Notizen an den Angeber


Adressat?
Adressat?

Man redet von Vertrauen und meint Kontrolle.
Man verlangt Maßstäbe und strebt nach Einengung.

Man will interessant sein, produziert aber nur überhebliches Name-dropping.
Man ködert Autoren, will sie jedoch nur drangsalieren.

Man leiht sich Prominenz aus, um fremden Ruhm zu ernten.
Man saugt Andersdenkende aus, weil es zu originellen Gedanken nicht reicht.

Man plappert Mode-Phrasen nach, die nach Bedeutung klingen und dennoch hohl sind.
Man leckt Honoratioren den Hintern, um selbst honorig zu wirken.

Man gibt sich kollegial, ist in Wahrheit aber ein Zuchtmeister und Denunziant.
Man erteilt Aufträge, um sich im Besserwisser-Habitus zu suhlen.

Man ist ein Arschloch, nicht mehr und nicht weniger.

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Autor: gsohn

Diplom-Volkswirt, Wirtschaftsblogger, Livestreamer, Moderator, Kolumnist und Wanderer zwischen den Welten.

19 Kommentare zu „Notizen an den Angeber“

  1. Woher weißt Du das denn Lutz Martiny? Ich finde das diffamierend, Du hast wohl gar keine Vorurteile. Du kennst mich nicht und weißt nicht was hinter Gunnars Affront steht. Audiator et altera pars darf ich Dir besserwissend zurufen. Für Gunnars Beitrag gilt die alte Weishet: Getroffener Hund bellt. Man darf alles denken, muss aber nicht immer alles sagen. Und wenn, dann sollte das wie unter erwachsenen Männern eigentlich üblich, erst mal untereinander ausgetragen werden. Einen Auftraggeber, der unzufrieden ist und ihm Schlampigkeit und mangelnde Qualität seiner Leistung vorgehalten hat, im Netz als „Arschloch“ zu bezeichnen, ist ein eigenartiger Stil eines Journalisten, der als Chefredakteur von „Boardreport“ sich genau über solche Allüren von Firmenchefs mit spitzer Feder äußert. Contenance sieht anders aus. Und zum einen ist es unprofessionell und zum anderen justiziabel. Seriöse Medien lassen Posts mit derartiger Tonalität erst gar nicht zu. Dass Gunnar Sohn als Herausgebers dieses Blogs denselben mißbraucht, um deratige Gefechte auszutragen, belegt für mich den Kern meiner Kritik an seinem Beitrag: Er arbeitet unseriös.

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  2. Die wirklich getroffenen Hunde bellen wohl weitaus mehr. Das ist ein satirisches Gedicht. Not more. Abstrakt ein wenig Dampf ablassen – ohne Adressaten. Bedenke das „Man“, bevor man juristisch weiterdenkt. „Seriöse“ Medien? Da hat einer die Blog-Kultur nicht verstanden. Unseriös ist es, anderen unseriöse Arbeit zu unterstellen, obwohl ich hier doch nur „man“ meine und nicht Mann.

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  3. Achtung Blog-Kultur! Welche Kultur? „Hintern lecken“, „Arschloch“? Ich verstehe Deinen Unmut. Aber das ist eine Sache zwischen uns. Persönlich darfst Du mir das alles und noch mehr gerne unterstellen, dann diskutieren wir das aus. Wenn ich Dich mit meiner Kritik verletzt habe, vielleicht den falschen Ton getroffen, tut mir das leid. Aber beleidigt Details aus einem Dienstleistungsverhältnis im Blog an die Glocke zu hängen, entspricht nicht meinem Verständnis von Blog-Kultur. Da verstehe ich Deine Art der Blog-Kultur tatsächlich nicht, lieber Gunnar.
    Vielleicht mal ein Anlass Deine Leser über Blog-Kultur diskutieren zu lassen. Ich bin gespannt auf die Meinungen. Hier beispielhaft ein Auszug aus der Nettiquette des von Runstedt-Blogs:

    – Hinter jedem geschriebenen Kommentar steckt eine Persönlichkeit. Behandeln Sie daher alle   Schreibenden, wie Sie auch selbst behandelt werden möchten.
    – Bitte halten Sie sich an die grundlegenden Regeln der Höflichkeit und setzten Sie andere wegen   ihrer Meinung nicht herab. Achten Sie auf eine konstruktive Diskussion und ein faires Miteinander.   Beleidigungen, Verunglimpfungen oder persönliche Angriffe jeglicher Art sind auf dem von   Rundstedt Blog nicht erwünscht.

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  4. Nein Herr Martiny, ich habe nicht schlecht geschlafen – was soll dieser Ellenbogenhieb? Aber sie haben behauptet, ich würde den Kommentar von Gunnar Sohn weder lesen, noch mich betroffen fühlen. Das ist eine unberechtigte Unterstellung. Wenn Sie Anstand hätten, würden Sie sich dafür entschuldigen. Sie kennen mich nicht, wissen nichts von mir, aber hauen mit einfach mal anonym eins über die Rübe! Im Eishockey kämen Sie für so ein Foul auf die Strafbank.

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  5. Ich habe ein Gedicht geschrieben über eine abstrakte Persona.und Beobachtungen komprimiert dargestellt, die ich in vielen Berufsjahren gemacht habe. Da geht es nicht um konkrete Dinge. Sonst hätte ich das anders geschrieben. Es ist noch nicht einmal Schmähkritik, weil niemand konkret benannt wird. Es ist eine Notiz an den/die Angeber, wo immer sie ihr Unwesen treiben. Es ist eine Kunstform, die die Freiheit der Kunst in unterschiedlichen Ausdrucksformen nutzt. Als Karikatur, Foto-Collage, als Sudelgedicht in der Tradition von Lichtenberg oder anderen Darstellungsformen. Man sollte da nichts hinzudichten oder unterstellen.

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  6. ooch warum so dünnhäutig? Ich schrieb:“ und die, die es angeht…“ wer sich also angesprochen fühlte… @heinersieger habe ich nicht angesprochen, der fühlte sich aber angesprochen. Warum?
    Ich kenne ihn nicht, wieso fühlte er sich gemeint, wenn ich „die“ schrieb? Selbstverständlich habe ich Anstand und entschuldige mich bei allen, die ich nicht gemeint habe. sollten sie sich trotzdem angesprochen fühlen.

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  7. Jeder oder jede kann sich den Schuh anziehen, wie er oder sie es für richtig halten. Da gibt es wohl Gedankenkonstruktionen, die ich nicht beeinflussen kann und die ich nicht beeinflussen möchte 😉
    Zum passenden Schuh lese ich gerade die scherzhaften Reden des andalusischen Dichters Antonio Machado, erschienen im Ammann-Verlag. „Ich rate euch nicht dazu, die stehenden Wendungen, Gemeinplätze und formelhaften….Redensarten….systematisch zu meiden; aber ich empfehle euch doch, ihnen gegenüber eine prüfende, zweifelnd abwägende Haltung einzunehmen. Zum Beispiel: ‚Denn das Grauhaar, stets verehrungswürdig.’…Halt! Ist das graue Haar wirklich immer verehrungswürdig? Oh, nicht immer! Es gibt vorzeitig ergrautes Haar, das nicht einmal Zeichen von Bejahrtheit ist.“ Lesefrucht vom Liegestuhl in der andalusischen Sonne.

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  8. Haha, sehr hübsch. Du wirst immer besser! Deinen rheinischen Humor habe ich immer geschätzt. Wie übrigens auch Dein Freidenkertum. Hoffentlich hast Du nicht zu viele Bücher mit, ich mach mich schon mal auf weiteres gefasst…

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  9. Also mich macht das sehr wütend. Ich sehe das auf allen Ebenen. Es ist doch der aktuelle Trend unter den Leuten. Geht jetzt meine Fantasie mit mir durch? Diese feigen geheimen Gruppenbildungen. Man tut so, als ob man sich nicht kennt, gibt sich als Gruppe gar nicht öffentlich zu erkennen, und pickt sich einzelne Personen raus, um sie zu diffamieren mit irgendwelchen obskuren Anspielungen, die in Wahrheit nur dumme Provokationen sind, also Intriegenspielchen, möglichst noch ewig lange geplant und ausgetüftelt im stillen Kämmerlein, selbstverständlich nur unter den Gruppenmitgliedern selbst, unter Ausschluss der Person, um die es geht, der Person, die diffamiert werden soll. Die Person weiß von nichts. Ist womöglich ein neutrales Mitglied in diesem Verein. Indirekte Bemerkungen fallen immer mal wieder. Die Person kommt in Erklärungsnöte, redet sich womöglich um Kopf und Kragen. Zum Schluss sagt sie halt Arschloch. Oder sie schweigt mit einem unsichtbaren Maulkorb. Oder sie spielt aus Feigheit dann doch mit oder wegen sonst irgendwelchen vermeintlichen Vorteilen. Um ein Thema geht es da meist gar nicht, man will auch gar nicht diskutieren und eine Lösung finden. Es geht mur um die Schönheit des Miesmachens, weil es ja sonst nichts gibt bei Dummköpfen. Dann sage ich mir auch: Lieber lese ich ein gutes Buch nach meinem Geschmack. Aber es wird einem das Wort im Mund umgedreht, man steht alleine als Griesgram da, als Miesmacher. Aber ein Miesmacher ist man ganz und gar nicht, wenn man diese miesen Spielchen demaskiert. Vielleicht ein Spielverderber für Leute. die einfach nicht fair sind. Und Wut ist gut und bellen auch. Lieber ein Wutbürger und Buchbürger als ein Bruchbürger.

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  10. Respekt: Der Humor der Aufklärung. Ach was bin ich doch für ein Kindskopf. Viel Spass dann noch beim Lachen. Ich zwar nix verstanden, aber macht auch nix. Liegt an meiner Unreife. T’schuldigung für die Ernsthaftigkeit.

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