreas Rebetzky

Obwohl immer noch die alten Klischees zu Homeoffice und dezentraler Arbeit durchs Netz wabern, ist wohl ein Punkt nicht von der Hand zu weisen: Die Remote-Fähigkeit von Arbeitsplätzen in Unternehmen und Behörden hat uns arbeitsmarktpolitisch robuster gemacht im Vergleich zu anderen Ländern. Nur die Schweiz kommt auf ähnlich positive Effekte. UK, USA und andere digital so hoch gehandelten Nationen schneiden wesentlich schlechter ab.

Dennoch sollten wir nicht die Hände in den Schoß legen, sondern alle Stellschrauben noch einmal genau untersuchen. Andreas Rebetzky (Operations Director Digitization, Hosokawa Alpine AG) spricht gar von der Notwendigkeit einer „digitalen Inventur“:

„Die Zeit der Krise erhöht die Aufmerksamkeit des Managements. Das sollte dazu genutzt werden, die Stärken und Schwächen zu registrieren.“

Etwa die Kommunikation mit Kunden. Da gab es selbst bei Technologiefirmen gravierende Schwächen – vom Kundenservice bis zum Vertrieb: Zum Teil sind die Arbeitsweisen tradiert und wurden wenig hinterfragt „in guten Zeiten“. „Jetzt, in der Krise, wirken sie wie Sand im Getriebe. Plötzlich scheint die Unterschriftenregelung zu kompliziert, die Arbeitszeiterfassung antiquiert oder das Auslösen von Bestellungen bei Lieferanten zu langsam“, erläutert Rebetzky.

Gefragt sei jetzt Kompetenzpluralismus. „Man denke an ‚Star Trek‘. Unterschiedliche Charaktere helfen Krisen zu bewältigen, da Krisen viele Gesichter haben und nicht jede Krise mit den gleichen Mitteln attackiert werden kann“, so Rebetzky.

Wie macht man Organisationen robuster und widerstandsfähiger? Welche Strategien gibt es für digitale Resilienz? „Beispiel: Die Entwicklung eines Stammdaten-Managements für die Produktion sollte die Lieferfähigkeit eines Produktes berücksichtigen und nicht ausschließlich die Produktion optimieren. Die positive Schwingung bei einer Fertigung kann sich dann verstärkend auf die Logistik auswirken, wenn sich die Ziele überlagern – eben kohärent“, führt Rebetzky aus.

Im #NextTalk am Dienstag, den 23. Juni, um 15 Uhr werden wir das mit Andreas Rebetzky vertiefen.

Ihr könnt über die Chat- und Kommentarfunktionen mitdiskutieren.

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