BWL und Nachhaltigkeit: Nicht hinter Modellen verstecken, sondern Wandel vorantreiben #Weltumwelttag #Cebit18 #Livestudio #IBM @HS_Fresenius


Die Nachhaltigkeitsexperten Professor Lutz Becker und Professor Mahammad Mahammadzadeh geben zum Internationalen Weltumwelttag Tipps, wie man die Ökobilanz verbessern kann. So sollte Nachhaltigkeit nicht als Verzicht empfunden werden, sondern Spaß machen und zum Lifestyle werden, sagt Mahammadzadeh. Ernährung, Wohnen, Mobilität und Konsum seien die vier Bereiche, in denen Veränderung dringend notwendig sei. Verbraucher sollten sich achtsamer ernähren und einkaufen, am besten regionale Bio-Produkte mit wenig Plastikverpackung. Energie könne man auch zu Hause sparen: Waschmaschinen mit wenig Wasserverbrauch verwenden, das Licht ausmachen oder weniger heizen. Zugleich warnt er vor dem sogenannten Rebound-Effekt: Dabei werden durch Effizienzsteigerungen die Kosten für Produkte oder Dienstleistungen gesenkt. Kaufen sich Verbraucher beispielsweise eine wassersparsame Waschmaschine, könne dies auch dazu führen, dass die Waschmaschine an sich zwar weniger Wasser verbrauche, die Nutzer aber häufiger Wäsche waschen.

„In der Mobilität gibt es bereits viele Möglichkeiten, wie Elektroautos oder Carsharing-Modelle, um die CO2-Emmission zu verringern“, erklärt Mahammadzadeh.

Und auch an vielversprechenden Zukunftskonzepten wie der Schwarmmobilität werde aktuell getüfelt. Dabei handelt es sich um integrierte und intelligente Mobilitätssysteme und -konzepte mit Systemelementen wie Elektrifizierung, Systemvernetzung und Sharing-Konzepten. Gerade die innovativen Mobilitätssysteme der Zukunft wiesen nicht nur große Klimaschutz- und Nachhaltigkeitspotenziale auf, sondern böten auch noch die Chance, die Lebensqualität in den Städten zu erhöhen und Unfallrisiken zu senken, so der Nachhaltigkeitsexperte.

Nicht nur Verbraucher, auch Unternehmen können ihren Beitrag leisten.

„Viele Unternehmen haben ein eigenes Interesse daran, dass ihre gesetzlich vorgeschriebene
Umweltberichterstattung positiv ausfällt. Weitere verpflichten sich, die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen zu erreichen und implementieren sie in ihre Geschäftsmodelle und -prozesse“, so Becker.

Mit innovativen, nachthaltigen Ideen können sich Unternehmen zudem Wettbewerbsvorteile auf dem Mark verschaffen.

„Das erfordert Mut, zahlt sich aber am Ende aus – nicht nur für die Natur, sondern auch für das Image“, führt Becker weiter aus.

So stieg Rügenwalder Mühle 2014 als einer der ersten großen Wursthersteller in den Veggie-Markt ein. Mittlerweile erwirtschaftet der Familienbetrieb einen Großteil des Umsatzes mit Fleischersatzprodukten und ist Marktführer in diesem Bereich. Ein Erfolgsbeispiel, dass zeige: Nachhaltigkeit solle für Unternehmen eine große Rolle spielen, weil sie sich an die veränderten Anforderungen der Konsumenten anpassen müssen. Denn immer mehr Verbraucher hinterfragen zunehmend, woher die Waren kommen, wie sie angebaut wurden, welche Inhaltsstoffe sie haben und ob sie umweltschonend produziert wurden.

„Wir brauchen dafür eine Betriebswirtschaftslehre, die sich nicht hinter ihren Modellen versteckt, sondern eine, die den Wandel der Systeme im besten Sinne einer angewandten Wissenschaft mit gestaltet“, fordert Becker.

Wie man die Mobilitätswende gestalten könnte und welche Rolle die Digitalisierung dabei spielt, erläutert Lutz Becker im #Cebit18 #Livestudio am Donnerstag, den 14. Juni, um 15 Uhr.

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