Vertrauenskrise im Digitalen überwinden: #rp18 #HRFestival Gespräch mit IBM-General Manager Matthias Hartmann

Die HTW Berlin veröffentlichte in einer Studie, dass nur ein geringer Teil von Führungskräften in DAX- und M-DAX-Unternehmen wirkliche Expertise in Sachen Digitalisierung besitzt. Ist da also noch Luft nach oben? Laut IBM General Manager Matthias Hartmann steht das außer Frage:

“Definitiv! Das ist eine Governance-Frage, womit sich viele Unternehmen schwer tun. Wenn du die digitale Transformation in deinem Unternehmen natürlich auch bewegen musst- nicht nur mit deinen Mitarbeitern, sondern auch in deiner Governance: Wie du das Ganze also positionierst, welche Mittel du brauchst, aber auch welche Hebel du bewegen musst- dann ist das natürlich ein großes Thema. Ich glaube aber, dass dieses Thema aufgenommen wird.”

Bislang sind die Aufsichtsräte aber eben ausgerichtet auf Controlling, auf Kennzahlen, die erreicht werden müssen. Und Digitalisierung sei auch ein nicht-monetäres Thema, das haben viele durch ihre Biografie vielleicht gar nicht auf dem Schirm. Hartmann sieht den Grund hierfür bei den Generationen:

“Auch ich bin ein Digital Immigrant. Man kann sich dennoch tief in den digitalen Sumpf hineinkämpfen. Doch bei allen Blockchains, Artificial Intelligence, selbstfahrenden Autos, Clouds besteht das Problem, dass die Menschen da draußen in einer tiefen Vertrauenskrise stecken“, sagt Hartmann im Interview auf dem HR-Festival der re:publica

Diese Krise gilt es zu adressieren. Die EU-Kommission hat beispielsweise angekündigt, dass ein Rahmenwerk für künstliche Intelligenz verabschiedet wird. An dieser Verabschiedung arbeite IBM aktiv mit. Der Gedanke, dass intelligente Maschinen irgendwann den Menschen ersetzen, müsse aufgeklärt werden:

“Wir sagen ganz klar: Nein, das werden sie nicht.”

Hartmann und die IBM verstehen KI sowie Watson als eine sinnvolle Unterstützung der Menschen, sowohl in Unternehmen, als auch im Privatleben. Hier sei vor allem eine Transparenz der Daten wichtig – also Herkunft und Konzeption der Algorithmen. Für Unternehmen sei wichtig, dass der Algorithmus so trainiert wird, dass dessen ITler dieses Training auch nachvollziehen können. Nur so sei gewährleistet, dass erstens Vertrauen diesen Daten gegenüber offenbart wird und zweitens, dass ihnen ein Siegel verpasst wird.

„Je mehr Algorithmen einfach auch Entscheidungen treffen, wir sprechen hier von Einstellungen von Menschen -Hey, wie wichtig ist das denn!- desto wichtiger ist, dass man hier den Daten vertrauen kann. Dass man dem Algorithmus vertrauen kann und dass man der Cloud von IBM vertrauen kann. Und das können wir.”

Essentiell sei dabei, dass sowohl die Mitarbeiter daraufhin geschult werden, was solch eine Unterstützung alles liefert und wie sie das tut. Zusätzlich müsse eine klare Nachricht gesendet werden, wie man mit den Daten umgeht. Ausführlich auf ciokurator.com nachzulesen.

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