„Der Staat muss Mitsprache haben, wenn er Firmen stützt“ – #SohntrifftBecker im Gespräch mit dem Wirtschaftsweisen @AchimTruger #EconTwitter

„Wenn man jetzt nur Geld gibt, kann es sein, dass die Verluste sozialisiert wurden, die Gewinne aber wieder privatisiert werden“, warnt Professor Achim Truger, Mitglied des Sachverständigenrats der Bundesregierung. Er meint damit die aktuellen Finanzhilfen des Staates für Unternehmen.

In der Tat ist es höchst zweifelhaft, dass Unternehmen wie adidas, die in der Vergangenheit mit Aktienrückkäufen ihre Bilanz verschönert und sich mit Rekordgewinnen und Rekordumsätzen feiern ließen, zu den ersten Firmen zählen, die im großen Stil staatliche Hilfen beantragen. Bei #SohntrifftBecker haben wir das am Montag ausführlich behandelt und dabei auch die Rolle von adidas-Vorstand Kaspar Rorsted beleuchtet.

„Der Staat muss Mitsprache haben, wenn er Firmen stützt“, sagt Truger im Interview mit dem Moment-Magazin. Es dürfe nicht sein, dass jetzt fließende Hilfen später als Bonuszahlungen an Manager und Dividenden an Aktionäre gehe. „Da sollte es Auflagen geben.“

Der Staat könne aber noch mehr tun: „Sich an Unternehmen zu beteiligen und sie im Extremfall auch temporär zu verstaatlichen ist auch möglich“, so der Wirtschaftsweise. Zudem könnte man in den Organisationen auch die Geschäftspraktiken der vergangenen Jahre besser beurteilen, gell, Herr Rorsted.

Wirtschaftspolitik als Staatskunst ist wieder gefragt. Bei #SohntrifftBecker werden wir das am Freitag mit dem Wirtschaftsweisen Achim Truger vertiefen. Auf Facebook um 15 Uhr (nicht um 6 Uhr) – mitdiskutieren über die Kommentarfunktion von Facebook oder auf Twitter mit dem Hashtag #SohntrifftBecker. Man hört, sieht und streamt sich zu einem spannenden Gespräch:

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.