Man muss sich selbst zum Regisseur seines Mythos machen – Vom Nutzen der Maskerade #SohntrifftBecker #EconTwitter

Nicht so ganz venezianisch 🙂

Venezianische Inseln der Maskerade könnten uns guttun, sagt Johannes Wiele gegenüber brandeins. „Geschaffen durch eine Kombination aus Software, Gesetzen und sozialen Regeln. So gebe es Hierarchien – etwa in Firmen -, die einen freien Gedankenaustausch der Kollegen untereinander erschwerten. Oder Unternehmen, die den Weg durchs Netz von privaten Internetnutzern gegen deren Willen protokollierten und speicherten. Die Nutzer sollten das Recht bekommen, sich dagegen zu wehren, und mit einer virtuellen Maske das ‚Ungleichgewicht der Kräfte‘ ausgleichen“, berichtet brandeins.

Mit der Maske könnte man sich gar zum Regisseur seines Mythos machen und sich durch Unfassbarkeit sowie Unnahbarkeit der indiskreten Einschätzung entziehen, die alles sofort herabwürdigt und einebnet. Sozusagen eine Rezeptur gegen hausmeisterliche Krämerseelen, die mit dem Finger gerne auf andere Menschen zeigen, jeden Tag eine Ermahnung vom Stapel lassen und dabei vergessen, in welch brüchigem Glashaus sie selbst sitzen.

Es war übrigens ein sehr interessantes Gespräch, das wir bei #SohntrifftBecker mit Johannes Wiele führen konnten.

Hier die Aufzeichnungen auf unterschiedlichen Plattformen (auf YouTube bekomme ich irgendwie den Hintern nicht hoch):

Werde das wohl für meine Netzpiloten-Kolumne etwas ausführlicher würdigen.

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