Zufallsideen über die Mensch-Maschine-Kombinatorik #ibmbcde


Der Kombinatoriker Lullus - Denkmal in Palma de Mallorca - fast jeder geht bei seinem Malle-Urlaub an ihm vorbei, kaum einer kennt sein Lebenswerk - tragisch.
Der Kombinatoriker Lullus – Denkmal in Palma de Mallorca – fast jeder geht bei seinem Malle-Urlaub an ihm vorbei, kaum einer kennt sein Lebenswerk – tragisch.

Kathrin Passig und Arne Janning diskutieren in ihrer Merkur-Gesprächsreihe RECHENZENTRUMS-ARSCOMBINATORIA über mechanische Modelle, um auf neue Gedanken zu kommen.

Erwähnt wird auch der Geistliche Raimundus Lullus, den Leser des ichsagmal.com-Blogs natürlich kennen 🙂

Kathrin Passig benutzt in letzter Zeit eigentlich immer die Zufallsshirt-Maschine, wenn sie sich Titel für Vorträge oder Texte ausdenken soll.

„Manchmal nicht nur für den Titel, sondern auch für das Thema.“

Die Zufallsmaschine von Kathrin ist ja auch verantwortlich für das Leitmotto meines Blogs: Repression verdünnen.

Über diese nützliche Seite der digitalen Mensch-Maschine-Kombinatorik wird viel zu wenig gesprochen. Wir ergehen uns eher in Debatten über die Wirkung von vernetzten Fabriken, die zur weiteren Wegrationalisierung von industriellen Arbeitsplätzen führen. Dieser Trend setzte aber bereits in den 1960er Jahren ein und wird sich auch mit Speedfactorys sowie Smartfactorys nicht ändern.

Wenig wird nachgedacht über die positive Wirkung auf Wissensarbeit. Da verweise ich auf ein Gespräch mit dem Wirtschaftsinformatiker Professor Wolfgang König von der Goethe-Universität Frankfurt.

Oder auf die Frage, warum man sich bei der Digitalisierung von den Zwängen der Gegenwart befreien muss.

Hier kam in dem Interview mit Jürgen Rudnick von IQ-Hannover sogar die fröhliche Wissenschaft von Friedrich Nietzsche ins Spiel.

Sein Credo: Wer vorausblickt, hat das Mögliche als solches vor sich und ist nicht in die Wirklichkeit bestimmter Erwartungen verstrickt. Man sollte die Freiheit im Denken erschließen. Freiheit des Blicks und der Transparenz der Gedanken. Nietzsche fordert zu einem Gedankenexperiment auf. Überlegungen nach dem Muster: „Wie wäre es, wenn…“

Die Frage provoziert ein ausdrückliches Verhalten zum eigenen Leben ein dadurch, dass sie gestellt wird. Da sind wir dann ganz schnell bei der Grundidee für einen Utopie-Podcast, den ich Ende September mit Professor Lutz Becker starte unter Beteiligung von Studenten der Fresenius Hochschule 🙂

Letztlich geht es um Instrumente zum Finden und Erfinden, zum Prüfen und Bestimmen, zum Entwerfen und Erobern neuer Räume des Denkens. Ein steter Kampf gegen das Ungewisse, gegen den Zweifel am Wissen.

Lullus

Nachzulesen in der exzellenten Arbeit von Werner Künzel und Peter Bexte: „Allwissen und Absturz – Der Ursprung des Computers“.

Ähnliches lässt sich mit Cognitive Computing erreichen. Winfried Felser hat das in Reaktion auf mein Interview mit Martina Koederitz (General Manager IBM Deutschland, Österreich und Schweiz) als Vernetzung für eine bessere kollaborative Intelligenz bezeichnet.

Die Woche startete mit spannenden Themen – kann so weitergehen 🙂

Siehe auch: Mensch-Maschine-Kombinatorik für neue Sichtweisen – Abschied von pseudo-rationalen Steuerungsmethoden #ibmbcde

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Autor: gsohn

Diplom-Volkswirt, Wirtschaftsblogger, Livestreamer, Moderator, Kolumnist und Wanderer zwischen den Welten.

1 Kommentar zu „Zufallsideen über die Mensch-Maschine-Kombinatorik #ibmbcde“

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