Brauchen wir eine neue Ökonomie? #D2030 #FutureHubs @Martin_Leutz


Dazu gibt es unterschiedliche Sichtweisen und das gehört zur Disputation.

Um 17 Uhr werden wir das debattieren in der #FutureHubs Tournee der #D2030 Initiative.

Liveübertragung via www.facebook.com/gsohn

Mitdiskutieren 🙂

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Autor: gsohn

Diplom-Volkswirt, Wirtschaftsblogger, Livestreamer, Moderator, Kolumnist und Wanderer zwischen den Welten.

5 Kommentare zu „Brauchen wir eine neue Ökonomie? #D2030 #FutureHubs @Martin_Leutz“

  1. Die Finanzkrise wurde ausgelöst, weil sehr viele Leute in Amerika einen Kredit zum Hauskauf bekamen, die ihn objektiv nicht hätten bekommen dürfen – weil sie sich das absehbar nicht leisten konnten. Da wird sicher auch eine fragwürdige Beratung durch die Banken eine Rolle gespielt haben – keine Ahnung. Danach sind die zunehmend faulen Kredite gebündelt und verpackt worden, und wurden dann weiterverkauft. In der Summe lautet für mich die Schlussfolgerung: Entscheidung und Haftung wurden getrennt, und das ist das größte Problem. Nur verstehe ich nicht, wo irgendwo an dieser Stelle die Volkswirtschaftliche Lehre versagt haben soll. Hier trieb erstens der politische Wille (Hauseigentum als gesellschaftlich-politisch erwünschtes Ziel) und dann die politische Abwägung (Rettung der Bank, in Abwägung der langfristigen Folgen einer Bankenpleite. Dann hat man doch eine pleite gehen lassen, und da hatten wir den Salat. Aber das ist schon wieder ein anderes Thema).
    Mit dem Studium hat das alles nicht das Geringste zu tun. Ja, es ist lästig (und schmerzhaft als mathematisch nur durchschnittlich begabter), alles mathematisch formulieren zu müssen, statt frei zu philosophieren. Aber das ist der Stand der Forschung, und das ist die Sprache, in der man sich ausdrücken muss. Davon abgesehen gibt und gab es keinerlei Einschränkungen – ich habe zB im Studium mal eine Semesterarbeit gemacht, wie sich illegale Waffenexporte einschränken lassen. Wurde dabei sehr unterstützt, musste aber natürlich „sprachlich“ sauber sein, sprich: Mathematisches Modell, an dem die Wirkung verschiedener Stellschrauben untersucht werden können.
    Ich finde nach wie vor: Wer über Grundfragen des Seins philisophieren will, darf das natürlich gerne tun. Nur ist er dann bei der VWL am falschen Ort.

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  2. Da waren Wissenschaftler wie Schumpeter zur Rolle der Wirtschaftswissenschaft aber ganz anderer Ansicht. Genau das werden wir heute besprechen.

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  3. Es kommt darauf an, wie man VWL definiert. Eine VWL die selbstbezüglich in ihrer ceteris-paribus Blase lebt, kann gemäß der selbst gegebenen Definition nicht in die Krise kommen. Deshalb sprechen wir ja auch von Ökonomik, oder was mir persönlich noch passender erscheint, in alter (Schumpeterscher) Tradition von „Wirtschafts- und Sozialwissenschaften“

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