Corona-Krise und das Scheitern des neoliberalen Konsumenten-Kapitalismus – #SohntrifftBecker live am Montag 15 Uhr #EconTwitter

Wenn wir nach dem Virus so weitermachen, wie vorher, kommen nach Ansicht des Philosophen Markus Gabriel viel schlimmere Krisen: „Schlimmere Viren, deren Entstehen wir gar nicht verhindern können; die Fortsetzung des Wirtschaftskriegs mit den USA, in dem sich die EU gerade befindet; die Verbreitung von Rassismus und Nationalismus im Kampf gegen die Migranten, die zu uns fliehen, weil wir ihren Henkern die Waffen und die Wissenschaft für Chemiewaffen geliefert haben.“

Und er schließt ein paar Fragen an, die ich gerne mit Professor Lutz Becker, Studiendekan der Hochschule Fresenius, diskutieren würde: „Warum können wir nicht Milliarden investieren, um unsere Mobilität zu verändern? Warum können wir die Digitalisierung nicht verwenden, um unsinnige Meetings, zu denen Wirtschaftsbosse (und Politikerinnen und Politiker, gs) mit Privatjets fliegen, online abzuhalten? Wann verstehen wir endlich, dass das sehr gefährliche Corona-Virus verglichen mit unserem Aberglauben, durch Wissenschaft und Technologie alle Probleme der Moderne lösen zu können, harmlos ist?…. Wir müssen erkennen, dass die Infektionsketten des globalen Kapitalismus, der unsere Natur zerstört und die Bürger der Nationalstaaten verdummt, damit wir hauptberuflich zu Touristen und Konsumenten von Waren werden, deren Herstellung auf Dauer mehr Menschen töten wird, als alle Viren zusammengenommen. Warum löst eine medizinische, virologische Erkenntnis Solidarität aus, nicht aber die philosophische Einsicht, dass der einzige Ausweg aus der suizidalen Globalisierung eine Weltordnung jenseits einer Anhäufung von gegeneinander kämpfenden Nationalstaaten ist, die von einer stupiden, quantitativen Wirtschaftslogik angetrieben werden?“ Bin auf die Themen von Lutz Becker gespannt. Mitdiskutieren.

Man hört, sieht und streamt sich morgen um 15 Uhr (nicht um 6 Uhr):

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