Anstellen – Einstellen – Abstellen: Neue Wege im Personalmanagement vonnöten #HRgoesDrucker

Zukunft Personal

„Die Corona-Krise hat deutlich gezeigt: Klassische Stellenbeschreibungen und statische Positionen verhindern Flexibilität, Dynamik, Anpassungsfähigkeit und rasches Handeln. In einem instabilen Umfeld und angesichts ständigen Wandels sind Rollen, die man nicht länger fest an Personen koppelt, viel effizienter“, schreibt  Anne M. Schüller in einem Beitrag für Human Resources.

Folge: Wofür man nicht zuständig ist, darum hat man sich nicht zu kümmern. 

Vorschlag von Schüller: Organisationen sollten mit Rollen arbeiten.

„Am besten beschreibt ein Rolleninhaber seinen Aufgabenbereich selbst. Durch die damit verbundene Selbstreflexion wird der Sinn der eigenen Arbeit im Gesamtkontext klarer und die Verbindlichkeit steigt. Zudem werden Motivation, Engagement und Produktivität zusehends verstärkt.“

Damit es zu einem perfekten Match zwischen Kompetenzträger und Rolle kommt, schaffen Organisationen Rollenmärkte. „Sie bestimmen also nicht, wer welchen Aufgabenkomplex übernimmt, sondern favorisieren Freiwilligkeit“, erläutert Schüller.

Ob die Corona-Krise die Grenzen der klassischen Stellenbeschreibungen oder Stellenausschreibungen zeigt, bezweifle ich. Da gibt es keine belastbaren Daten. Aber generell läuft die klassische Stellenzuweisung falsch. Da stimme ich mit Anne M. Schüller überein. Im Interview mit Professor Martin Kornberger habe ich das vor einiger Zeit thematisiert:

„Die ganze Idee mit Anstellen und dann Einstellen ist der Kern der Hierarchie. Der oder die Richtige soll für einen genau definierten Job gefunden werden. Im Netzwerk läuft das anders“, weiß Professor Martin Kornberger. Wann werde dort jemand mit seinem Wissen relevant? Das sei abhängig von der Resonanz, vom Kontext und nicht vom Organigramm. 

„Die individualisierte Personalauswahl in Unternehmen tut sich damit schwer. Auf Plattformen ist diese Frage ausgelagert. Die behandeln das sehr viel flüssiger und dynamischer“, resümiert Kornberger.

Neue Wege im Personalmanagement sind vonnöten unter Verzicht auf Noten, Quoten und Lebensläufe. Habt Ihr Ideen?

Wir starten eine neue Serie mit Live-Talks und Fachrunden unter dem Hashtag #HRgoesDrucker. Mehr wird noch nicht verraten.

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